Schlafstörungen – jetzt reicht es echt

Ich mag ja schon überhaupt nicht mehr darüber schreiben, aber ich tue es trotzdem auch für mich, für den Fall, dass ich es wieder einmal vergesse, wie wichtig es ist, immer das ganze Bild im Auge zu behalten, statt nur Details. Die letzte Nacht war Horror. Insgesamt war ich natürlich aufgrund des Geburtstags und auch des abendlichen Essensgehens etwas reizüberflutet, was für mich als Hochsensible ja immer etwas kritisch ist. Weiterhin reagiere ich oft auf auswärts essen, da ich daheim eben anders esse und koche. Auch hier Misses Sensibel. Aber gut, damit habe ich mich ja abgefunden. So war das Einschlafen schon eine Katastrophe für sich, und dann bin ich stündlich aufgewacht und ab halb drei ging dann überhaupt nichts mehr. Ende, aus die Maus. Ich habe die Zeit genutzt um mir kluge Fragen zu stellen und Mentaltraining gemacht. Irgendwann bin ich dann wieder unruhig eingeschlafen, immer wieder mal wach gewesen, doch so konnte ich zumindest den Körper etwas ruhen lassen. Ich bin heute früh auch länger liegengeblieben und ich war trainieren.

Meine Stimmung war heute allerdings im Keller, doch da ich mir kluge Fragen gestellt hatte, bekam ich auch kluge Antworten und ich habe doch in der Tat vergessen eine der wichtigsten Aminosäuren im Auge zu behalten Thryptophan. Da ich mich ja eher in die vegetarische Abteilung packen kann, viel Quark und Whey Protein, habe ich natürlich kaum Fisch und so gut wie kein Fleisch gegessen. Dennoch wiegte ich mich in Sicherheit, und wäre niemals auf einen Serotoninmangel gekommen. Immerhin hatte ich da ja schon öfter mit zu tun. So habe ich in meinen Unterlagen/Büchern kurz nachgeschlagen und mir anschließend die flache Hand an die Stirn geschlagen.

Als nächstes habe ich mich auf die Suche nach 5-HTP gemacht und ich bin gespannt, wie sich das jetzt entwickelt. Ich werde dann etwas genauer berichten, aber erst muss ich einmal sicher gehen, dass das jetzt auch funktioniert. Das mit dem Schlafen. In diesem Sinne – drückt mir die Daumen.

Liebe Grüße Petra

P.S. Es fällt mir immer noch schwer Tier zu essen.

Kraftzuwachs trotz doppeltem Defizit – Ich bin ein Carb Girl

Ich hatte heute mega Power im Training und das hat mich gewundert. Und es war ein Beintraining mit vielen Kniebeugen, was meine Verwunderung noch einmal vergrößert. Denn mein Schlaf war zwar etwas besser als vor dem Markt, aber ich bin schlecht eingeschlafen und mehrfach wach gewesen. Dennoch lief das Training top, was mir aufgezeigt hat, wie gut Kohlenhydrate für mich sind. Ich sehe es deshalb auch nicht ein auf diese zu verzichten, da kann jeder sagen was er will. Und es muss auch jeder herausfinden, was für ihn passt. Generell bin ich jedoch der Meinung, dass, wenn überhaupt Lowcarb von Männern leichter/besser durchzuführen ist. Dann sollen die das auch machen. Und klar nehmen Frauen damit auch super gut ab, doch viele bekommen Probleme mit der Schilddrüse, und dann ist es auch schon wieder vorbei mit dem Abnehmen. Doch ich merke gerade, dass ich zu tief in ein Thema rutsche über das ich heute überhaupt nicht schreiben möchte.

Meine jüngste Tochter ist heute 20 Jahre alt. Das wird gefeiert. Ich bin wieder einmal erstaunt darüber, wie schnell die Zeit vergeht. Heute also auch wieder nur ein kurzer Beitrag. Habt eine schöne Zeit

liebe Grüße Petra

Und noch einmal Schlafstörungen

Es ist doch nicht zu fassen, wieder ein Markttag an dem ich so gut wie nicht geschlafen habe. Ich dachte jetzt wirklich es wird besser. Pustekuchen. Dennoch habe ich hervorragende Leistung gebracht auf dem Markt, wir haben super gut verkauft und trotz des schlechten Wetters sind wir gerade noch rechtzeitig heimgekommen, bevor alles zugeschneit war.

Doch das unfassbarste überhaupt, ich hätte eigentlich total müde ins Bett fallen müssen und genau das bin ich nicht. Es tun sich wieder einmal ??? über meinen Kopf auf. Mir ist klar, dass ich irgendetwas übersehe, doch aufgeben ist auch keine Option.

Ich brauche meinen Schlaf und ich werde mich von diesem Problem nicht davon abbringen lassen auf die Bühne zu gehen. Nächste Woche hab ich vor etwas in meiner Ernährung umzustellen, um mich noch besser in Form zu bringen, aber ein wichtiges Standbein ist der Schlaf.

Das soll es jetzt gewesen sein, denn ich muss mich jetzt um meinen Schlaf kümmern. Liebe Grüße Eure Petra

Heute möchte ich über Cellulite reden

Ich habe mir für dieses Jahr ein ganz besonderes Projekt vorgenommen. Ich glaube es gibt im Figurbereich kaum ein Thema, dass so oft vorkommt, über das schon so viel Mist geschrieben wurde, von den unnötigen Produkten mal ganz zu schweigen und von dem so viele Frauen betroffen sind. Cellulite.

Und mit betroffen meine ich auch genau das, denn die meisten Frauen sind damit nicht glücklich, wenngleich es auch einige gibt, die sich einfach damit abgefunden haben.

Ich musste auch die Erfahrung machen, obwohl ich viele Jahrezehnte meines Lebens davon befreit schien. Da ich aber glaube die Lösung gefunden zu haben, möchte ich darüber schreiben, dokumentieren und euch an meinen Erfahrungen teilhaben lassen.

Eines steht auf jeden Fall fest, es gibt dicke Frauen die haben keine Cellulite, wenngleich das auch selten vorkommt, aber es gibt sehr viele schlanke Frauen, die haben Cellulite und das wiederum kommt sehr oft vor. Die Theorie, dass dies etwas mit dem Körperfett zu tun hat hinkt also etwas, sonst dürfte es ja keine dicken Frauen ohne Cellulite geben. Es ist sogar so, dass es Frauen gibt, die haben einen definierten Oberkörper inkl. sichtbarer Bauchmuskeln und trotzdem Cellulite. Auch wenn ich jetzt nicht behaupten kann, oder möchte die Büchse der Pandora gefunden zu haben was das Thema Cellulite angeht, so gehöre ich auch zu den betroffenen und während meiner halbjährlichen Massephase ist sie auch bei mir wieder aufgetreten und sie war während meiner Diät unter rohveganer Rohkost auch nicht ganz weg. Fotos folgen.

Aber ich hatte sie schon weg und sie kam wieder. Es hat etwas gedauert, bis ich die Zusammenhänge erkannt habe und jetzt bin ich gespannt, wie gut ich das mit meinen fast 53 Jahren hinbekomme, um mit möglichst ansehlichem Bindegewebe auf die Bühne gehen zu können.

Gleich schon einmal vorneweg. Braungebraunt sieht die Haut besser aus, was jetzt jedoch nicht ein Freifahrtschein für stetigen Sonnenbankbesuch oder den Dauergebrauch von Bräunungscreme sein soll.

So weit einmal als Einstieg zu diesem Thema,.

Liebe Grüße Petra

Gleichgewicht

Die letzten Tage wurde mir wieder einmal bewusst, wie wichtig Gleichgewicht ist. Und zwar in allen Lebensbereichen. Denn in den letzten Tagen konnte ich wieder besser schlafen, was daran lag, dass ich einiges zurück ins Gleichgewicht gebracht habe. Ich habe weniger am Rechner gearbeitet, außer heute, da wäre es beinahe wieder entartet. Doch ich habe es gemerkt und muss mir nun doch einen Wecker stellen. Weiterhin habe ich mehr kcal gegessen und vor allem mehr Kohlenhydrate, vor allem in Form von Haferflocken. Ich habe diese einfach trocken aus der Tüte gegessen. Ich habe mein Training von schwer umgestellt auf weniger Gewicht, dafür mehr Wiederholungen und eine andere Strategie. Ich habe das Handy phasenweise ganz ausgemacht. Ich habe meine Einstellung verändert, siehe auch Beitrag hier. Ich habe mit meinem inneren Kritiker verhandelt und das Verkaufsgespräch gewonnen. Ich habe die letzten beiden Tage keine Kalorien getrackt. Ich habe mir genau überlegt, wo es Sinn macht „Nein“ zu sagen, statt „Ja“, obwohl ich Nein meine. Ich habe mir einige Kräuter besorgt und natürlich auch eingenommen. Und heute ist auch noch meine Yamswurzelcreme angekommen, die jetzt auch getestet wird.

Yamswurzelcreme? Ich bin immerhin fast 53 und mitten in den Wechseljahren. Ich komme damit sehr gut zu Recht, doch die Schlafstörungen sind u. a. auch mit eine Folge von einem zu niedrigen Progesteronspiegel. Da ich als Bio-Natur-Freak jedoch keine Chemie nehmen werde und mit meiner Ernährung, außer den Schlafstörungen die Wechseljahre gut im Griff habe, kommt jetzt diese Creme zum Einsatz. Ich werde berichten.

Doch zurück zum Gleichgewicht. Wenn das Pendel zu sehr in die eine Richtung ausgeschlagen hat, zuviel an Arbeit, zuviel Essen oder zuwenig Essen, zuviel Stress, zuviel von was auch immer, dann macht es Sinn, freiwilig, das Pendel erst einmal kurzfristig in die andere Richtung ausschlagen zu lassen. Ein Kurzurlaub, also Nichtstun. Weniger oder in meinem Fall eben mehr essen. Entspannung pur – Nichtstun. Weniger halt, damit sich unsere Speicher, auch die von Dopamin und GABA wieder füllen können. Und dann neu starten, wenn möglich im Gleichgewicht, den Weg der MItte eben.

Ganz wichtig: Wenn wir das nicht freiwillig tun, dann wird uns das Leben dazu zwingen. Mit einer satten Erkältung zum Beispiel oder Magenverstimmung oder einer Verletzung im Sport. Oder was auch immer. Hauptsache wir kommen zur Ruhe – ins Gleichgewicht.

Balance das fast schon „Unwort“ der heutigen Zeit. Dennoch ist Balance die Lösung für viele Probleme. Vor und zurück schaukeln. Freiwillig.

Liebe Grüße Petra

Achtung Alibi: Nicht gut genug

Kennst du das, du glaubst noch nicht gut genug zu sein und fängst deshalb nicht an das zu tun, was du eigentlich möchtest? Ich bin noch nicht schlank genug für diesen Bikini, ich bin noch nicht gut genug, um mich für diesen Job zu bewerben. Ich bin noch nicht gut genug, um mein Business zu starten, noch nicht gut genug, um auf die Bühne zu gehen, als Bikini Athletin, wie ich zum Beispiel. Nun kann es natürlich sein, dass du in der Tat noch nicht so weit bist, aber in der Regel und das erlebe ich bei meinen Kunden im Coaching und mir recht oft, ist das nicht so.

Ich habe deshalb für mich die Entscheidung getroffen, es zu tun, auch wenn ich noch nicht gut genug bin. Denn wenn ich nicht anfange, kann ich auch nicht besser werden, in was auch immer. Ich gehe auf die Bühne. Ich zeige mich schon jetzt halb nackt im Bikini, obwohl ich noch Makel habe, zumindest für mein Vorhaben. Ich stehe zu mir. Und das ist für mich ein großer Schritt, denn ich habe schon einmal besser ausgesehen, meine Form war in einem top Zustand. Doch das liegt lange zurück und spielt jetzt keine Rolle mehr. Außer für meinen inneren Kritiker, der mit dafür verantwortlich ist, dass genügend Dopamin ausgeschüttet wird, damit ich motiviert und leistungsfähig bin. Und genau das wird nicht passieren, wenn ich ihm gestatte bei mir Gehör zu finden.

Das Problem ist, dass ich bereits einmal sehr viel Dopamin ausgeschüttet habe, als ich schon einmal in Shape war und beim ersten Mal ist es eben immer am schönsten. Der erste Schuss sozusagen und alles was danach folgt ist nicht mehr so und das treibt uns dazu immer mehr zu wollen und zu tun. Ganz fatal wird es nach einem Scheitern. Ich kann da aus eigener Erfahrung sprechen. Bin ich doch Scheiter-Experte und habe das schon in allen Lebensbereichen erfahren. Da wieder rauszukommen ist ganz schön schwierig. Das nennt sich Looserfalle. Eben wegen der Dopamingeschichte im Gehirn. Natürlich spielen da noch andere Botenstoffe eine Rolle, aber ich führe diese wichtige jetzt nur einmal als Beispiel an. Und um eben genau dieses Scheitern zu vermeiden, ist das Alibi: „Ich bin nicht gut genug“ sehr willkommen. Schmerz vermeiden, statt Lust gewinnen. Aber nicht mit mir. Nicht mehr, denn eine Weile habe ich mich nicht mehr gewagt, raus zu kommen. Doch ich habe die Pause genutzt um emotional zu wachsen. Bewusstseinsarbeit ist auch Arbeit. Also Fazit für dich: Schaue, dass du mit dem „ich bin nicht gut genug“ nicht vielleicht unbewusst ein Alibi am Laufen hast, um dich vor Schmerz zu schützen. Wenn ja, dann tue es trotzdem, auch wenn du glaubst noch nicht gut genug zu sein.

Liebe Grüße Petra

Wertschätzung macht Sinn

Heute war also Markttag und es hat geregnet und gestürmt. Der Aufbau an sich war schon eine Herausforderung, aber die Vorstellung, dass dieses Wetter unsere Kunden davon abhalten könnte auf den Markt zu kommen, machte mir schon ein wenig Sorge. Denn wir garantieren unseren Kunden nicht nur Qualität, sondern auch Frische. Was habe ich getan, um diese Sorgen aus meinem Kopf zu vertreiben?

Ich habe mich bei jedem Kunden der kam bedankt, dass er trotz des Wetters zu uns gekommen ist. Karsten tat es mir gleich und siehe da, es kamen immer mehr Kunden. Dies wiederum führte dazu, dass ich immer mehr gerührt war von der Treue unserer Kunden, aber auch von den Menschen, die das erste Mal an unserem Stand waren und somit dem Markt insgesamt gleichfalls ihre Wertschätzung zum Ausdruck gebracht haben. Fazit: Wir haben nahezu alles verkauft, der Umsatz war sehr gut und wir waren an diesem Tag erfüllt von Freude. Warum? Weil der Fokus auf Wertschätzung lag und nicht etwa auf Sorgen, Frust und Ärger über das schlechte Wetter und die fehlenden Kunden.

Wichtig, diese Wertschätzung sollte von Herzen kommen, und nicht aufgesetzt sein. Das merkt dein Gegenüber. Das was der Mund sagt ist nicht entscheidend. Der Körper spricht immer mit und sicherlich hast du das selbst schon erfahren. Es fühlt sich dann einfach nicht stimmig, nicht ehrlich an, auch wenn dein Gegenüber noch so freundlich und nett tut.

In diesem Sinne, einen wunderschönen Tag und auch wenn es draußen stürmt, du kannst entscheiden, was du in deinem Herzen trägst.

Liebe Grüße Petra

Was haben Rauchen und gesunde Ernährung gemeinsam?

Der Raucher ist der Überzeugung, dass er die Zigarette braucht, um zu entspannen. Ich bin der Überzeugung, dass ich mich gesund ernähren sollte, um gesund und gut drauf zu sein. Beides sind Überzeugungen und dienen einem ganz bestimmten Zweck. Nun mag auf Dauer vielleicht das Rauchen krank machen und die Ernährung einen gesund erhalten, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass gesunde Ernährung sowohl krank, als auch dick machen kann. Das Rauchen jetzt im Rückschluß gesund erhält, möchte ich jetzt so nicht stehen lassen, aber es gibt durchaus Exemplare, die rauchen und nicht krank sind.

Enscheidend ist jedoch, dass es beides Überzeugungen sind. Und Überzeugungen mögen zwar manchmal gut sein, aber in der Regel grenzen sie ein. Für mich war das lange Zeit so, dass ich glaubte nur wenn ich 100 % roh essen, vegan und bio, dann tue ich das richtige. Habe ich dagegen verstoßen, so kann das ja fatale Folgen haben. Außerdem fühlte ich mich dann wie ein Versager. Das ist keine gute Einstellung. Heute esse ich roh, weil ich es einfach liebe, das zu tun. Aber es kann heute genauso gut sein, dass ich mit Freude und Begeisterung eine Brezel esse und das tut mir dann mehr gut, als unter Zwang nur roh zu essen. Zumindest habe ich das für mich herausgefunden.

Ein Raucher wird sich sicherlich nicht als Versager fühlen, wenn er mal nicht raucht. Spaß muss sein. Ein Raucher befriedigt mit dem Rauchen ein Bedürfnis und da stellt dich die Frage, wie kann er dieses Bedürfnis auch ohne die Zigarette befriedigen, vielleicht gibt es da ja ein nette Variante. Der Körper braucht die Zigarette nicht, auch wenn uns das oft anders verkauft wird. Doch emotional da hängt der Raucher an dieser Zigarette. Diese Verknüpfung gilt es zu lösen. Ist auch machbar, wenn der Raucher das dann auch möchte.

Doch zurück zu meiner Ernährung. Sobald ich also etwas tue, nur um damit etwas bestimmtes erreichen zu wollen, hat Ernährung keinen Selbstzweck mehr und das ist nicht sehr empfehenswert. Heute tue ich es, weil ich es liebe und toll finde. Und genauso möchte ich das jetzt auch in anderen Lebensbereichen tun. Mir ist gerade heute bewusst geworden, dass ich die letzten Jahre sehr viel an mir gearbeitet habe. Keine Arbeit da draußen, sei es der Markt, die Arbeit als Coach oder auch das Betreiben meines Fitness Studios vor Jahren hat mich so viel Kraft und Anstrengung gekostet. Dafür kann ich heute sagen, dass die Lücke zwischen meinem Innen-Ich, das was ich bin und dem was ich als Außen-Ich lebe schon sehr viel kleiner geworden ist. Ganz angekommen bin ich da noch nicht, dass beides eins ist. Aber meine Überzeugungen und Glaubenssätze zeigen mir auf, wo ich stehe und in was für Schubladen ich mich noch immer packe.

Ich muss nicht Rohköstlerin sein, um roh zu essen. Ich bin Marktfrau an den Tagen, wo ich mit auf den Markt fahre, aber wenn ich jetzt gleich ins Training fahre, dann trainiere ich als Athletin. Ich bin alles das. Bunt. Und genauso sollte das Leben sein. Bunt und voller Freude, aber auch mit Momenten der Melancholie und Traurigkeit. Empfinde ich mein Leben als farblos, liegt das zu einem großem Anteil an meinen Überzeugungen, was ich darf, was ich bin, was ich tun sollte und was nicht.

Es gibt soviele Menschen, die können es kaum erwarten Feierabend zu haben, damit sie endlich das tun können, was sie wirklich wollen. Ja, es ist wichtig, das zu tun, was wir lieben, aber es macht auch Sinn, das zu lieben und gerne zu machen, was wir gerade tun. Wütend auf den Chef oder die Kollegen zu sein, nur weil wir Angst davor haben den Job hinzuwerfen wäre nicht fair. Denn es liegt an uns zu erkennen, dass unser Job uns all das ermöglicht, was wir gerade tun und wie wir leben. Also wo sind deine Überzeugungen und machen sie dein Leben bunt oder eher farblos?

Liebe Grüße Petra

Deshalb machen Diäten dick! Diät versus Lifestyle

Ich habe jetzt genug von der Wettkampfvorbereitungsdiät. Deshalb höre ich damit auch auf. Eine gute Entscheidung. Denn alleine das Wort Diät ruft in meinem Belohnungszentrum schon das Gefühl von Mangel auf. War ja ein netter Versuch und wenn ich ganz ehrlich bin, hatte ich das ja auch schon befürchtet. Da ich diese Vorbereitung jedoch dazu nutzen möchte um genau hinzuschauen, was passiert denn da eigentlich emotional und mental bin ich dennoch zufrieden mit dieser Erfahrung.

Auch wenn ich in meinem Leben schon dick und dünn war, so habe ich das nicht wirklich mit einer Diät erreicht, sondern mit einem bestimmten Lifestyle. Und das hört sich doch schon ganz anders an. Oder? Am Freitag und heute lief mein Training auch wieder besser. Kraft war trotz des Körpergewichtverlustes wieder da. Ich bin ja auch nicht mehr auf Diät. Das einzige worauf ich achte ist, dass ich genug Eiweiß, genug Nährstoffe und ein bisschen Kaloriendefizit habe. Der Rest – ship happens. Gestern habe ich 2433 kcal gegessen und heute dafür nur 1806. Gestern war aber auch ein mega anstrengender Markttag und heute hatte ich nur Brust/Schulter Training. Markttage sind anstrengender als Training und da ist es völlig in Ordnung mehr zu essen. Allerdings auch das richtige, nichts mit Dattel Es(skalation).

Ich habe ja in der ersten Hälfte 2017 gesehen was dabei rauskommt, wenn ich zuwenig Kalorien und zu wenig Eiweiß esse. Gewicht runter, aber Muskeln auch weg und der Körperfettanteil war zwar für den Alltagsgebrauch in Ordnung, aber nicht für auf die Bühne. Also was möchte ich nun? Ich entwickle gerade einen für mich gehbaren Lifestyle, der mir entspricht. Rohkost, Sprossen, Säfte, viel pflanzliche Nahrung, aber auch gekochtes, mal eine Brezel, was süßes oder eben etwas tierisches. Und vor allem Eiweiß.

Der Weg der Mitte halt. Einzige Ausnahme werden die letzten Wochen vor dem Wettkampf sein. Da macht es Sinn noch einmal etwas zu verändern. Doch mit Diät und hungern, und jammern, weil die Kraft weg geht ist jetzt Schluß. Ich mache das ja um Spaß zu haben, und nicht um mich 4 Monate zu quälen, um dann ein paar Tage gut auszusehen. Mein Ziel ist in diesem Fall auch nicht das Siegertreppchen, sondern das dabei sein, auf ein Ziel hinarbeiten und auf diesem Weg Spaß haben. Meinen Lifestyle leben halt.

Hier jetzt mal ein Bild von heute:

Läuft doch. Am 12.05.2018 ist der Wettkampf. Noch genug Zeit, um mein Körperfett noch weiter zu senken. Immerhin habe ich mir ja auch ein halbes Jahr einiges davon wieder drauf gefuttert. Ich habe übrigens den Eindruck, dass eine Massephase eine Lizenz zum Fressen ist. Möchte ich so nicht mehr. War eine gute Erfahrung, doch wenn ich jetzt in Shape bin, dann gehe ich nach dem Wettkampf nur wenige Kilo nach oben. Was machbar sein wird, denn ich bin jetzt ja nicht mehr auf Diät. Ich kreiere mir meinen eigenen Lifestyle, nach meinen neuen 70/30 Kriterien. Hier übrigens ein Bild vom Sommer 2016, als ich gerade dabei war mir wieder etwas draufzufuttern.

Nicht mehr viel mit Muskeln, und da war ich noch blond oder besser ungefärbt. Leicht habe ich mich da schon gefühlt, doch ich stehe nun mal auf Muskeln und am meisten auf die bei mir selbst. Also hoch lebe der Lifestyle, das ist doch ein ganz anderes Lebensgefühl. Fazit: Unterschätzt nicht die mentale Komponente. Diät erzeugt Mangel und Mangel führt irgendwann dazu, dass das große Fressen kommen muss. Überlegt euch also gut, wie ihr eurem Körper was und wie verkauft. Ich werde weiter berichten. In diesem Sinne guten Appetit.

Eure Petra

Erwartungshaltungen und Glücksempfinden

Unzufriedenheit ist der Lohn der Erwartungshaltung

Ist das wirklich so? In meinem Modell von Welt und mit der Summe meiner Erfahrungen kann ich das mit einem „ja“ beantworten. Ähnliches gilt für die Aussage:

Erwarte nichts und du wirst reich beschenkt werden

Es  gibt Tage, da wache ich morgens auf und bin unzufrieden. Bei näherem Hinschauen stelle ich jedes Mal fest, dass in der Tat eine meiner Erwartungshaltungen nicht erfüllt wurde. In meinem Fall in der Regel meine eigene Erwartungshaltung an mich selbst. Irgendwie bedauerlich, dass ich als Coach keine Erwartungshaltungen mehr an andere haben kann. Das war wirklich viel einfacher. Die Verantwortung abschieben und dem anderen die Schuld für das eigene Missempfinden geben können. Andererseits macht es natürlich auch keinen Sinn eine Erwartungshaltung an sich selbst zu haben, denn im Grunde habe ich mir ja etwas vorgenommen und mich offensichtlich nicht daran gehalten oder ich erwarte vom Gesetz des Wachstums, dass es schneller geht, will heißen ich möchte etwas ernten, was noch überhaupt nicht reif ist. Sprich ich bin ungeduldig. Und ich glaube, dass ist bei mir in den meisten Fällen meiner Unzufriedenheit der Fall.

Allerdings kann ich mir auch die Frage stellen, was ich jetzt tun kann, damit es mir besser geht? Oder welche Kleidung könnte ich anziehen, damit ich mich wohl fühle? Kluge Fragen bringen klugen Antworten. Frage ich mich allerdings, warum ich jetzt gerade so unzufrieden bin, dann bekomme ich auch ausreichend Antworten, die jedoch dazu führen werden, dass ich mich alles andere als besser fühle. Das waren dann keine klugen Fragen. Fragen sollten hinzu Lösungen und Verbesserungen führen. Das ist mein heutiges Fazit und damit habe ich etwas aus meinen Trainer-Nähkästchen geplaudert.

Liebe Grüße Eure Petra