What I eat in a day-raw vegan #2 Geburtstagsfeier im Himmel

Ich mag Sonnenblumen sehr, außerdem erinneren sie mich an meine Mutter. In den letzten Jahre standen immer welche vor ihrem Wohnwagen, die aus den Resten des Vogelfutters gewachsen waren. Gestern wäre meine Mutter 98 Jahre alt geworden. Sie ist ja am 20.01. diesen Jahres verstorben, und da wir bis heute noch keine richtige Trauer- oder Gedenkfeier mit meinen Brüdern zusammen machen konnten, haben meine Mädels und ich uns entschieden ihren Geburtstag traditionell mit Essen vom Chinsen zu feiern.

In all den vergangenen Jahre hat meine Mutter uns jedes Jahr zum Chinesen hier im Ort eingeladen. In diesem Jahr fand das erste Mal eine Geburtstagsfeier für sie ohne sie statt.

Wir waren uns jedoch alle einig, dass sie anwesend ist, gleich wo sie auch sein mag. Ich war am Morgen sehr früh spazieren und habe ihr in den Himmel gratuliert. Das hat mir sehr gut getan und ihr bestimmt auch, würde sie es sehen können. Deshalb gab es gestern auch am Abend keine Rohkost für mich. Ich hatte mich bewusst dafür entschieden. Es gab uns allen ein Gefühl von Gemeinsamkeit, dass auch ich genoßen habe. Wir haben bestellt, ich habe es abgeholt und anschließend haben wir noch gemeinsam etwas Karten gespielt. Es war ein schöner Abend.

Das gab es zu Essen:

  • 1/2 Liter Melonensaft mit Maracuja und Limette
  • Smoothie: Saft von 6 Saftorangen und 2 Mangos, Vanille (soooo lecker)
  • unterwegs Orangensaft aus 5 Orangen
  • Ice Cream aus Bananen, Heidelbeeren, etwas Vanille und Ahornsirup (große Schüssel, in der Regel sind das 5 Bananen, 1 Tasse Beeren)
  • vom Chinesen – Gemüse, Sprossen und Reis
  • handvoll Datteln Deglet Nour beim Kartenspielen

Abschließend möchte ich noch sagen, dass es sich für mich immer noch befremdlich anfühlt, keine Mutter mehr zu haben. Ich bin jetzt das weibliche Oberhaupt der Familie, was ich als von ihr hinterlassene Ehre ansehe. Weiterhin bin ich so glücklich darüber, dass meine Mutter und ich alles, was zwischen uns noch unklar oder unausgesprochen gewesen ist, in den Monaten ihrer Pflege besprechen, bereinigen oder gar belachen konnten.

Ich liebe das Leben derzeit wirklich sehr. Liebe Grüße an euch

Petra

What I eat in a day-raw vegan # 1

Heute möchte ich mit der Serie, was ich an einem Tag roh und vegan (früchtebetont) esse. Wie bereits erzählt, begann mein roh/veganer Weg bereits 1994, als ich mit meiner zweiten Tochter schwanger war. Seitdem hat es viele Verändungen und sogenannte up and downs gegeben. Dennoch bin ich im großen und ganzen dieser Ernährungsform immer treu geblieben bzw. zu ihr zurück gekehrt. Für mich gibt es keine besser Ernährung. Natürlich ist der Weg dorthin ein Weg, auch wenn es einige gibt, die von heute auf morgen umgestellt haben. Doch das habe ich damals auch nicht getan.

Mein Einstieg war fit for life, und ich aß zunächst nur am Morgen Obst, am Mittag Salat und am Nachmittag noch einmal Obst, am Abend dann gekocht. Irgendwann kamen Säfte hinzu und Smoothies, die jedoch damals noch nicht so hießen. Dann gab es jede Woche einen ganzen Tag nur roh, dann wurden es zwei, dann drei usw.

Daraus wurde dann ein Monate roh, dann zwei und so weiter. Es ist ein Weg und auf diesem Weg gab es Stolperfallen und Hindernisse, doch ich liebe diese Ernährung und deshalb lebe und feiere ich sie auch so. Seitdem ich die Schattenarbeit von Teal Swan in mein Leben integriert habe, gibt es derzeit überhaupt keine Probleme mehr mit meiner Ernährung, da ich mich sofort der Emotion, die hinter dem Essen steht, widme.

Doch nun zu meinem Essen am Sonntag:

  • 1/2 Liter Wassermelonensaft mit einer Maracuja und etwas Limette
  • 1/2 Liter Orangensaft aus 6 Saftorangen
  • 1 Grapefrucht und 3 Orangen
  • 500 Kirschen
  • ca. 400 g dunkle Trauben
  • ca. 120 g Datteln Deglet Nour
  • Wraps: 180 g Eissalat, 3 Mangos ist Stücke geschnitten, 100 g Cocktailtomaten auch in Stücke geschnitten, etwas geschnittene Lauchzwiebel und süßsaure Soße (diese war jedoch nicht roh, sondern aus der Flasche)
  • etwas später habe ich noch ein paar sauer eingelegt Gurken gegessen (seit Wochen esse ich gerne eingelegte Gurken – immer wieder einmal)

Um mir selbst einmal einen Überblick zu verschaffen, habe ich das in lifesum eingegen und das waren 2100 kcal.

Ich liebe es so zu essen und es macht mich glücklich.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag

Eure Petra

Raw vegan again – Liebe aus dem Glas

Vor fast 30 Jahren, als ich mit meiner mittleren Tochter schwanger war, lernte ich auf einer Fortbildung eine Frau kennen, die fit for life praktizierte und war nicht nur begeistert, sondern es war Liebe auf den ersten Blick, die bis heute anhält. Noch während meiner 2. Schwangerschaft stellt ich immer mehr auf eine roh vegan Ernährung um, und mein Wohlbefinden steigerte sich so sehr, dass ich dabei blieb und mich viele Jahre nur so ernährte.

Leider funktionierte es bei mir nicht dauerhaft und ich verstand nicht woran das lag, denn mir ging es 2x gesundheitlich nicht sehr gut mit dieser Ernährung, und das in den Phasen, wo ich privat und auch beruflich große Herausforderungen zu meistern hatte. Es macht jetzt keinen Sinn, mich hier in Details zu verlieren, sondern ich komme direkt auf den Punkt.

Rohe (lebendige) Ernährung, allem voran Früchte haben eine viel höhere Schwingung, als gekochte oder tierische Nahrung. Im Rahmen meiner wieder aufgenommenen Schattenarbeit habe ich erkannt, dass wenn emotionales Trauma (ich schrieb bereits darüber) aktiv ist, unser emotionaler, aber auch unser physischer Körper niedriger schwingt. Wenn ich mich jetzt nicht darum kümmere, davor wegrenne, mich ablenke, womit auch immer gehe ich in den Widerstand. Esse ich jetzt höherschwingende Nahrung, ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, dass mir schlecht wird, oder ich sie nicht vertrage, oder gar schlimmer sogar gesundheitliche Probleme bekomme. Ich habe das wirklich all die Jahre nicht verstanden und ich habe da eine sehr lange Odyssee hinter mir.

Ich bin darauf gekommen, als ich das mit Liebe aktivierte Wasser bzw. meinen mit Liebe aktivierten Obstsaft getrunken habe. Da hat es regelrecht „klick“ gemacht. Mir ist das nämlich die ersten Male ganz komisch davon geworden. Und wie bereits beschrieben habe ich mir ja zu diesem Zeitpunkt in keinem so gutem emotionalen Zustand befunden. Mir ist das jetzt auch völlig egal, ob ihr mich für verrückt haltet, doch für mich war es eine Antwort auf Fragen, die ich mir all die Jahre nicht beantworten konnte.

Das heißt jetzt nicht, dass jetzt jeder nur noch roh vegan essen soll/muss, obwohl ich jedem diese wunderbare Erfahrung so sehr wünschen würde. Ich für mich mache das jetzt wieder, oder besser ich bin wieder auf dem Weg dahin, denn es gab bisher keine Zeit in meinem Leben, wo ich mich so wohl, so leicht, so fit und so energetisch gefühlt habe, wie in meinen 100 % rohveganen Lebensjahren. Dieses Essen hat mich glücklich gemacht wie kein anderes und deshalb bin ich jetzt so dankbar, dass ich das wieder machen kann und vor allem, dass ich weiß was ich tun kann, wenn ich da wieder Probleme mit haben sollte.

Um euch einen Überblick zu geben, was ich ihm Moment so esse wird es auch wieder etliche „was ich an einem Tag so esse“ Beiträge geben. Die sind zwar profan, ich habe jedoch über die Jahre immer wieder die Erfahrung gemacht, dass dies sehr hilfreich für meine Leser oder Zuschauer war. Für heute möchte ich euch jedoch noch meinen aktivierten frisch gepressten Saft vorstellen.

Ich habe diese Übung aus einem der Bücher von Teal Swan. Sie hat diese Übung erfunden, weil sie sich nicht selbst lieben konnte und alle Selbstliebeübungen und Kurse bei ihr nicht funktioniert haben, bwz. das Gegenteil den Selbsthass noch verstärkt haben. Sie nennt das ihr trojanisches Pferd. (Wem das trojanisches Pferd nichts sagt, einfach googeln.)

Das Rezept: Ich lege die Hände um meinen frisch gepressten Saft oder auch ein Glas Wasser und höre mir ein Lied dabei an, und denke mit geschlossenen Augen an das was ich über alles lieb habe, wie meine Katzen, meine Kinder, auch wie sie ein Baby waren und lasse alle diese Gefühle von Liebe in meine Hände und damit in das Glas fließen. Das Lied ist etwas verrückt, ich verlinke es euch unten noch, aber es ist das letzte Lied, dass ich zusammen mit meiner Mutter gehört habe und ich habe dabei ihr glückliches Gesicht vor Augen und wie sie den Kopf mitschwingt. Alle diese Gefühle von Liebe kommen mit in das Glas. Mein Fokus ist ganz und gar auf dieser Liebe. Teal sagt, man soll mit 2 Minuten beginnen und dann bis auf 5 Minuten steigern. Anschließend das Glas trinken. Und auch wenn das jetzt wieder verrückt klingen mag, das Wasser und auch der Saft sind viel weicher danach. Energetisiert mit Liebe. Bitte unbedingt ausprobieren und am besten lebenslang machen.

Hier das Lied, von dem ich oben erzählt habe:

https://www.youtube.com/watch?v=x9FzkrJYU6s&list=PLHR4y-ISLmzoVrxquRYIjrNqRpCXvw8Ik&index=25

Ihr müsst aber nicht unbedingt Musik dabei hören oder ihr nehmt ein Lied, welches für euch ganz viele Gefühle von Liebe in euer Herz zaubert.

Petra

Der Körper – die Bühne der Gefühle

Da ich nicht mehr wusste, von wem dieses Zitat stammt, dass es nicht besser auf den Punkt bringen kann, habe ich nachgeschaut. Es stammt von dem Hirnforscher Antonio Damasio.

Ich werfe jetzt einfach einmal eine Frage in den Raum. Magst du deine negativen Gefühle? Ich bin da die meiste Zeit meines Lebens nicht mit zu Recht gekommen und hätte gerne, wie die meisten Menschen, zumindest die, wo ich kennengelernt habe, nur positive Gefühle gehabt. Das mag sicherlich mit ein Grund gewesen sein, warum ich nicht nur Fitness- und Gesundheitstrainerin, sondern auch Persönlichkeits- und Mentaltrainerin geworden bin. Auf diesem Weg bekam ich nämlich Werkzeuge, die mir die Ohnmacht vor diesen manchmal doch sehr heftigen Gefühlen, die ich im Laufe meines Lebens erfahren habe, zu nehmen. Jetzt bin ich noch ein Stück schlauer, und habe eine neue Einsicht bekommen, die für mich wie ein Befreiungsschlag war.

Ich höre meinen Gefühlen jetzt ganz genau zu und kümmere mich auf eine völlig neue Weise um sie und somit auch um mich. Wie bereits geschrieben wurde ich mit massiven Gefühlen von Trauer, Traurigkeit, Überforderung und Ohnmacht konfrontiert, wie ich es mir hätte nicht noch einmal vorstellen können. Und erst als ich diese ganz und gar zuließ, kam Erleichterung. Das hat mich veranlasst zu recherchieren. Zum Einen habe ich mich auf die Suche gemacht was das Leben nach dem Tod angeht, weil mich das doch sehr beschäftigt hat, zum anderen habe ich geschaut, was das biochemisch überhaupt mit uns macht und warum, wenn ein Mensch, der uns nahestand stirbt und ich wollte erneut wissen, wie es möglich ist, dass negative Gefühle so kraftvoll sein können. Um es abzukürzen, ich bin wieder gefestigt worden in meinem Glauben, dass es ein Leben nach dem Tod gibt und ich bin wieder mit dem Gesetz der Polarität, präziser der Schattenarbeit konfrontiert worden.

Ich muss zugeben, dass ich vor etlichen Jahren schon einmal im Rahmen einer meiner Ausbildungen mit dem Schattenprinzip konfrontiert wurde und vor noch viel mehr Jahren auch etliche Bücher darüber gelesen habe. Ich war fasziniert von dieser Arbeit und sie hat einiges dazu beigetragen, dass sich für mich und auch für meine damaligen Klienten vieles zum guten gewandelt hat.

Ich bin jedoch in eine Falle getappt: Energie folgt der Aufmerksamkeit und so dachte ich, dass wenn ich mich soviel mit Schatten beschäftige, dann werden es immer mehr. Das war ein Trugschluß. Sie sind mehr geworden, weil ich mit dieser Arbeit wieder damit aufgehört hatte. Mag das Gesetz des Fokus auch für alles andere gelten, aber nicht für die Schatten. Denn was heißt das überhaupt: Schatten?

Bezogen auf mich heißt das, dass ich Aspekte von mir nicht sehe, weil sie im Schatten (im Unterbewusstsein bzw. der unbewussten Inkompetenz liegen). Ich weiß meistens noch nicht einmal etwas davon. Oder etwa doch? Und da kommen die Gefühle ins Spiel. Denn die negativen Gefühle sind wie ein Meditationsgong, der mich wieder ins Hier und Jetzt zurückführt. Die Gefühle sind der Gong, der mich aufmerksam sein lassen sollte. Doch was machen wir Menschen, wenn dieser Gong ertönt? Wir lenken uns in der Regel ab, mit was das ist sehr individuell. Bloß schnell weg mit diesen unangenehmen Gefühlen. Aber das Gefühl möchte uns ja etwas mitteilen und das ist sehr wichtig.

Bei meiner Recherche bin ich u. a. auf eine ganz besondere Frau gestoßen, und es ist mir fast peinlich zu sagen, dass diese schon einmal vor ein paar Jahren durch eine Bekannte kurz mein Bewusstsein gestreift hat, ich da aber anscheinend noch nicht in Resonanz mit dem was sie tut gegangen bin. Teal Swan.

Als jemand auf seinem Blog Teal Swan erwähnte ertönten alle Alarmglocken in mir, und ich wusste ich komme der Antwort, was in mir dafür verantwortlich für diese schmerzhaften Erfahrungen im Außen war. Ich laß ihre Bücher, machte einen online Kurs und ich begann mit der Arbeit an mir selbst. Da ich ja auch noch meine eigene Werkzeugkiste hatte, kam ich nahezu schon fast wie mit Zauberhand aus dem Loch, diesem Kokon in den ich mich hinbegeben hatte, wieder heraus. Im Rahmen dieser Arbeit machte ich Bekanntschaft mit einigen Persönlichkeitsanteilen von mir, die schon lange im Schatten verborgen waren. Diese Arbeit war mir zwar nicht ganz neu, wusste ich doch den Tag würde es nicht geben ohne die Nacht. Und die Liebe nicht ohne die Angst. Was ich jedoch bisher immer getan hatte, war diese vermeintlich negativen Emotionen wegzuklopfen, zu transformieren, zu wandeln, doch das war keine dauerhafte Lösung.

Die Lösung heißt Integration und mit jedem Teil den ich mir anschaute und von dem ich mir bewusst machte, dass er für mich und nicht gegen mich war, eröffnete sich mir auch das Potenzial das auf der anderen Seite lag, den Teil von mir, der als Kind nicht sein durfte. Und das haben wir alle, auch wenn wir eine vermeintlich unbeschwerte Kindheit hatten. Um es noch etwas deutlicher zu machen.

Ich schaute mir den Aspekt von mir an, der verantwortlich dafür war, dass ich die von mir gewünschte Lebensfreude nicht erfahren konnte. Denn irgendwie hatte ich da ja einen heftigen Widerstand dagegen. Und genau diesen Widerstand schaute ich mir an. Wie das genau geht erkläre ich in einem extra Beitrag, nur soviel es ist eine Art channeln, aber nicht das klassische channeln von z. B. Verstorbenen oder dem höheren Selbst, sondern von diesen Aspekten von mir. Und ich muss sagen, ich war verblüfft. Das mag jetzt zwar alles etwas verrückt klingen, doch das funktioniert in der Tat und ist nicht nur faszinierend, sondern sehr aufschlussreich.

Wenn ich nun also diesen Widerstand angehört/geschaut habe, schaue ich mir auch den Teil, der dem gegenübersteht an. Nachdem auch dieser gesprochen hat, ist es meine Aufgabe eine Lösung zu finden, in der Beide berücksichtigt werden, wo also das höhere Wohl von Beiden erfüllt werden sollte und so entsteht etwas neues, was mir dient, statt gegen mich zu arbeiten. Ich war der Lebensfreude einen bedeutenden Schritt näher. Wie gesagt, ich werde das noch ganz genau beschreiben, kann jedoch an dieser Stelle die Bücher von Teal Swan jedem, der sich mit so etwas beschäftigt empfehlen. Ich vermische das zwar ein bisschen mit meinen eigenen Werkzeugen, aber ich gebe ihrer Arbeit eindeutig ein Prädikat wertvoll.

Jetzt sind natürlich Gefühle jeder Art willkommen, was nicht heißt, dass ich negative Gefühle jetzt als angenehm empfinde, aber ich fühle mich ihnen nicht mehr ausgeliefert und ich bin noch eine Lernende oder besser Dazulernende, was diese Integrationsarbeit angeht.

Fazit: Jedes Gefühl ist eine Botschaft. Und fühlen tun wir nun einmal mit unserem Körper, ohne ihn wäre das überhaupt nicht möglich. Jetzt gilt es nur herauszufinden, ob unser Körper, die Bühne unserer Gefühle ein Trauerspiel, Drama, eine Komödie, eine lovestory oder was auch immer aufführt. Die gute Nachricht, wir können da Einfluß drauf nehmen.

Aber das muss erlernt werden, wie eine Sprache oder ein Beruf. Aber es ist möglich. Und es nimmt mir, gerade auch in Zeiten wie diesen, das Gefühl der Machtlosigkeit. Mehr dazu in vielen weiten Beiträgen.

Liebe Grüße und wieder einen Strauß bunte Blumen aus meinem Herzen

Petra

Traurigkeit – mein Schlüssel zum Glück 2

Die Sprache des Lebens zu verstehen macht durchaus Sinn, denn wenn wir das nicht tun, wird das Leben deutlicher mit uns sprechen. Rückwirkend lässt es sich leicht für mich erkennen, was die Botschaft für mich war.

WIDERSTAND.

Doch auch hier der Reihe nach. In der Woche vor dem Tod meiner Mutter platze einer meiner Töchter der Reifen, ich schlug mir beim spazieren gehen einen Ast unter das Auge und ich legte mich so auf dem Eis ab, dass ich im ersten Moment dachte, „jetzt ist es aus“. In der Zeit wo es so stark geschneit hat musste ich ein paarmal das Auto im Ort stehen lassen und zu Fuß zu meiner Mutter hinunter gehen. Ich lag da also auf dem Eis und dachte nur „steh auf-steh auf“. Das gelang mir auch und irgendwie schaffte ich es zu meiner Mutter zu kommen, dort musste ich mich aber auf den Fußboden legen, weil ich einen Schock davon getragen hatte. Ich hatte großes Glück bzw. einen guten Schutzengel, oder noch präziser ich sollte auf etwas aufmerksam gemacht werden und ich sollte aber auch meiner Mutter weiter zur Verfügung stehen, so dass ich außer Prellungen und einer riesigen Angst, wieder irgendwo auszurutschen (die mich wochenlang begleitet hat), glimpflich davon kam. Als dann der Tag immer näher kam, da meine Mutter ihre Heimreise antreten würde, war es noch einmal für uns alle eine sehr gefühlsintensive Zeit und ich fühlte mich obwohl auch von Trauer erfüllt, sehr in Frieden, weil ich sich alles so gefügt hatte, wie es sich meine Mutter gewünscht hatte.

Da der Prozeß des Sterbens und Abschiednehmens etwas ganz intimes und persönliches von meinen Mädels und mir war, möchte ich deshalb an dieser Stelle auf Details verzichten. Nur soviel, ich bin so dankbar für diese Erfahrung, die ich niemals hätte machen können, wäre es mir nicht gelungen den Widerstand gegen die Pflege meiner Mutter zu überwinden und als Geschenk anzusehen.

Und ist es nicht normal, dass wir in unserer Gesellschaft Widerstände überwinden oder uns ihnen beugen? Das dachte ich bis dato auch. Doch das ist ein Irrtum. Als meine Mutter verstorben, der Arzt und auch der Bestatter dagewesen waren, mussten wir aufgrund der Umstände sofort mit dem Aufräumen und der Entrümpelung beginnen. Zu beschreiben, wie ich mich gefühlt habe, als ich die Sachen meiner Mutter, wie zum Beispiel die Bürste, mit der ich sie noch einen Tag zuvor gekämmt hatte, in den Müll werfen musste, würde nur ein blasser Abklatsch sein, von dem wie es mir damit ergangen ist. Ich hatte da sehr große Widerstände und emotional war ich mehr als einmal völlig daneben. Doch damit nicht genug. Um mich herum gab es weitere Konflikte, auf die ich nicht näher eingegen möchte, weil da andere Personen mit im Spiel gewesen sind und hier in diesem Blog geht es um mich und meine Erfahrungen und ich möchte soweit es möglich und nötig ist, andere Menschen, besonders jene die mir nahe stehen, nicht in Verlegenheit bringen oder in ein falsches Licht stellen. Hinzu kam das ich meiner Mutter am Sterbebett versprochen hatte, mich um ihre Katzen zu kümmern, was sich auch als eine nicht zu leicht zu bewältigende Herausforderung zeigte.

Mein Zusammenbruch zeigte sich wie folgt: Trauer, Schmerz und Überforderung, auch durch 2 Tage völlig ohne Schlaf, durch die Katzenaktion, gefolgt von einem weiteren Konflikt führten dazu, dass ich mich selbst verlor und nur noch irgendwie funktionierte. Ein Segen, dass ich während meiner Zeit im Circus gelernt hatte: „the show must go on“, so konnte ich meiner Arbeit auf dem Markt weiterhin nachgehen. (mehr zu meiner aktuellen Arbeit ein anderes Mal).

Erschwerend kam noch hinzu, dass ich das Leben nach dem Tod hinterfragte, weil meine Mutter, die eine sehr gläubige Frau war, mir in den letzten Tag eindeutig versicherte, da ist nichts, obwohl sie zuvor noch an die Allgegenwart Gottes gelaubt hatte. An dem Tag X, der die Wende einleutete, lag ich viele Stunden auf dem Bett und hatte jeglichen WIDERSTAND gegen Schmerz, Trauer, Hoffnungslosigkeit und auch Orientierungslosig aufgeben und ließ ALLES zu. Ich gab mich dem regelrecht hin. Ich konnte einfach nicht mehr. Mit dem was dann geschah, hätte ich niemals gerechnet und dieses Geschenk von innerem Glück und Anerkennung seiner selbst wird eines der Hauptthemen auf meinem Blog sein. Warum?, weil ich mich zum einen Ausdruck bringen muss, wie ich bereits in meinem ersten Beitrag geschrieben habe und weil ich Menschen schon immer helfen wollte. Ich bin der Meinung, dass gerade in der heutigen Zeit, es unabdingbar ist, sich nach innen zu wenden, um im Außen etwas bewegen zu können, denn wir sind uns ja wohl einig, das die Welt so wie sie sich uns gerade zeigt nicht zu unserem Wohlgefühl beiträgt. Fortsetzung folgt…

Ganz liebe Grüße und wie immer ganz viele Blumen aus meinem Herzen

Petra

Traurigkeit – mein Schlüssel zum Glück 1

Da ich gerade von der 5 Sekunden Welle der Inspiration ergriffen worden bin (was das heißt, erkläre ich euch in einem separten Blogbeitrag), und ich den Termin beim Tierarzt abgesagt habe, (meine Katze hat das so entschieden), nutze ich die Gunst der Stunde, um diesen Beitrag zu schreiben.

Am 20.01.2021 ist meine Mutter verstorben. Im Juni diesen Jahres wäre sie 98 Jahre alt geworden. Wenngleich ich als „ehemalige Mentaltrainerin“, sicherlich besser darauf vorbereitet war, als jemand, der um dieses Wissen nicht weiß, war ich in keiner Weise darauf vorbereitet, was das wirklich heißt. Denn seine Mama verliert man nur einmal in seinem Leben. Meine Mutter hat mir ein Geschenk hinterlassen, dessen Ausmaß an Wert mir jedoch erst im Verlaufe der nächsten Wochen wahrhaftig bewusst werden sollte.

Ich möchte jedoch von vorne beginnen. Meine Mutter lebte in einem alten Aluwagen in einem ehemaligen Freizeitpark. Im Alter von 50 Jahren verließ sie zusammen mit meinem Vater das „normale“ Leben und sie traten jedes Jahr in einem anderen Circus mit ihrer einstudierten Cowboynummer auf. Ich begleitete sie auf dieser Reise. Doch das soll jetzt nicht Thema sein an diesem heutigen Tag.

Im Sommer 2020 verstarb der geliebte Papagei meiner Mutter, der mit ihr über 45 Jahre zusammengelebt hatte. Da meine Vater nicht mehr lebte, war er wie ein Partner für sie gewesen. Ihr Hund war 2 Jahre zuvor verstorben. Neben dem Papagei gab es noch 2 Katzen, die jede Nacht bei ihr lagen. Nach dem Tod des Vogels ging es bergab mit ihrer Vitalität. Hinzu kam noch, dass sie sich ein Jahr zuvor den Arm gebrochen hatte und nie so wirklich wieder wurde wie zuvor. Beides hat dazu geführt, dass ihre Haushaltsführung, als auch der Lebensantrieb, den ich von meiner Mutter so gut kannte und der sicherlich auch meine Quirligkeit und Energie mit beinflusst hat, immer mehr nachließ. Knapp 5 Monate vor ihrem Tod, musste ich die Tür zu ihrem Wagen aufbrechen, weil sie nicht mehr aus ihrem Bett kam. An diesem Tag wurde sie pflegebedürftig. Meine drei wunderbaren Töchter und ich haben das in gemeinsamer Arbeit übernommen. Sehr hilfreich war die Tatsache, dass eine meiner Töchter Krankenschwester ist. Allerdings hätte keiner sich auch im Traum nur vorstellen können, was es heißt einen Menschen, der gesund und völlig klar im Kopf ist, aber die Alterschwäche ihn Tag für Tag immer mehr dahinschwindne lässt, zu pflegen. Wir alle kamen in den ersten Wochen täglich an unsere Grenzen. Zumal es im Winter dort kein fließend Wasser gab und wir auch keine sanitären Anlagen hatte.

Wir haben das gemeistert. Ich musste Widerstände aufgeben von denen ich noch nicht einmal wusste, dass ich sie hatte. Das dort schon mein Leben eine völlig andere Richtung einnahm konnte ich da noch nicht erkennen. Ich war da noch am kämpfen, irgendwie eine Routine in meinen Alltag zu bekommen, mich mit meinen Würge- und Ekelgefühlen auseinanderzusetzen und mich nicht ganz selbst zu verlieren. Irgendwann gelang mir das und ich stand ganz auf der Seite meiner Mutter, da immer wieder einmal die Frage im Raum stand, sie dort wegzuholen. Immer wenn ein Problem auftrat, fand ich eine Lösung und schlussendlich konnten wir ihren Wunsch dort mit ihren Katzen zu sterben verwirklichen.

Während dieser Zeit gab es aber noch etwas anderes. Liebe. Meine Kinder und ich sind völlig neu zusammengewachsen. Niemand außer uns 4 konnte verstehen, was wir hier mitgemacht und erfahren haben. Wir haben zusammen geweint, gelacht und ab und zu auch gestritten. Wir haben eine ganz besondere Weihnachten mit meiner Mutter gefeiert. Morgens waren 2 meiner Töchter da, abends ich mit der anderen. Immerhin gab es da ja auch noch Corona. Ich habe sehr viele Gespräche mit meiner Mutter geführt und wir sind in Frieden miteinander gekommen. Denn wie es oft so ist, gibt es doch im Leben immer wieder einmal Konflikte, sie verdrängt werden, aber wie ein Schwellbrand im Unterbewusstsein weiterglühen. Als Kind wollte ich meiner Mutter immer ein besseres Leben verschaffen. Leider ist mir das nie wirklich gelungen, außer am Ende, da konnte ich ihr viel vom dem zurückgeben, was sie für mich getan hatte. Und dabei erkannte ich, das sie genau das Leben gelebt hatte, was sie wollte.

Wir haben soviel zusammen gelacht, Musik gehört, aber ich musste auch ab und an mit ihr schimpfen, weil sie sich stur und bockig, wie sie auch sein konnte, nicht an das hielt, was notwendig war, das unsere Pflege so funktionierte, dass sie vor Ort bleiben konnte. Ab einem gewissen Zeitpunkt nahmen wir auch unseren Hausarzt mit an Board, doch es war alles gut, so wie wir das getan hatten. Die letzten Wochen waren emotional sehr aufreibend, weil immer wieder so ein Tag da war, wo wir dachten, sie schafft die Nacht nicht. Wenige Tage vor ihrem Tod nahmen dann die Dinge ihren Lauf, die mich schlussendlich in so eine Verzweiflung gestürzt haben, dass ich mein gesamtes Leben noch einmal hinterfragen und durchleuchten musste. Mit Erfolg, sonst würde ich das hier nicht schreiben können.

Jetzt bin ich allerdings an einem Punkt, wo es Sinn macht für heute aufzuhören, denn sonst wird es so lang an Lesezeit. Unsere Aufmerksamkeit lässt heutzutage sehr zu wünschen übrig und dennoch ist sie essentiell, wie ich in den nächsten Wochen schmerzhaft erfahren „durfte“.

Heute jedoch noch eines: Würde ich sagen müssen was in meinem Leben einer meiner wichtigsten Wünsche war, so wäre die Antwort „Lebensfreude“ erfahren. Bereits vor ungefähr 20 Jahren sagte mir Kurt Tepperein dazu, „Petra, das hast du jetzt mit dem nötigen Ernst gesagt“. Und würde ich weiterhin sagen müssen welche Emotion mich am meisten in meinem Leben begleitet hat, dann wäre die Antwort: Traurigkeit. Das es schlussendlich eine Überdosis unerträglicher Traurigkeit sein sollte, die mich zur Lebensfreude führt, hätte ich mir vor zwei Monaten noch nicht träumen lassen. Fortsetzung folgt…

Ganz liebe Grüße und Blumen der Freude aus meinem Herzen für dich

Petra

Glücklichsein ist eine Entscheidung

Deshalb schreibe ich wieder. In meinem Leben hatte ich viele Ziele, einige habe ich erreicht, andere nicht. Alle diese Ziele hatten, so weiß ich heute, einen ganz bestimmten Zweck, ich wollte glücklich sein.

So wirklich gelungen ist mir das jedoch nicht. Ich hatte meine Momente, vor allem dann, wenn ich ein Ziel erreicht hatte. Auf Umwegen, oder vielleicht waren es auch überhaupt keine, fand ich für mich heraus, dass ich das Glücklichsein selbst noch nie als mein oberstes Ziel festgelegt hatte.

Als ich das für mich herausgefunden habe, hinterfragte ich viele meiner Entscheidungen in der Vergangenheit. Bei fast allem habe ich nie daran gedacht, dass ich dabei auch glücklich sein möchte. Ich war bereit fleißig zu sein, habe immer zu den Besten gehört, habe getan was notwendig war und immer noch etwas mehr. Und es war anstrengend, oftmals fehlte der Flow. Manchmal geschahen jedoch auch Dinge wie von Zauberhand. Doch ich hatte nie die Absicht getroffen, dass ich bei dem was ich mir als Ziel gesetzt hatte auch glücklich sein wollte.

Es ist noch nicht lange her, da wurde ich von eine Welle an Erfahrungen heimgesucht, die mich noch einmal emotionalen Schmerz in geballter Form erfahren haben lassen, dass ich dachte ich ertrinke in diesem Schmerz und dieser Hoffnungslosigkeit. Und da ich nicht mehr weiterwusste, habe ich mich dem hingegeben und fand darin nicht nur Frieden, sondern es war der Anfang einer Reise, die mich mir jetzt endlich näher bringt, so wie ich es zuvor noch nie erfahren habe.

Darüber möchte ich hier schreiben, ebenso über andere Dinge die mich einfach glücklich machen. Dazu gehören vegane Rohkost, die Ernährungsform, die mich nicht nur glücklich macht, sondern gesund, fröhlich und mir jeden Tag mein Herz erfüllt mit Dankbarkeit. Viel zu lange war es mir nicht möglich, diese weiter zu praktizieren, weil ich nicht verstand, was der Grund für die Widerstände dagegen waren. Ebenso dazu gehören Fitness, die Natur und das Verständnis für den eigenen Körper, der mir all die Jahre so treu gedient hat und jetzt wieder die Aufmerksamkeit und Pflege bekommt, die er verdient hat. Dazu gehört meine Leidenschaft zu schreiben und mich zum Ausdruck zu bringen, aber auch spirituelles Wachstum und Bewusstsein, vor allem mir selbst.

Was ist passiert, dass es stagniert hat, ja sogar so schien, als wenn mein Leben rückläufig würde? Was hat mich davon abgehalten, meine Botschaft und meine Energie in die Welt hinauszutragen? So lange habe ich danach gesucht und endlich die Antwort in mir gefunden. Das muss ich dir unbedingt erzählen und ich bin davon überzeugt, du wirst das auch in dir entdecken wollen.

Für heute schicke ich dir Blumen, aus meinem Herzen und sonnige Grüße

Petra