Belohnung oder Strafe?

Der Moment, wo du dein warmes Bad verlassen musst, weil du eine Idee hast. Diese schritlich zu fixieren macht Sinn. Genau das habe ich getan. Mein Problem mit meinem Verhalten auf dem Markt ist gelöst. Und nicht nur das. Doch der Reihe nach, ich weiß jetzt was ich zu tun habe. Ich brauche einen Hebel und zwar einen, der mir mehr weh tut als die Kälte, das frühe Aufstehen und das Warten auf Kunden an bestimmten Tagen. Das ist ja nicht an jedem Tag so. Die Dienstage sind für mich kritischer, weil da weniger zu tun ist. Aber zurück zu meiner Lösung.

Ich werde mir jetzt an jedem Markttag eine Summe X, im Rahmen meiner Möglichkeiten in eine Box legen. Im Verlauf des Monats kommt da eine bestimmte Summe zusammen. Und wenn ich mich an meinen Plan halte, darf ich mir für das Geld etwas kaufen. Das wäre die Belohnung, die jedoch leider nicht reichen wird, um zu verhindern, dass ich mich mit Essen belohne, entschädige oder was auch immer der Grund sein mag, an solchen Tagen wie heute. Jetzt kommt der Hebel:

Wenn ich mich nicht an meine Vorgaben halte, dann spende ich das Geld. Aber nicht an einen Verein der es braucht oder den ich gerne unterstütze. Nein, das würde auch nicht reichen um mich vom Essen an solchen Tagen abzuhalten. Sondern das Geld bekommt ein Mensch, der das Geld nicht nötig hat, noch schlimmer, dem ich keinen einzigen Cent gönne. Diesem Menschen musste ich im letzten Jahr aufgrund eine Fehlers, einer Fehlentscheidung von mir so viel Geld zurück zahlen und glaubt mir, jeder einzelne Cent davon hat mir so weh getan. In vielerlei Hinsicht. Ich musste mächtig an und mit mir arbeiten, um darüber hinwegzukommen und in der Badewanne kam mir die Idee, dass dieser Mensch jeden Monat eine Spende bekommt, wenn ich mich nicht an die Regeln halte. Wie läuft das ab?

Ich hole mir einen Vollstrecker ins Boot, der bekommt die Kontonummer und den Namen und der wird das überweisen. Dafür brauche ich einen Menschen, der das auch tut. Da habe ich schon jemanden, der mir da in den Sinn kommt. Dann brauche ich jemand, der mich prüft. Und keine Sorge, dafür brauche ich jetzt keinen Dedektiv zu engagieren, sondern ich werde mich wiederum von einer anderen Person kinesiologisch testen lassen, an jedem Markttag und dem Tag danach. Denn der Körper lügt nicht. Mal davon abgesehen, dass ich mich ja selbst betrügen würde. Aber damit ist die Sache dingfest, gebongt sozusagen. Ich werde euch auf dem laufenden halten.

Auch wenn ich mich lange dagegen gewehrt habe, aber leider ist Schmerz der bessere Antreiber. In wissenschaftlichen Untersuchungen motivierte der erwartete Verlust von Geld viel mehr, sich an die Vorgaben zu halten, als ein zu erwartender Gewinn. Allerdings lässt sich das auch nicht verallgemeinern und manchmal kann eine Strafe auch genau das Gegenteil bewirken. In meinem Fall jedoch wird mir dieser Hebel dazu verhelfen mich an meine Vorgaben zu halten und somit mein Ziel besser zu erreichen.

Wo ich gerade von Ziel erreichen sprechen. Wir allen kennen das Zitat „der Weg ist das Ziel“. Und dennoch wissen wir auch, dass Ziele wichtig sind. Doch was ist denn nun wirklich wichtiger? Darüber berichte ich morgen.

Ach ja, noch eine gute Nachricht, ich habe jetzt endlich herausgefunden, woran das liegt, dass ich in diesem Jahr solche Probleme mit Kälte, Aufstehen etc. habe. Auch darüber werde ich berichten.

Und noch etwas, ich habe mich auf die Waage gestellt. Nicht zugenommen. Alle Aufregung für nichts? Nein. Ich habe dadurch sehr wichtige Erkenntnisse für mich gewonnen. Ich wünsche euch einen schönen Tag.

Liebe Grüße Petra

Es(s)kalation – Meine größte Herausforderung auf meinem Weg

Unfassbar. Jetzt kann ich mir gleich am 2. Tag im neuen Jahr die Blöße geben und mich hier ausmären, über meine größte Herausforderung auf dem Weg zur Bühne.

Der Markt.  Unser Markt, Karsten und mein Markt für biologisches Obst und Gemüse. Zweimal die Woche. An und für sich eine ganz gute Sache, aber ich bekomme es diesen Winter nicht auf die Reihe. Weder das frühe Aufstehen, noch die Kälte und da eskaltiert halt ab und zu mein Essverhalten. Während der Massephase waren das meine 4000 kcal Tage. Kein Problem. ABER, das geht jetzt nicht mehr. Morgen beginnt meine Vorbereitung für meinen Wettkampf im Mai und ich dachte ich hätte das im Griff. Hatte ich ja auch, solange die Plane rund um unseren 12 m Stand zu war. Doch heute war sie auf und ich hatte kalt und es war Wind, viel Wind und es kamen zunächst so gut wie keine Kunden und da haben wir derzeit die leckeren Datteln am Stand. Zusammen mit einer Tasse heißem Tee, genial um auch bei solchen Bedingungen durchzuhalten. Und Datteln haben ganz viel Kohlenhydrate, was an und für sich kein Problem ist, aber ich habe ohne Hunger gegessen. Das ist das Problelm. Mein Belohnungszentrum hatte mich im Griff.

Was habe ich getan? Hier erst einmal meine Offenbarung.

2875 kcal – 135 g Protein – 396 g KH – 72 g Fett.

675 kcal zuviel. Ich habe mich auf 2.200 kcal eingestellt. Damit nehme ich ganz langsam ab. Doch noch viel schlimmer ist, was ich gegessen habe. Völlig untypisch für mich. Und ja, ich weiß, dass ich an Marktagen einen Verbrauch von 3.500 kcal habe. Das habe ich in den letzten Monaten herausgefunden. Ist körperliche Arbeit. Auf- und Abbau, Verkauf, das frühe Aufstehen 12 Stunden Tag, wenn es langt usw. Doch das sind Ausreden. Die Wahrheit ist:

Ich hatte es nicht im Griff. Und das war gut so. Warum? Weil ich jetzt weiß, dass dies meine größte Schwachstelle in meiner Vorbereitung ist. Nicht, dass ich das nicht schon vorher gewusst hätte, doch bis Samstag werde ich alle nur erdenklichen Maßnahmen ergreifen, dass mir das nicht noch einmal passiert. Was habe ich gegessen?

Frühstück: Whey Protein 30 g – Mandelmilch 150 ml – Kakao 4 g, Chiabrötchen mit 100 g Harzer.

Snack:  1 veganer Bio-Donut, Datteln ganz viel Datteln

Mittagessen: 250 g Magerquark mit Flavdrops

Snack: 1 Brezel, 1 Pudding-Berliner, 1 Wickel-Mohn-Brötchen

Abendessen: Wieder „on point“ 250 ml Gemüsesaft, Feldsalat mit Sprossen und eine halbe Scheibe Chia-Dinkel-Brot

Liest sich so harmlos. Ist auch nicht wirklich schlimm. Aber der Grund, warum ich das gegessen habe und die Art wie ich es gegessen habe, das ist es, was es zu beachten gilt. Daheim war ich zunächst erst einmal wütend. Auf was und wen weiß ich nicht alles. Ja, das ist auch als Mentaltrainerin möglich. Doch dann kam ich ins Handeln.

Ich habe mir einiges an Proteinpulvern und Nahrungsergänzungen im Internet bestellt. Meine Vorräte sind nahezu leer. Ich tue mich damit immer noch etwas schwer, was verständlich ist für eine ehemalige Rohkösterlin.

Ich habe meinen Termin für meinen Bikini fest gemacht. Im Februar. Ich lasse mir nämlich einen nähen. Ich habe drei Kinder gestillt und Brust-OP kommt nicht in Frage, also brauche ich einen guten Bikini von einer Profifrau. Mehr dazu wenn es dann soweit ist.

Ich habe beim Verband angerufen und mich danach sofort schriftlich angemeldet.

Ich habe lange Zeit nichts, dann meine proteinreiche Rohkost gegessen. Für mich ganz wichtig: einfach normal weitermachen, wenn es mal „entartet“ und eben nicht nach dem Motto: jetzt ist sowieso alles egal.

Ich habe mir notiert, was ich ändern bzw. beachten muss, damit ich vorbereitet bin und ich muss mir etwas anderes für mein Belohnungszentrum suchen. Dieser Punkt ist noch in Arbeit. Und eines werde ich morgen ganz bestimmt nicht tun:

Auf die Waage steigen. Das mache ich erst am Donnerstag. Da gibt es dann auch Formcheck. Morgen gibt es jetzt weniger als 2.200 kcal. Hauptsache die Wochenbilanz stimmt. Offizieller Start ist sowieso morgen.

Und ich gehe gleich noch in die warme Badewanne. So, meinen 2. Beitrag im Jahr habe ich auch geschrieben. Jetzt sind es nur noch 363.  🙂

Morgen geht es dann weiter. Und ins Training geht es dann auch wieder. Ich fand die Pause jetzt nicht so toll. Ich glaube ich hätte besser moderater trainiert, statt ganz ausgesetzt. Ich bin völlig verspannt. Die Arbeit auf dem Markt funktioniert nur, weil ich trainiere. Sonst wäre das so überhaupt nicht möglich. Und ganz ehrlich, immer möchte ich das in diesem Umfang nicht machen. Da ist auch noch Handlungsbedarf.

Liebe Grüße Petra

Cinderella in Pink – Wunscherfüllung

Herzlich Willkommen auf meinem Blog.

Wenngleich ich hier schon einige Beiträge geschrieben habe, so wird mein Blog erst mit dem heutigen Beitrag wirklich zum Leben erwachen. Passend zum Jahresanfang. Die Frage die ich mich kurz vor dem Verfassen dieses Beitrages gestellt habe war, ob ich wenn ich ein Vorhaben aufgebe versagt  habe? Ich denke das kommt ganz auf die innere Einstellung an.

Ich habe heute ein Projekt aufgegeben, an dem mir sehr viel gelegen hat und dennoch habe ich mich sehr schwer mit der Umsetzung getan. So schwer, dass ich Einsehen musste, dass dieses Projekt offensichtlich kein wirklicher Herzenswunsch sein kann. Ich weiß, wie ich mich verhalte, wenn ich für etwas brenne, wenn mir etwas wirklich wichtig ist, wenn ich etwas unbedingt tun muss, koste es was wolle (nahezu). Und das war hier nicht der Fall. Ich war nicht bereit den Preis zu zahlen, den Aufwand zu betreiben, das zu tun, was notwendig ist, um eben diesem Vorhaben gerecht zu werden. Also bleibt mir nur eines. Es sein lassen. Und genau das habe ich getan, wenn auch unter Tränen, wenn auch mit Schmerz, doch es ist das einzige Richtige gewesen. Habe ich deshalb versagt? Nein. Es war meine Entscheidung.

Deshalb komme ich jetzt zu dem, was ich tun möchte, bereits tue und auch mit Begeisterung dabei bin. Ich beobachte mich ja selbst und da gibt es keinen Zweifel. Ich werde mich wieder dem widmen, was mein Herz erfüllt, was mich schon fast mein ganzes Leben bis zum heutigen Tag begleitet, begeistert und mir wie ein guter Freund zur Seite steht. Mein Sport, meine Ernährung, mein Lifestyle. Gleichzeitig zolle ich diesem Sport jetzt einmal mehr Wertschätzung in dem ich mich entschieden als Athletin auf die Bühne zu gehen, aber ich erfülle mir auch einen Herzenswunsch. Einmal den Teil in mir Leben lassen, der in meiner Kindheit nicht sein durfte. Die Cinderella in Pink.

Schon immer ist rose und pink meine Farbe, die mir Kraft gibt und mir das Herz erwärmt, vielleicht auch deshalb wieder der Wechsel meiner Haarfarbe, welche zwar nicht Pink ist, aber mir jetzt sehr gut gefällt, denn Naturfarben sind nun einmal Grenzen gesetzt. Deshalb wird mein Outfit auch von dieser Farbe geprägt sein.

Mein Blog wird überwiegend von meiner Transformation zur Bikini-Athletin berichten. Anmerkung: Ich habe bereits einmal als Athletin auf der Bühne gestanden. Das war in den 80ern in der Bodybuilding Klasse. Es gab damals nur die. Da ich da wie ein Lauch zwischen den anderen gestanden bin, habe ich gewechselt und bin Kraft-Drei-Kämpferin geworden. Bis zu der Geburt meiner ältesten Tochter habe ich in dieser Disziplin einige Jahre an Wettkämpfen teilgenommen.

Aber, und das ist mir sehr wichtig hier mitzuteilen: Mag zwar die äußerliche Transformation ein Teil dieses Weges sein, so geht es mir vor allem um die Veränderungen in mir, die dafür notwendig sind um diesem Weg zu gehen. Und zwar mit Freude, Spaß und Begeisterung, denn das ist es, was ich leider bei vielen Athletinnen vermisse. Ich möchte hier jedoch keine Vorwürfe machen, denn wer nicht um die Wirkmechanismen unseres Gehirn, allem voran um das Belohnungszentrum weiß, der wird auch nicht verstehen, wie ihm geschieht. Ich werde  über mein Training, meine Ernährung, meine mentalen Werkzeuge berichten, aber auch darüber, warum ein Wettkampf nur Teil des Weges sein sollte und nicht das Ziel. Für mich ist es eine Zwischenstation auf einer Reise, die mir dazu verhilft Erfahrungen und Kenntnisse zu sammeln. Somit also Mittel zum Zweck. Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich heute sehr von meinem Alter profitiere, denn mit 20 habe ich das ganz anders gesehen. So kann ich vielleicht einigen dazu verhelfen, sich besser zu verstehen und liebevoller mit sich umzugehen.

Das ist es was ich heute sagen wollte. Mehr dann morgen. Ich möchte jetzt jeden Tag einen Beitrag posten und wenn die Zeit nicht langt, dann zumindest aufzeigen, was ich gegessen habe. Ich habe die letzten Wochen schon ein bisschen im Defizit gegessen, aber nicht ausschließlich. Doch ab Mittwoch beginnt für mich meine offizielle Wettkampfvorbereitung und somit wird sich auch in meiner Ernährung noch etwas ändern. Aber halt, nicht der Klassiker. Ich komme aus der roh/veganen Ernährungsszene. Diesen Weg habe ich vor fast 24 Jahren beschritten, und in den letzten Monaten entgültig verlassen.

Ich ernähre mich also nicht mehr ausschließlich roh, auch nicht mehr ausschließlich vegan, wenngleich ich vieles, was ich auch heute noch für gut befinde in meine Ernährung integriert habe. Dazu zählen Sprossen, Gemüsesafte, Salate und noch einiges mehr, was ich hier aufzeigen werde. Und um gleich einen guten Anfang zu machen, das gab es heute zu essen:

Frühstück: Saft einer Grapefrucht, Orange, Zitrone, ein Stück Ananas vermixt mit 30 g Bio Whey-Protein. Danach 1 Banane. (Anmerkung: Obst habe ich in den letzten Monate fast überhaupt nicht gegessen)

Zwischenmahlzeit: Magerquark mit Mandelmus und Stevia-Flavdrops, 2 Stück 99 % Schokolade. Eine Ecke Proteinpfannkuchen von Karsten probiert.

Zwischenmahlzeit: ein kleines Stück Tiramisu meiner Tochter probiert.

Abendessen: 350 ml Gemüsesaft frisch gepresse aus Stangensellerie, Fenchel, rote Beete, Möhre, etwas Apfel. Danach einen Salat aus Feldsalat, Zwiebel und Paprika mit ganz viel Sprossen. Heute Bockhornklee, schwarze und braune LInsen. Dazu zwei Scheiben Chia-Dinkelbrot, eine davon mit Avocado.

2032 kcal – 165 g Protein – 189 g Kohlenhydrate – 66 g Fett.

Da ich mir selbst eine Woche trainingsfrei auferlegt hatte, kein Training, aber etwas Streching, Blackroll und Posing und einen schönen Spaziergang gab es dennoch.

Liebe Grüße an euch

Eure Petra

Deshalb macht Schokolade nicht glücklich

Oder präziser, Schokolade ist keine Lösung sondern lässt uns den Schmerz vergessen, aber leider auch unser Ziel, welches meistens noch in der Zukunft liegt.

Die Tage sprach ich davon, dass dieser Schmerz auf dem Markt zu stehen in diesem Jahr sehr schlimm ist, vor allem weil mir die Kälte und Nässe in diesem Winter extrem zu schaffen macht. Auch das mit dem mitten in der Nacht aufstehen hat schon besser geklappt. Nun könnte ich ja einfach liegenbleiben und den Markt – Markt sein lassen. Doch der Preis, den ich dafür zahlen müsste, wäre kein Einkommen mehr zu haben. Also stehe ich auf und leide, zumindest ein bisschen, denn leider bin ich Mentaltrainerin. Leider? Ja, manchmal würde ich auch gerne einfach nur Jammern und Klagen. Aber ich weiß es ja besser. Ich kann an dieser Situation ja etwas ändern. Was ich ja auch schon getan habe, doch dann hat das vermeindliche Schicksal, dass es in meinem Modell von Welt nicht gibt zugeschlagen.

Für mich gibt es nur Ursache und Wirkung und das Schicksal, wie wir es nennen, ist für mich die Wirkung auf eine Ursache, die ich in der Vergangenheit gesetzt habe. Fakt ist, ich habe zur Zeit nicht den finanziellen Spielrahmen, um mir die Marktzeit zu verkürzen oder eben auch einmal frei zu nehmen. Das zu verändern hat bis vor kurzem für mich Schmerz bedeutet, weil ich dafür einiges loslassen und einiges neu angehen musste.

Praktisch wieder ganz bei Null anfangen, und da dieses bei Null anfangen nicht das erste Mal ist, habe ich mich damit schwer getan denn es war ja ganz gut, so wie es war. Ab und zu mal ein Coaching geben, und den Rest auf ein anderes Mal verschieben.

Das was passiert war, hat mich sehr heftig erwischt und aus einer Abwärtsspirale herauszukommen ist immer eine Herausforderung.

Dabei lief alles so gut an die letzten Jahre, denn immerhin hatte ich schon einmal alles verloren und mich wieder aufgestellt. Doch diesmal traf es mich abermals heftig und ich kam einfach nicht mehr in meine Kraft.

Schlussendlich hat die Entscheidung als Bikini Athletin auf die Bühne zu gehen alles verändert. Das hätte ich mir nicht vorstellen können. Aber mein Wunsch ist so groß, dass ich bereit bin jetzt endlich die erforderlichen Schritte zu tun, die notwendig sind, mir den Freiraum zu schaffen, einerseits auf die Bühne zu gehen, aber andererseits auch wieder mehr in meinem Beruf zu arbeiten. Ich habe da auch einen Plan, denn es muss nicht immer heißen entweder oder, sondern es gibt auch ein sowohl als auch. Dieser große Schritt, dieser Bereich, der mich unfassbar viel Kraft gekostet hat liegt im privaten Bereich. Und wie sicherlich einige von euch wissen, sind gerade Familienangelegenheiten und Beziehungen oft sehr emotionale Herausforderungen, die einen Menschen schon zu Fall bringen können.

Die gute Nachricht, ich habe gesiegt und das Leben hilft mir dabei, weil der Schmerz alles beim Alten zu belassen mittlerweile größer geworden ist, als neue Wege zu gehen. Und das ist gut so, wenn auch nicht unbedingt angenehm. Wenngleich ich zugeben muss, jetzt wo ich in der Spur bin und begonnen habe, die Weichen neu zu stellen ist es schon einfach geworden.

Vielleicht spreche ich etwas in Rätseln, das liegt daran, dass ich noch unschlüssig bin, wie offen ich über bestimmte Dinge schreiben möchte wo außer mir noch andere Personen beteiligt sind. Da bin ich noch am überlegen.

Achso, beinahe hätte ich es vergessen, was hat das jetzt mit Schokolade zu tun. Ganz einfach, wenn ich das Ziel habe meine Figur zu optimieren, dann braucht das seine Zeit und das Endergebnis liegt in der Zukunft. Die Schokolade aber direkt vor mir und die Vorstellung auf diesen leckeren zarten Schmelz, der mich für einen kurzen Augenblick alles vergessen lässt verzichten zu müssen ist sehr groß und was tue ich dann? Nun ganz ehrlich, ich tue mal das eine, mal das andere. Es sollte nur nicht zur Gewohnheit werden. Denn ständiger Verzicht, führt zu Dogmatismus und Verbitterung, aber immer nachgeben, wird mich mein Ziel nicht erreichen lassen.

Euch allen eine schöne Zeit

Eure Petra

Sind wir nicht alle ein bisschen Cinderella

Als Kind wollte ich an Fasching immer ein Indianer sein, und auch später kann ich nicht wirklich von mir behaupten den Prinzessinen Look gelebt zu haben. Heute bin ich ein Mensch der die Natur liebt, sich einfach ernährt, einfach und bequem kleidet und meistens Sportkleidung an hat. Schminken kommt für mich nurzu bestimmten Anlässen in Frage, von Nagellack und gekonnten Frisuren brauchen wir schon einmal überhaupt nicht anzufangen. Ich bin kein Modepüppchen. Und alleine dieser Satz hat irgendwie schon einen negativen Subtext. Was fast schon ein sicheres Zeichen dafür ist, dass ich da einen Schatten in mir habe, der beachtet und gelebt werden möchte.

Ich liebäugele ja schon seit einiger Zeit damit als Bikini Athletin auf die Bühne zu gehen, aber dieses ganze „Tingeltangel“ und „Drumherumgehabe“ hat mich doch sehr abgeschreckt. Doch dann kam die große Erkenntnis. Gemessen an meinen Erfolgen und Leistungen der vergangenen Jahre komme ich leider überhaupt nicht mehr in meine Kraft und Stärke wie ich es von mir kenne und auch gewohnt bin. Die meiste Zeit meines Lebens war ich eine Kämpferin und leider kam da die Prinzessin, die auch in mir ist zu kurz. Wir leben in einer Welt der Polarität und möchten aber immer nur gerne die gute Seite haben. Gesundheit, Schönheit, Reichtum, Frieden, Sonne, schönes Wetter usw. Wir wollen die Krankheit, die Häßlichkeit, die Armut, den Krieg, den Regen, ja noch nicht einmal ein bisschen schlechtes Wetter nicht haben.

Ich als Mentaltrainerin weiß aber, dass da so nicht geht. Das eine wächst im Schatten immer mit. Gerade im Bereich Gesundheit habe ich da sehr schlimm Lerngeld zahlen müssen, weil ich mich mit meiner Lebensweise glaubte über die Krankheit erheben zu können, ja sogar andere Menschen verurteilt habe, weil sie sich nicht richtig um ihre Gesundheit gekümmert haben.

Dieser kleine Schwank ins Mentaltraining soll heute aber reichen. Zurück zu Cinderella. Ich bin bereit, sie frei zu lassen. Sie hat es verdient zu leben und genau deshalb habe ich mich heute auch riesig gefreut, als meine Posing Schuhe geliefert worden. Leider etwas zu groß, wie unten auf dem Foto zu sehen ist. Was die Fotos angeht, so werde ich erst nach den Feiertagen dazu kommen, das anders hinzubekommen. Hauptsache ich blogge und gut. Wie gehabt, geht der Text unter dem Foto  weiter.

Jetzt kann ich endlich das Posing mit hohen Schuhe üben. Das macht sogar richtig Spaß. Leider muss ich mich kurz davon trennen, weil sie eben etwas zu groß sind. Irgendwie haben diese Schuhe etwas magisches für mich, denn wenn auch nicht aus Glas, so sehen sie zumindest so aus und erinneren mich deshalb an Cinderella. Und genau das meine ich mit dem Titel: Sind wir nicht alle ein bisschen Cinderella. Ich bin davon überzeugt, dass in jedem von uns Anteile sind, die unterdrückt werden, die nicht gesehen werden wollen und da macht es Sinn einmal genauer hinzuschauen. Wer sich jetzt fragt, wie das denn mit der Krankheit aussieht? Ich habe gelernt meine Gesundheit wertzuschätzen und behalte die Krankheit immer im Auge. Ich weiß, sie ist da und hat auch ihre Berechtigung, denn manchmal trägt sie dazu bei, dass ein Mensch mit ihrer Hilfe sein Leben grundlegend verändert und dadurch verbessert. In diesem Sinne bis zum nächsten Mal und sorry, mein Beitrag über den Schmerz als Antreiber folgt noch.

Liebe Grüße Eure Petra

Wie oft am Tag verkaufst du dir ein schlechtes Gefühl?

Heute früh bin ich echt super gut drauf aufgewacht, und das obwohl ich meine Stunden an Schlaf leider wieder nur an einer Hand abzählen konnte, und dann verkaufte mir meiner innerer Kritiker doch tatsächlich ein so mieses Gefühl, dass sich nicht nur meine gute Laune in Luft auflöste, sondern mein ganzer Tag hinüber zu sein schien. Was war passiert? Ich habe ja vor einer Woche damit begonnen in ein Defizit zu gehen, was zunächst dazu geführt hat, dass ich am Sonntag 1,5 kg weniger gewogen habe, obwohl ich wirklich derzeit überhaupt nicht vorbildlich esse. Zumindest für meine Verhältnisse, aber ich esse nicht jeden Tag die gleiche Kalorienanzahl, weil ich an Markttagen einfach mehr essen muss. Ich ertrage dieses Jahr die Kälte überhaupt nicht, was auch kein Dauerzustand mehr ist, doch sehr zweckmäßig, denn Schmerz ist immer ein guter Antreiber.

Doch darum soll es jetzt nicht gehen. Es geht darum, dass heute eigentlich Wiegetag war und ich das hätte nicht tun sollen, denn es war gestern Markttag und nach diesen Tagen, besondern jetzt in der Kälte und dem langen Stehen und dem vielen Essen, wiege ich meist mehr und vor allem leidet meine Beinform darunter. Einen Tag später ist das wieder alles in Ordnung.

Was habe ich getan, mich gewogen und im Spiegel angeschaut und im Grunde war alles wie immer, was mir auch keine Probleme bereitet, doch heute hat sich dieser innere Kritiker, der es im Grunde ja nur gut mit mir meint im Spiegel versteckt und mir gesagt, dass ich „Sch…..“ aussehe. Und im Nu lief in meinem Kopf ein Verkaufsdialog ab. „Was musstest du auch gestern nach dem Markt wieder gleich Schokolade und Proteinbrownies essen, statt deine Powersuppe? Und dann noch diese zwei Brezel? So kann das alles nichts werden“ – Ich halte dagegen: „Das ist meine Sache, es ist kalt und ich bin genervt, meine Füße tun weh, weil ich die mega teuren, supershönen Schuhe, die eigentlich bequem sind eine Nummer zu klein gekauft habe, um darin zwei paar Socken anzuziehen, damit ich keine kalten Füße bekomme. Ich liege außerdem immer noch in meinen Kalorienbereich, die Wochenbilanz ist ganz genauso wie ich es geplant habe und meine Ernährung ist im Schnitt so gesund, wie es besser nicht sein kann. Und was heißt überhaupt alles?“

Und so weiter und so weiter. Doch es half nichts, ich habe zunächst nicht den Abschluß gemacht, sondern ließ mir von meinem inneren Kritiker etwas verkaufen, was ich nicht haben wollte. Ihr kennt das bestimmt, wenn man sich hat etwas aufschwatzen lassen und sich dann daheim ärgert.

Bei Ware kann man diese zurückgeben, bei einem Seminar oder ähnlichem muss man auch schon mal in den saueren Apfel beißen und den Preis bezahlen, selbst wenn man dann nicht hingeht und wenn es nur deshalb ist, weil man das Gesicht des Seminarleiters dafür nicht ertragen muss. Doch wie ist das mit einem negativen Gefühl? Kann ich das auch zurückgeben? Ja. Und genau das habe ich getan. Ich habe bemerkt, dass meine Laune in den Keller gerutscht ist und habe mich gefragt, was ich denn gerade gemacht, gesagt oder gedacht habe. Da war schnell klar, was passiert ist und ich habe STOP gerufen, und meinem Kritiker mitgeteilt, dass ich mir das jetzt nicht so einfach ungeprüft verkaufen lasse. Und nach einigem hin und her in meinem inneren Verkaufsdialog, habe ich den Abschluß gemacht und konnte meinen Tag mit einem guten Gefühl weiter in Angriff nehmen. Und wie ist es bei dir? Wer macht den Abschluß, wenn es darum geht sich selbst ein gutes oder schlechtes Gefühl zu verkaufen? Übrigens ist das gerade sehr gut, dass ich an Markttagen so leider, wirklich sehr gut. Warum? Darüber schreibe ich morgen.

Dir einen schönen Tag und liebe Grüße

Petra

Über Begeisterung und Gewohnheiten

Schreiben ist für mich eine Passion, ebenso wie Krafttraining und dennoch habe ich gestern festgestellt, dass mir  das Schreiben nicht so gut gelingt, wie es normal der Fall ist. Vielleicht liegt es daran, dass ich solange damit ausgesetzt habe, vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass ich diese Begeisterung und Freude am Leben, die ich in mir trage nicht mehr so zum Ausdruck bringen kann. So habe ich mir gestern ganz explizit die Frage gestellt, woran das wohl liegen kann? Mir ist klar und gerade gestern war das sehr offensichtlich, dass nichts im Außen daran etwas ändern kann. Es liegt an mir, in mir. Das ist eine Einstellungssache.

Ich tippe hier zwar Wörter in die Tasten, doch ich spüre, dass das nicht das ist, was ich eigentlich zum Ausdruck bringen möchte. Voller Entsetzen stelle ich fest, dass ich zu einem Menschen geworden bin, der ich nicht sein möchte. Das mag sich jetzt zwar schlimm anhören und jene die täglich mit mir zu tun haben, werden dies auch nicht verstehen können. Doch ich habe mir Verhaltensmuster angewöhnt, die sicherlich vor langer Zeit einmal notwendig waren, um zu überleben, um das Leben, die Umstände in denen ich mich befunden habe zu meistern. Doch jetzt sind sie nicht mehr sinnvoll und von großem Nutzen für mich. Leider sind auch Verhaltensmuster Gewohnheiten, wie Rauchen oder zuviel Essen. Weiterhin habe ich auch über die Jahre viele Lehrer und Trainer gehabt, die mich mehr auf meine Schwächen, denn auf meine Stärke hingewiesen haben, was dazu geführt hat, dass mein Fokus eben mehr bei diesen Schwächen lag. Sehr fatal.

Ein Trainer sollte die Stärken erkennen und fördern, denn wir müssen nun einmal nicht alles können. Andere wiederum wollten einfach nur Umsatz machen und ich in meiner Naivität und auf der Suche nach einer schnellen Lösung bin den vielversprechenden Aussagen auf den Leim gegangen. Auch das hatte seine Preis. Nichts geht von heute auf morgen und im Grunde weiß ich das sehr gut. Doch aufgrund der Umstände in denen ich mich befunden habe, hatte ich Druck und wollte das Blatt schnell wenden. Jetzt gehe ich einiges anders an. Allerdings gibt es da noch einen Faktor, den zu verändern ich mich doch noch sehr schwer tue. Wir werden leider zu den Menschen, mit denen wir uns umgeben und wenngleich der Kreis dieser Menschen bei mir sehr überschaubar ist, so  habe ich mich gerade in den letzten Jahren sehr von mir entfernt. Mit meinem Körper fühle ich mich wieder sehr wohl, der schnurrt wie ein Kätzchen oder wie ein perfekt laufender Motor. Er nimmt ab, wie ich will, nimmt zu, wie ich will und jetzt geht er bereitwillig mit mir den Weg wieder ein paar Kilo nach unten. Ich nähre ihn dafür gut und trainiere. Fertig. Mit dem Schlaf kann es noch besser werden. Da läuft es mal mehr mal weniger gut, was aber vor allem daran liegt, dass ich ähnlich wie ein Schichtarbeiter keinen Rhytmus habe. Auch daran arbeite ich.

Ich mit Menschen zusammen, die nicht vor Lebenfreude sprudeln und ohne es zu bemerken, habe ich mir da ein paar Verhaltensmuster übergestülpt, die mit mir überhaupt nichts zu tun haben. Das zu ändern ist ebenfalls wieder das Aufgeben von Gewohnheiten und das Erlernen von neuem. Da ich gerade ständig ein anderes Auto fahre, unter anderen auch einen Automatikwagen, muss ich mich permanent umstellen, und auch wenn ich mich sogar nach und nach an die verschiedenen Fahrzeuge gewöhne, ist es nicht das Gefühl, dass ich mit meinem eigenen Auto hatte. Und genauso geht es mir gerade in meinem Leben. Ich befinde mich gerade in allen Lebensbereichen in Veränderungsprozessen und fühle mich nirgendwo so richtig angekommen, aber das alte geht halt auch nicht mehr.

Und da habe auch ich als Trainer Phasen, wo ich einfach keine Lust mehr habe, nicht mehr weitermachen möchte, mir dieses sich ewige Verändern müssen dermaßen aus dem Hals raus kommt, dass ich am liebsten alles in die Ecke werfen würde. Leider geht das nicht, zumindest für mich nicht.

Ich habe auch keine Ahnung, ob das Sinn macht dies hier niederzuschreiben, ich tue es dennoch, ich sehe es als eine Verpflichtung mir selbst gegenüber. Und vielleicht profitiert der ein oder andere Leser ja irgendwann mal davon.

Einen schönen Tag eure Petra

Diät Start – Meine Test Diät

So, gestern habe ich also meine Test Diät gestartet. Im Grunde ist das überhaupt keine richtige Diät, sondern ein weiteres Experiment. Um mir meinen Wunsch zu erfüllen, mit den gläserenen Schuhen und einem atemberaubendem Bikini auf der Bühne zu stehen, möchte ich nicht das tun, was fast alle Bikini Athletinen tun. LEIDEN. Ich bin davon überzeugt, dass dies nicht sein muss. Und ich habe gerade was meine Beine betrifft jetzt nicht die besten Voraussetzungen, wenngleich das einmal anders war. Doch auch hier bin ich überzeugt, dass das wird. Und zwar mit richtigem Training und gutem Essen. Auf jeden Fall nicht mit hungern. (Meine Beine haben leider den Preis zu zahlen, dass ich so viele Jahre eiweiß- und kollagenarm gelebt habe)

Ich habe in den letzten 5 Monaten 7,5 kg gewollt zugenommen bzw. aufgebaut, denn da ist nicht nur Fett dazugekommen, sondern auch Muskeln. Mein Ziel war es bis max. 65 kg hochzugehen und das habe ich jetzt erreicht. Doch der Hauptgrund war eigentlich mein Kopfkino wieder in Ordnung zu bringen. Ich hatte eine Vorstellung von gesunder, ethischer Ernährung mit der mein Körper leider nicht komfort ging. Das zu ändern war nicht einfach für mich.

Und in der Tat ist es mir gelungen in den letzten 5 Monaten den entgültigen Schlußstrich unter meine Ernährungsvorstellungen zu ziehen. Und jetzt? Jetzt starte ich mein Experiment so auszusehen, dass ich mich wohlfühle, gesund bin und auch gesund aussehe und dann auf die Bühne zu gehen, nicht um zu gewinnen, dass wird wohl mit meinen dann 53 nicht möglich sein, da muss ich schon realistisch sein.

Ich tue es ja auch nicht des gewinnens wegen, sondern weil ich Spaß daran habe. Das Denken rund um den Körper verändert sich sowieso mit jedem Jahr an Erfahrung, welches dazu kommt. Ich bin aber auch der Meinung, dass Frau sehr viel mehr aus sich rausholen kann, auf natürlichem Weg, als die meisten wissen und auch glauben. Und das ist Teil 2 meines Vorhabens. Zeit meines Lebens arbeite ich als Trainer, und auch wenn ich die letzten Jahre mehr im Persönlichkeits- und Mentaltrainingsbereich tätig war, so ist Fitness und Ernährung meine Passion. Schon immer, so lange ich denken kann. Immerhin trainiere ich ja auch schon seit fast 30 Jahren, 15 Jahre davon im eigenen Studio. Nicht immer mit der Intensität, wie seit ein paar Monaten wieder, aber das Eisen ist meine große Leidenschaft und ihr bin ich immer treu geblieben.

Und genau in diesem Bereich möchte ich jetzt wieder verstärkt arbeiten. Zumal ich selbst ja die Erfahrung machen musste/durfte, was es heißt, wenn gesunde Ernährung krank und dick macht. Aber das ist jetzt auch schon wieder ein anderes Thema. Ich bin also auf Kurs, Körperfett wieder etwas runter fahren und deshalb wird es jetzt die Tage auch endlich mit den Videos losgehen. Ich verpflichte mich jetzt einfach einmal hier. Einfach reinhüpfen und anfangen. Wer aktuelle Fotos sehen möchte einfach bei Instagram reinschauen.

https://www.instagram.com/die_transformalistin/ 

So weit wieder für heute, ich hoffe, ich habe bald meine Blogroutine wieder gefunden.

Liebe Grüße Eure Petra

So wirst du ein Gewinner und bekommst die Figur, die du dir wünscht

Heute konnte ich einen riesigen Haken auf meiner Zwischenziel-Liste machen. Ich habe das erst Mal seit langer, langer Zeit wieder 60 kg im Kreuzheben gehoben. Ich hatte noch einen Satz und dachte mir,  jetzt packe es einfach drauf und ziehe sie 5x. Gesagt und getan. Und es war noch etwas Luft, doch ich hatte diese Vereinbarung mit meinem Körper und daran habe ich mich auch gehalten. Will heißen, die 60 kg werden ab sofort meine Trainingssätze werden.

Weitere Zwischenziele sind die 60 kg in den Kniebeugen, was eigentich schon drin sein müsste, doch ich merke, da muss ich noch weiter Mentaltraining machen, da mir meine Schulter, die einmal einfroren war (frozen shoulder) immer noch mehr weh tut, als die Beine. Mit 50 kg arbeite ich schon 8-10 er Wiederholungen. Zum Jahresanfang bin ich jedoch überhaupt nicht unter die Stange gekommen, so verzogen und steif war meine Schulter und ich hätte vor Schmerz aufschreien können.

Gleiches gilt für die Klimmzüge. Da stehe ich auch kurz davor meinen ersten alleine, ohne Klimmzugmaschine, zu schaffen. Warum sind solche Ziele wichtig? Da ich mich gerade etwas im Aufbau befinde, also bewusst zunehme, muss ich mir andere Ziele setzen, damit ich mich nicht von der Waage irritieren lasse. Heute hatte ich den Mut, mich draufzustellen und in der Tat habe ich seit Sommeranfang fast 7 kg zugenommen, aber sicherlich auch einiges an Muskeln, denn meine Bauchmuskeln sind noch super sichtbar. Ich muss jedoch zugeben, dass ich gerade in den letzten Monaten mein Training wieder richtig angegangen bin und es optimiert habe. Und da ich schon einmal sehr aktiv in diesem Sport war, hat sich mein Körper erinnert. Hinzu kommt die Steigerung meines Eiweißes. Zuvor habe ich ja fast nie die 60 g erreicht und jetzt liege ich zwischen 120-170 g pro Tag. Somit ist heute auch endlich die Entscheidung gefallen, ich gehe jetzt ganz langsam ins Defizit. Sehr langsam deshalb, weil ich meine hart erarbeiteten Muskeln nicht wieder verlieren will. Wenngleich beim Abnehmen natürlich immer etwas Muskeln verloren gehen. Ich weiß auch noch nicht genau, wie tief ich jetzt runter gehe. Das werde ich im Verlauf entscheiden. Nachfolgend mein Eintrag von heute bei Instagram. Sorry, bin immer noch nicht dazu gekommen, das mit der Bildgröße hinzubekommen. Text geht nach dem Bild weiter.

Wie belohne ich mich jetzt für dieses Zwischenziel? Ich denke, ich kaufe mir eine neue Trainingshose. Ich weiß noch nicht genau, ich werde berichten. Eine neue Hose zu kaufen mag vielleicht nichts besonderes sein, doch für mich als Minimalistin schon, denn dafür muss eine alte gehen. Doch zurück zu meiner Überschrift. Es ist total wichtig, sich immer wieder Zwischenziele zu setzen, sonst bleibt man auf der Strecke. Denn die Freude über das erreichte Ziel liegt noch zu weit in der Zukunft und der Schmerz jetzt ins Training gehen zu müssen oder auf etwas leckeres beim Essen zu verzichten, der will jetzt sofort beseitigt werden. Und sobald ein Zwischenziel erreicht ist wirkt sich das auf unseren Hormonhaushalt aus und Serotonin wird ausgeschüttet, und noch einige andere Botenstoffe mehr. Und das ist wirklich ein sehr gutes Gefühl.

Und schwupp die wupp ist wieder ein Beitrag geschrieben. Ich habe mir überlegt, dass ich so wie früher ja auch wieder meine Ernährung hier mit einfügen könnte? Ich habe jetzt zwar meine App, aber so kann ich euch an meinem Essverhalten teilhaben lassen. Ich denke auf jeden Fall darüber nach. Bei YouTube wird es ja sowieso Vlogs mit full days of eating geben.

Also dann habt noch einen schönen Tag

Eure Petra

 

Bikini Athletin – Eine Entscheidung mit Folgen

Ich hatte wirklich keine Ahnung, was alles auf mich zukommen wird, als ich mich im Frühjahr dazu entschieden habe mein Training und meine Ernährung zu optimieren, mit dem Ziel als Athletin auf der Bühne zu stehen.

Eine Umstellung von Ernährung und Training hatte ich einkalkuliert. Und auch wenn ich diesen Weg zunächst roh und vegan gehen wollte, war sehr schnell klar, dass dies nicht durchführsein wird. Neben dem Gewichtsverlust, fing nach einiger Zeit mein Darm an so dermaßen zu rebellieren, dass ich noch nicht einmal mehr gekochtes Gemüse essen konnte. Über Wochen konnte ich nur Brot, Ei und Butter essen. Mir standen die Haare zu Berge, ich heulte meiner Rohkost hinterher und fühlte mich schrecklich. Das Leben erteilte mir wieder einmal eine Lektion. Auch hierüber schreibe ich noch ausführlich in meiner Serie, warum vegane Ernährung für mich keinen Sinn mehr macht.

Womit ich jedoch in keiner Weise gerechnet hatte war, dass ich mein Privatleben, meinen Beruf, meine Beziehung und sogar meine Werte völlig auf den Kopf stellen musste. Doch es half nichts, der Wunsch diesen Weg zu gehen ist so stark, das er mir schlussendlich dazu verhelfen wird, mein gesamtes Leben dahingehend zu verändern, dass es mir danach in vielerlei Hinsicht besser gehen wird. Die Vermutung liegt zumindest mal nahe.

Die Herausforderungen, die sich mir hier vor allem mental stellen, waren nicht vorhersehbar. Und gerade heute ist mir das wieder einmal sehr bewusst geworden, was dazu geführt hat, dass ich sehr traurig war, fast den ganzen Tag. Doch das ist in Ordnung, habe ich doch früher Trauer nicht wirklich zugelassen, weil ich Angst vor diesem Gefühl hatte. Und auch wenn ich heute geniale Werkzeuge habe, die mir dazu verhelfen Emotionen zu verändern, so macht es manchmal doch Sinn, sie für eine Weile zu lassen und anzunehmen.

Wenn ich ehrlich bin, wäre ich beinahe ohne Bloggen ins Bett gegangen. Doch wie schrieb ich so schön. Es macht Sinn die guten Vorsätze schon im alten Jahr zu beginnen. Und wenn ich 2018 jeden Tag bloggen möchte, muss ich bis dahin schon ein wenig geübt sein.

Das soll es für heute gewesen sein, wenngleich ich viel geschrieben habe, ohne wirklich was zu sagen. Ich könnte aber auch sagen, dass ein Weihnachtsbaum ohne Lichter und Lametta nun einmal kein Weihnachtsbaum ist. Und so ist ein Blog ohne Erzählungen keine wirklicher Blog.

Also dann, eine schöne Woche und bis bald

Eure Petra