Wenn du aktuell auch Gefühle hast, wie: „Soll das Alles vom Leben gewesen sein?“ – „Irgendetwas fehlt mir, aber ich weiß nicht was?“ Oder noch schlimmer: „Wenn ich morgen nicht mehr aufwachen würde, dann wäre das auch in Ordnung.“
Dann bleibe bitte bis zum Ende der Geschichte, vielleicht geht es dir dann ein bisschen besser.

Gleich vorneweg, der erste Teil der Geschichte ist dir vielleicht bekannt, ich habe sie vor vielen Jahren einmal auf einem Seminar gehört. Der zweite Teil, und den halte ich für noch wichtiger, ist von mir 😇
Es war einmal eine Gruppe von kleinen Fröschen, die einen Wettlauf veranstalteten. Ihr Ziel war es, die Spitze eines sehr hohen Turms zu erreichen. Schnell versammelte sich eine große Menge von Zuschauern rund um den Turm, um das Spektakel zu sehen und die Frösche anzufeuern. Eigentlich glaubte aber niemand aus der Menge daran, dass es auch nur ein einziger Frosch bis ganz nach oben schaffen könnte. Man hörte Rufe wie:
„Oje, das ist viel zu anstrengend!“
„Das schafft ihr niemals!“
„Der Turm ist viel zu hoch!“
Die Frösche begannen zu klettern. Doch angestachelt durch die pessimistischen Rufe der Zuschauer, verloren immer mehr Frösche den Mut. Einer nach dem anderen gab auf.
Nur ein einziger Frosch kletterte unbeirrt weiter. Er wurde immer schneller und steckte all seine Kraft in den Aufstieg. Während alle anderen Frösche inzwischen erschöpft aufgegeben hatten, erreichte dieser eine Frosch als Einziger mit großer Anstrengung die Spitze des Turms.
Die Zuschauer und die anderen Frösche waren sprachlos. Alle wollten wissen, wie dieser kleine Frosch ein solches Wunder vollbringen konnte. Ein Frosch aus der Menge ging zu ihm und fragte ihn nach seinem Geheimnis.
Da stellte sich heraus: Der Frosch war taub. Er hatte die Demotivation der anderen überhaupt nicht gehört, sondern dachte die ganze Zeit, die Menge würde ihn begeistert anfeuern. Die Moral von der Geschichte ist natürlich, höre nicht auf Zweifler, Kritiker oder pessimistische Menschen, sondern mache dein Ding.
Teil 2: Doch kommen wir nun zu dem traurigen Fitness Frosch, der war zu diesem Rennen erst garnicht angetreten. Er hatte das Rennen im Fernsehen angeschaut und erinnerte sich wehmütig daran, wie er einst auch so voller Begeisterung seinen Sport gemacht hatte. Gut, er machte immer noch Sport, da ihm sein Körper wichtig war, doch irgendwie fühlte er sich schwer dabei, es war nicht mehr so wie früher, es mangelte an Motivation und Begeisterung.
Er war auch älter geworden und hatte seine Pflichten und ja, das Leben war auch überhaupt nicht so schlecht, doch um es kurz zu machen, es mangelte ihm an Würze. Wurde er gefragt, was er sich wünschte, waren das so fadenscheinige Gründe wie, endlich meine Ruhe haben, diese Arbeit nicht mehr machen zu müssen, es ist mir auch alles zu viel Verantwortung und überhaupt, was ist denn überhaupt der Sinn des Lebens. Bis eines Tages…
Beim Spazierengehen traf er ein kleines Froschmädchen, dass Pusteblumen pflückte und deren Samen fliegen ließ, indem es die Pusteblumen mit seinem kleinen Ärmchen durch die Luft wedelte. Der Frosch war gerade auf seinem täglichen Pflichtspaziergang, weil das ist ja gesund, da kam das Mädchen auf ihn zu und rief, „mach mit, mach mit“ und hüpfte ganz aufgeregt um ihn herum. Schwerfällig machte er ein bisschen mit, um das Mädchen nicht zu enttäuschen – er war ein höflicher Frosch. Doch während sie so hüpften und quakten, da spürte er etwas in seinem Herzen, eine Freude kam hoch, aber irgendwie auch Tränen, es schnürte ihm fast den Hals zu.
Als das Mädchen gegangen war, musste er sich erst einmal setzen. „Was war das eben?“ Es war eine Mischung aus Freude und Schmerz und für einen kurzen Augenblick hatte er diese Leichtigkeit wieder gefühlt, wie früher, und diese Freude, aber auch die Trauer darüber es verloren zu haben.
Verstohlen sah er sich um, pflückte eine Pusteblume und hüpfte quakend auf der Wiese umher. Er musste wirklich viel weinen und die Beine waren in der Tat irgendwann etwas schwer, immerhin war er aus der Übung. Doch ab diesem Tag machte er das öfter, denn er hatte vergessen, wer er eigentlich war, ein Frosch, der in der Freiheit umher hüpften und quaken sollte, so lange und viel er wollte, anstatt irgendwelcher Pflichten nachzugehen und sich dabei völlig zu vergessen.
Ab diesem Tag wurde aus dem traurigen Fitness Frosch, ein glücklicher Frosch, der immer noch seine Pflichten hatte, aber endlich auch wieder er selbst war. Die Moral von der Geschichte:
Fröschen können keine Pusteblumen pflücken und fliegen lassen.😄
Nein, oder vielleicht doch? Wie sieht es mit dir aus? Weißt du noch wer du bist, oder funktionierst du nur noch? Ja, vielleicht hast du deine Momente, wo das Leben nicht so schlecht ist. Doch falls du ab und an oder auch öfter diese Schwere in deinem Herzen spürst, dieses Gefühl von irgendetwas fehlt doch, dann hast du erstens vergessen, wer du bist und zweitens tust du zuwenig, von dem was dir wirklich Freude macht und dein Herz bewegt und zum Tanzen bringt. Niemand kann dir sagen, was das ist und wer du bist, aber du weißt es, glaube mir. Denn wir Alle haben noch immer unsere Wünsche und Träume tief in uns verborgen, die nur darauf warten, wieder entdeckt und gelebt zu werden.
Falls du nicht weiß wie du das anstellen sollst, dann komme zu mir in meine Aerobickurse, die ich in absehbarer Zeit wieder hier vor Ort halten werde – ist gerade in Arbeit. Meine Teilnehmer früher sagten oft, dass es ihnen immer nach den Kursen bei mir um so vieles besser ging, aber sie wüssten nicht warum.
Ich will es dir sagen, weil Aerobic für mich nicht das Abarbeiten von Pflichten ist, sondern meine Pusteblumen, die ich in dein Herz fließen lasse. Ich hoffe wir lesen und bald wieder. Oder du besucht mich auch auf meinem neuen Youtube Kanal Fitnessfeeling.
Liebe Grüße Petra – Anmerkung: Meine Geschichten schreibe ich zu 100 % selbst, denn das ist auch eine meiner Pusteblumen❤️
