Deshalb macht Vergleich dick

Wir können noch so viel abgenommen und unsere Figur optimiert haben, sogar mit unserem Spiegelbild in Frieden sein, doch das Ende all dieser Zufriedenheit ist der Vergleich. Sobald wir uns anfangen zu vergleichen, nach anderen zu schauen, die besser, schöner, reicher sind als wir führt das zu Unzufriedenheit. Und gerade Social Media ist da sicherlich sehr hilfreich, was unsere Unzufriedenheit angeht. Es soll sogar wissenschaftlich bewiesen sein, dass Facebookbenutzer unzufriedener sind, wie Menschen, die offline leben. Ich habe hier jetzt keine Studien zur Hand, kann dies aber aus eigener Erfahrung bestätigen. Dies war auch mit einer der Gründe, warum ich damit aufgehört hatte und offline gegangen bin. Jetzt traue ich mir aber zu anders damit umgehen zu können. Ich werde berichten, sollte das nicht so sein.

Zurück zu der Figur. Ich kann von mir behaupten, dass mich die tollen Fotos auf Social Media schon sehr beeindruckt haben. Und das schlimme daran war, dass es offensichtlich alle anderen besser drauf hatten als ich. Nicht nur im Figurbereich. Das hat oft dazu geführt, dass ich frustriert war und darauf hin natürlich mein Dopamin in den Keller gesunken ist. Mein Belohnungszentrum hat dann nach einer Droge gesucht, um dies wieder in Ordnung zu bringen . Bei mir ist das Essen und Training gewesen. Doch ein Zuviel von beiden ist nun einmal nicht gesund und erschöpft meine körpereigenen Dopaminvorräte nur noch mehr. Und es macht auf Dauer dick, nicht nur durch das zuviel an Essen, sondern durch den Stress, den wir uns da selbst machen.

Leider wird durch diese permanente Überstimmulierung des Belohnungszentrum auch die Ausschüttung von GABA (das wir zur Entspannung und Zufriedenheit brauchen) vermindert. So weit hier nur mal als kleinen Exkurs. Mehr zu gegebener Zeit auf meinem YouTube Kanal. Wo ist hier nun die Lösung?

Keine Vergleiche mehr. Einfach sein Ding durchziehen, ohne nach recht oder links zu schauen. Hier eine kleine Analogie, die nicht von mir ist, aber es doch sehr gut auf den Punkt bringt.

Eines Tages entschieden die Frösche, einen Wettlauf zu veranstalten. Um es besonders schwierig zu machen, legten sie als Ziel fest, auf den höchsten Punkt eines großen Turms zu gelangen. Am Tag des Wettlaufs versammelten sich viele andere Frösche, um zuzusehen. Dann endlich “ der Wettlauf begann.

Nun war es so, dass keiner der zuschauenden Frösche wirklich glaubte, dass auch nur ein einziger der teilnehmenden Frösche tatsächlich das Ziel erreichen könne. Statt die Läufer anzufeuern, riefen sie also “Oje, die Armen! Sie werden es nie schaffen!” oder “Das ist einfach unmöglich!” oder “Das schafft Ihr nie!” Und wirklich schien es, als sollte das Publikum Recht behalten, denn nach und nach gaben immer mehr Frösche auf. Das Publikum schrie weiter: “Oje, die Armen! Sie werden es nie schaffen!” Und wirklich gaben bald alle Frösche auf “ alle, bis auf einen einzigen, der unverdrossen an dem steilen Turm hinaufkletterte“ und als einziger das Ziel erreichte.

Die Zuschauerfrösche waren vollkommen verdattert und alle wollten von ihm wissen, wie das möglich war.

Einer der anderen Teilnehmerfrösche näherte sich ihm, um zu fragen, wie er es geschafft hätte, den Wettlauf zu gewinnen. Und da merkten sie erst, dass dieser Frosch taub war! Verfasser unbekannt.

In unserem obigen Beispiel braucht es noch nicht einmal die Zuschauer, die es natürlich in unserem Leben auch oft zu Hauf gibt. Nein, bei uns langt schon der innere Kritiker, dem wir sogar viel mehr glauben, als allen Zuschauer da draußen. Ich habe gelernt mit diesem inneren Kritiker in Frieden zu kommen. Dennoch vergeht kein Tag, wo er mir nicht versucht etwas zu verkaufen, was ich weder möchte, noch was gut für mich ist. Meistens gewinne ich das Verkaufsgespräch, aber nicht immer. Die gute Nachricht, ich bleibe dennoch dran, wenn mir etwas wirklich wichtig ist.

Und noch eine gute Nachricht. Mein erstes Video ist jetzt online. Auf online klicken und anschauen. Und nun noch mein Essen von gestern:

kcal 1866 – Protein 175, 7 g – KH 151,8 g – Fett 58,8

Gewicht: 62,5 – Also 3 kg weniger seit letzen Monat, obwohl ich nur auf das Defizit geachtet habe. Sonst braucht es auch nicht wirklich mehr, um abzunehmen. Da ich jedoch auch gut dabei aussehen möchte, achte ich jetzt auch wieder mehr darauf, was ich inhaltlich esse. Wobei bei mir sowieso nie wirklich von einer schlimmen Ernährung die Rede sein kann, außer ich hänge irgend einer Ernährungsideologie an.

Frühstück: Ober leckere Suppe aus Zucchini, Möhre, Petersilienwurzel, Lauch, 10 g Butter, 10 g Kollagen Protein. Gemüseanteil waren 850 g. Danach ein Protein mit Mandelmilch.

Mittag gab es nur ein paar Reiswaffeln. Ich war am Arbeiten und hatte keinen Hunger. Allerdings habe ich auch sehr spät gefrühstückt.

Abends: Noch einmal die leckeren Zuckerhutwraps mit Forellenfilet, Frischkäse, Spinatfüllung. Sprossensalat. 250 g Quark mit 35 g Mandelmus.

Vor dem Schlafen ein Bedtime Protein.

Das war es für heute.

Liebe Grüße Petra

Mein Wort zum Sonntag

Das Leben besteht nicht aus Zielen. Es besteht aus Augenblicken.

Ich weiß zwar nicht von wem dieses Zitat stammt, aber es passt zu meinem neuen Weg, meiner Veränderung hinzu mehr Freude am Weg, statt nur auf das Ziel fokusiert zu sein. Ich habe euch bereits in diesem Beitrag darüber berichtet. Mein erstes Video sollte jetzt eigentlich schon online sein, aber es lädt und lädt. Auch das wird mir nicht mehr passieren, wenn ich mir meine Zeit jetzt anders einteile. Heute hatte ich sehr viel im Büro zu tun. Monatsabschluß, Jahresende usw.

Essen läuft sehr gut. Da ich heute noch nicht fertig bin mit Essen, dann morgen meine Bilanz von heute. Ach ja, ich habe gestern doch noch ein Bedtime Protein zu mir genommen und nachgetragen.

Für heute war es das auch schon, ich möchte noch etwas Dehnen und einen leckeren Quark mit Mandelmus essen. Und lesen auch noch.

Ich wünsche euch gutes Gelingen für die kommende Woche

Eure Petra

Manchmal braucht es einfach nur die richtige Einstellung

Heute war also Markttag. Und es kam wie es kommen musste, ich habe kaum geschlafen. Ich bin abends derzeit so kreativ, so auch gestern und um kurz vor 01.00 Uhr war ich noch einmal auf dem WC. Um 3.50 Uhr musste ich aufstehen. Doch das war mir jetzt mal egal, ich weiß ja, was ich jetzt zu tun habe, damit das besser wird. Ich habe mich darauf konzentriert, dass der Körper ja ruht und 3x musste ich das Licht anmachen, weil ich mir meine Ideen auf Tonband aufgesprochen habe.

Doch kommen wir zum Essen. Das hat einwandfrei geklappt, weil ich mich jetzt richtig eingestellt habe, u. a. mit dem Hebel. Doch so wie ich mich kenne wird der jetzt nicht mehr gebraucht werden. Es läuft. Sich selbst zu coachen ist aber auch immer etwas anderes, als einen Klienten. Ich selbst bin immer meine größte Herausforderung. Nicht immer, aber manchmal schon.

Ich habe wie folgt gegessen:

  • Nach dem Aufbau ein Comlete Protein mit Mandelmilch (ich mixe mir die Mandelmilch immer mit Wasser.
  • später Magerquark mit Ananas
  • um die Mittagszeit Whey Protein wieder mit Mandelmilch
  • auf der Rückfahrt im Auto 1 Chiabrötchen mit Avocado bestrichen und 80 g Sprossenmix, 2 gekochte Eier und 2 Reiswaffeln
  • später daheim nach dem Auspacken einen ober legeren Gemüsebrei aus Pastinake, Möhre, Petersilienwurzel, Primal Collagen und etwas Butter
  • und dann einen großen auch mega leckeren Wrap aus Zuckerhut gefüllt mit Forellenfilet, Frischkäse und Babyspinat. Da mache ich auf jeden Fall einmal ein Rezept Video zu.

Evtl. gibt es noch ein Protein zur Nacht. Das trage ich dann morgen nach.

Bisher : 1900 kcal – Protein 165 g – KH 175 g – Fett 60 g

Das soll es für heute gewesen sein. Es war ein langer Tag, mit wenig Schlaf. Machts gut.

Liebe Grüße Petra

 

Die Sache mit dem Schlaf

Früher dachte ich ja immer, dass es notwendig ist ausreichend zu schlafen, um gesund zu sein. Heute sehe ich auch das anders. Offenbar ist es so, dass unser Schlafverhalten aufzeigt, wie gesund, zufrieden und ausgeglichen wir sind. Und da ich in dem letzten Jahr, mal mehr mal weniger Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen habe, was ich nicht so prickend finde, habe ich nach Lösungen geschaut.

Auf der körperlichen Ebene habe ich alles mir mögliche getan, um da Abhilfe zu schaffen. Doch das Problem liegt bei mir halt ganz woanders. Da Zauberwort ist Reizüberflutung. Und eigentlich dürfte ich hier überhaupt nicht sitzen und meinen Beitrag schreiben, weil das meine Zirbeldrüse aktiviert und ich dann wieder die Hin- und Herwälznummer abspulen werde. Ich weiß auch, dass ich zuviel auf einmal schaffen möchte. Ich schaue kein Fern, bin nur ausgewählt im Netz, deshalb auch jetzt erst wieder frisch auf Instagram und Facebook, weil ich das schon immer gewusst habe. Es wird mir zuviel. Doch ich möchte mein Leben auch nicht nur im Wald und mit Meditation verbringen.

Ich bin ein sensibler Mensch, hochsensibel. Ich höre lauter, rieche mehr, empfinde mehr als der Durchschnittsmensch und mein Leben war geprägt, von „stell dich nicht so an“,  „sei doch nicht so empfindlich. Da ich aber in der Regel 4x mehr empfinde als der Durchschnitt bin ich überhaupt nicht empfindlich, sondern sehr stark, weil ich das ja verarbeiten muss. Ich möchte hier jetzt aber nicht zu sehr in die Tiefe gehen, gerne auch das ein anders Mal. Ich möchte aufzeigen, dass ich noch mehr Minimalismus betreiben muss, besonders auf der kreativenschaffens- und emotionalen Ebene, sonst komme ich nachts nicht zur Ruhe. Kein leichtes Unterfangen, wie ich festgestellt habe. Aber auch das ist die Folge meiner Entscheidung auf die Bühne zu gehen und das finde ich gut. Die Bühne wird mir also in der Tat zu einer besseren Lebensqualität verhelfen. Denn mit zuwenig Schlaf werde ich mein Fett nicht so wegbekommen, wie ich es dafür brauche.

Trainiert habe ich heute zu Hause, sonst hätte das Training nicht in meinen Zeitplan gepasst. Und das Essen für den morgigen Markttag ist auch geplant und gepackt.  Gestern gab es übrigens folgendes:

Kcal 2097 – Protein 173 g – KH 195,4 g – Fett 71,6 g

Frühstück: Whey mit Gemüsesaft, 2 gekochte Eier und 1 Scheibe Chiabrot

MIttag: Feldsalat, Paprika, Sprossen Mix  (150g), Avocado, Olivenöl,  Gemüsesaft und Primal Kollagen, Eiweißriegel

Abend: Gemüsepfanne mit Feta, Magerquark mit Peanutbutter

Snacks: Brezel, Dinkelcracker und ein weiter Proteinriegel

Für alle, die nur meinen Blog lesen, abschließend mein heutiges Instagram Foto. So und nun ab ins Bett und zur Ruhe kommen. Am Sonntag arbeite ich mir einen anderen Plan aus. Heute ging es nicht anders, stand schon alles fest und ich habe mir vorgenommen jeden Tag zu bloggen. Daran halte ich mich auch. Und am Sonntag gibt es endlich das erste Video von mir. Gedreht habe ich es schon. Denn ein weitere Vorsatz war je jede Woche in diesem Jahr ein Video zu veröffentlichen. Auch eine Herausforderung für mich.

Euch ein schöne Zeit, bis morgen

Eure Petra

 

 

Der Weg oder das Ziel?

Früher habe ich mir Ziele gesetzt und bin den Weg gegangen der notwendig war, um eben jenes Ziel zu erreichen. Mein Fokus lag auf dem Ziel. Heute mache ich das anders. Ich setze mir ein Ziel, damit ich mich auf den Weg machen kann und eben jener Weg ist es, der mich interessiert. Das Ziel ist auf diesem Weg nur eine Art Zwischenstation von der aus es weiter geht auf meiner Reise oder besser meinem Weg. Ich möchte das so erklären. Wenn ich mich entscheide nach Hamburg zu fahren, dann fahre ich dahin und ich tue halt das, was notwendig ist, um dahin zu kommen. Dort angekommen habe ich mein Ziel erreicht und suche mir ein neues.

Anders heute. Auf dem Weg nach Hamburg nehme ich mir Zeit, die Umgebung anzuschauen, Menschen kennenzulernen, ich genieße die Reise und selbst wenn ich ein Panne habe, schaue ich was daraus gutes entstehen kann. In Hamburg angekommen, weiß ich, dass dies nur ein weiterer Zwischenstop ist, auf meiner Reise, auf meinem Leben. Und ganz genauso möchte ich jetzt mein „Cinderella in Pink“ Projekt angehen. Das Ziel ist notwendig, weil ich ja etwas in mein Navigationssystem eingeben muss (Hamburg). Ohne Ziel bin ich Spielball des Lebens oder lebe nach den Zielen von anderen.

Doch einfach nur dahin rasen, damit ich dort bin, mein Ziel erreicht habe, dass möchte ich nicht mehr. Das führt zu kurzfristiger Freude mit anschließender Leere und der Frage: Und nun?

Vielleicht liegt es daran, dass ich jetzt älter bin und schon viele Jahre an Erfahrungen sammeln durfte. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass ich mich eben durch diese Jahre an Erfahrungen verändert habe. Fakt ist: Diesmal liegt mein Fokus auf dem Weg und deshalb heißt es vermutlich auch im Zitat:

Der Weg ist das Ziel.

Gestern war ich nach einer Woche „freiwilliger“ Traininingspause wieder trainieren und ich stelle fest. Pausen sind nichts für mich. Nicht, dass ich das nicht schon vorher gewusst habe, aber es macht Sinn ab und zu auch einmal zu überprüfen, ob das auch noch so ist. Das Training gibt mir Kraft die Herausforderungen im Leben zu  meistern und da ich schaue, dass ich viele Dinge in meinem Leben habe, die mir Kraft geben, statt Kraft zu  nehmen, macht es mehr Sinn moderat zu trainieren, als überhaupt nicht.

Wie angekündigt habe ich gestern weniger gegessen, was auch sehr gut geklappt hat. Somit liege ich wieder in meiner Wochenbilanz.

1675 kcal – 148 g Protein – 178,5 g KH – 42,4 Fett.

Das war es für heute, jetzt geht es ins Training, denn heute Nachmittag habe ich einen ganz wichtigen Termin mit meiner ältesten Tochter die im April heiraten wird. Brautmutter und Tochter in geheimer Mission. Das Kleid ist es aber nicht, dass wurde schon im letzten Jahr ausgesucht.

Liebe Grüße Petra

Belohnung oder Strafe?

Der Moment, wo du dein warmes Bad verlassen musst, weil du eine Idee hast. Diese schritlich zu fixieren macht Sinn. Genau das habe ich getan. Mein Problem mit meinem Verhalten auf dem Markt ist gelöst. Und nicht nur das. Doch der Reihe nach, ich weiß jetzt was ich zu tun habe. Ich brauche einen Hebel und zwar einen, der mir mehr weh tut als die Kälte, das frühe Aufstehen und das Warten auf Kunden an bestimmten Tagen. Das ist ja nicht an jedem Tag so. Die Dienstage sind für mich kritischer, weil da weniger zu tun ist. Aber zurück zu meiner Lösung.

Ich werde mir jetzt an jedem Markttag eine Summe X, im Rahmen meiner Möglichkeiten in eine Box legen. Im Verlauf des Monats kommt da eine bestimmte Summe zusammen. Und wenn ich mich an meinen Plan halte, darf ich mir für das Geld etwas kaufen. Das wäre die Belohnung, die jedoch leider nicht reichen wird, um zu verhindern, dass ich mich mit Essen belohne, entschädige oder was auch immer der Grund sein mag, an solchen Tagen wie heute. Jetzt kommt der Hebel:

Wenn ich mich nicht an meine Vorgaben halte, dann spende ich das Geld. Aber nicht an einen Verein der es braucht oder den ich gerne unterstütze. Nein, das würde auch nicht reichen um mich vom Essen an solchen Tagen abzuhalten. Sondern das Geld bekommt ein Mensch, der das Geld nicht nötig hat, noch schlimmer, dem ich keinen einzigen Cent gönne. Diesem Menschen musste ich im letzten Jahr aufgrund eine Fehlers, einer Fehlentscheidung von mir so viel Geld zurück zahlen und glaubt mir, jeder einzelne Cent davon hat mir so weh getan. In vielerlei Hinsicht. Ich musste mächtig an und mit mir arbeiten, um darüber hinwegzukommen und in der Badewanne kam mir die Idee, dass dieser Mensch jeden Monat eine Spende bekommt, wenn ich mich nicht an die Regeln halte. Wie läuft das ab?

Ich hole mir einen Vollstrecker ins Boot, der bekommt die Kontonummer und den Namen und der wird das überweisen. Dafür brauche ich einen Menschen, der das auch tut. Da habe ich schon jemanden, der mir da in den Sinn kommt. Dann brauche ich jemand, der mich prüft. Und keine Sorge, dafür brauche ich jetzt keinen Dedektiv zu engagieren, sondern ich werde mich wiederum von einer anderen Person kinesiologisch testen lassen, an jedem Markttag und dem Tag danach. Denn der Körper lügt nicht. Mal davon abgesehen, dass ich mich ja selbst betrügen würde. Aber damit ist die Sache dingfest, gebongt sozusagen. Ich werde euch auf dem laufenden halten.

Auch wenn ich mich lange dagegen gewehrt habe, aber leider ist Schmerz der bessere Antreiber. In wissenschaftlichen Untersuchungen motivierte der erwartete Verlust von Geld viel mehr, sich an die Vorgaben zu halten, als ein zu erwartender Gewinn. Allerdings lässt sich das auch nicht verallgemeinern und manchmal kann eine Strafe auch genau das Gegenteil bewirken. In meinem Fall jedoch wird mir dieser Hebel dazu verhelfen mich an meine Vorgaben zu halten und somit mein Ziel besser zu erreichen.

Wo ich gerade von Ziel erreichen sprechen. Wir allen kennen das Zitat „der Weg ist das Ziel“. Und dennoch wissen wir auch, dass Ziele wichtig sind. Doch was ist denn nun wirklich wichtiger? Darüber berichte ich morgen.

Ach ja, noch eine gute Nachricht, ich habe jetzt endlich herausgefunden, woran das liegt, dass ich in diesem Jahr solche Probleme mit Kälte, Aufstehen etc. habe. Auch darüber werde ich berichten.

Und noch etwas, ich habe mich auf die Waage gestellt. Nicht zugenommen. Alle Aufregung für nichts? Nein. Ich habe dadurch sehr wichtige Erkenntnisse für mich gewonnen. Ich wünsche euch einen schönen Tag.

Liebe Grüße Petra

Es(s)kalation – Meine größte Herausforderung auf meinem Weg

Unfassbar. Jetzt kann ich mir gleich am 2. Tag im neuen Jahr die Blöße geben und mich hier ausmären, über meine größte Herausforderung auf dem Weg zur Bühne.

Der Markt.  Unser Markt, Karsten und mein Markt für biologisches Obst und Gemüse. Zweimal die Woche. An und für sich eine ganz gute Sache, aber ich bekomme es diesen Winter nicht auf die Reihe. Weder das frühe Aufstehen, noch die Kälte und da eskaltiert halt ab und zu mein Essverhalten. Während der Massephase waren das meine 4000 kcal Tage. Kein Problem. ABER, das geht jetzt nicht mehr. Morgen beginnt meine Vorbereitung für meinen Wettkampf im Mai und ich dachte ich hätte das im Griff. Hatte ich ja auch, solange die Plane rund um unseren 12 m Stand zu war. Doch heute war sie auf und ich hatte kalt und es war Wind, viel Wind und es kamen zunächst so gut wie keine Kunden und da haben wir derzeit die leckeren Datteln am Stand. Zusammen mit einer Tasse heißem Tee, genial um auch bei solchen Bedingungen durchzuhalten. Und Datteln haben ganz viel Kohlenhydrate, was an und für sich kein Problem ist, aber ich habe ohne Hunger gegessen. Das ist das Problelm. Mein Belohnungszentrum hatte mich im Griff.

Was habe ich getan? Hier erst einmal meine Offenbarung.

2875 kcal – 135 g Protein – 396 g KH – 72 g Fett.

675 kcal zuviel. Ich habe mich auf 2.200 kcal eingestellt. Damit nehme ich ganz langsam ab. Doch noch viel schlimmer ist, was ich gegessen habe. Völlig untypisch für mich. Und ja, ich weiß, dass ich an Marktagen einen Verbrauch von 3.500 kcal habe. Das habe ich in den letzten Monaten herausgefunden. Ist körperliche Arbeit. Auf- und Abbau, Verkauf, das frühe Aufstehen 12 Stunden Tag, wenn es langt usw. Doch das sind Ausreden. Die Wahrheit ist:

Ich hatte es nicht im Griff. Und das war gut so. Warum? Weil ich jetzt weiß, dass dies meine größte Schwachstelle in meiner Vorbereitung ist. Nicht, dass ich das nicht schon vorher gewusst hätte, doch bis Samstag werde ich alle nur erdenklichen Maßnahmen ergreifen, dass mir das nicht noch einmal passiert. Was habe ich gegessen?

Frühstück: Whey Protein 30 g – Mandelmilch 150 ml – Kakao 4 g, Chiabrötchen mit 100 g Harzer.

Snack:  1 veganer Bio-Donut, Datteln ganz viel Datteln

Mittagessen: 250 g Magerquark mit Flavdrops

Snack: 1 Brezel, 1 Pudding-Berliner, 1 Wickel-Mohn-Brötchen

Abendessen: Wieder „on point“ 250 ml Gemüsesaft, Feldsalat mit Sprossen und eine halbe Scheibe Chia-Dinkel-Brot

Liest sich so harmlos. Ist auch nicht wirklich schlimm. Aber der Grund, warum ich das gegessen habe und die Art wie ich es gegessen habe, das ist es, was es zu beachten gilt. Daheim war ich zunächst erst einmal wütend. Auf was und wen weiß ich nicht alles. Ja, das ist auch als Mentaltrainerin möglich. Doch dann kam ich ins Handeln.

Ich habe mir einiges an Proteinpulvern und Nahrungsergänzungen im Internet bestellt. Meine Vorräte sind nahezu leer. Ich tue mich damit immer noch etwas schwer, was verständlich ist für eine ehemalige Rohkösterlin.

Ich habe meinen Termin für meinen Bikini fest gemacht. Im Februar. Ich lasse mir nämlich einen nähen. Ich habe drei Kinder gestillt und Brust-OP kommt nicht in Frage, also brauche ich einen guten Bikini von einer Profifrau. Mehr dazu wenn es dann soweit ist.

Ich habe beim Verband angerufen und mich danach sofort schriftlich angemeldet.

Ich habe lange Zeit nichts, dann meine proteinreiche Rohkost gegessen. Für mich ganz wichtig: einfach normal weitermachen, wenn es mal „entartet“ und eben nicht nach dem Motto: jetzt ist sowieso alles egal.

Ich habe mir notiert, was ich ändern bzw. beachten muss, damit ich vorbereitet bin und ich muss mir etwas anderes für mein Belohnungszentrum suchen. Dieser Punkt ist noch in Arbeit. Und eines werde ich morgen ganz bestimmt nicht tun:

Auf die Waage steigen. Das mache ich erst am Donnerstag. Da gibt es dann auch Formcheck. Morgen gibt es jetzt weniger als 2.200 kcal. Hauptsache die Wochenbilanz stimmt. Offizieller Start ist sowieso morgen.

Und ich gehe gleich noch in die warme Badewanne. So, meinen 2. Beitrag im Jahr habe ich auch geschrieben. Jetzt sind es nur noch 363.  🙂

Morgen geht es dann weiter. Und ins Training geht es dann auch wieder. Ich fand die Pause jetzt nicht so toll. Ich glaube ich hätte besser moderater trainiert, statt ganz ausgesetzt. Ich bin völlig verspannt. Die Arbeit auf dem Markt funktioniert nur, weil ich trainiere. Sonst wäre das so überhaupt nicht möglich. Und ganz ehrlich, immer möchte ich das in diesem Umfang nicht machen. Da ist auch noch Handlungsbedarf.

Liebe Grüße Petra

Cinderella in Pink – Wunscherfüllung

Herzlich Willkommen auf meinem Blog.

Wenngleich ich hier schon einige Beiträge geschrieben habe, so wird mein Blog erst mit dem heutigen Beitrag wirklich zum Leben erwachen. Passend zum Jahresanfang. Die Frage die ich mich kurz vor dem Verfassen dieses Beitrages gestellt habe war, ob ich wenn ich ein Vorhaben aufgebe versagt  habe? Ich denke das kommt ganz auf die innere Einstellung an.

Ich habe heute ein Projekt aufgegeben, an dem mir sehr viel gelegen hat und dennoch habe ich mich sehr schwer mit der Umsetzung getan. So schwer, dass ich Einsehen musste, dass dieses Projekt offensichtlich kein wirklicher Herzenswunsch sein kann. Ich weiß, wie ich mich verhalte, wenn ich für etwas brenne, wenn mir etwas wirklich wichtig ist, wenn ich etwas unbedingt tun muss, koste es was wolle (nahezu). Und das war hier nicht der Fall. Ich war nicht bereit den Preis zu zahlen, den Aufwand zu betreiben, das zu tun, was notwendig ist, um eben diesem Vorhaben gerecht zu werden. Also bleibt mir nur eines. Es sein lassen. Und genau das habe ich getan, wenn auch unter Tränen, wenn auch mit Schmerz, doch es ist das einzige Richtige gewesen. Habe ich deshalb versagt? Nein. Es war meine Entscheidung.

Deshalb komme ich jetzt zu dem, was ich tun möchte, bereits tue und auch mit Begeisterung dabei bin. Ich beobachte mich ja selbst und da gibt es keinen Zweifel. Ich werde mich wieder dem widmen, was mein Herz erfüllt, was mich schon fast mein ganzes Leben bis zum heutigen Tag begleitet, begeistert und mir wie ein guter Freund zur Seite steht. Mein Sport, meine Ernährung, mein Lifestyle. Gleichzeitig zolle ich diesem Sport jetzt einmal mehr Wertschätzung in dem ich mich entschieden als Athletin auf die Bühne zu gehen, aber ich erfülle mir auch einen Herzenswunsch. Einmal den Teil in mir Leben lassen, der in meiner Kindheit nicht sein durfte. Die Cinderella in Pink.

Schon immer ist rose und pink meine Farbe, die mir Kraft gibt und mir das Herz erwärmt, vielleicht auch deshalb wieder der Wechsel meiner Haarfarbe, welche zwar nicht Pink ist, aber mir jetzt sehr gut gefällt, denn Naturfarben sind nun einmal Grenzen gesetzt. Deshalb wird mein Outfit auch von dieser Farbe geprägt sein.

Mein Blog wird überwiegend von meiner Transformation zur Bikini-Athletin berichten. Anmerkung: Ich habe bereits einmal als Athletin auf der Bühne gestanden. Das war in den 80ern in der Bodybuilding Klasse. Es gab damals nur die. Da ich da wie ein Lauch zwischen den anderen gestanden bin, habe ich gewechselt und bin Kraft-Drei-Kämpferin geworden. Bis zu der Geburt meiner ältesten Tochter habe ich in dieser Disziplin einige Jahre an Wettkämpfen teilgenommen.

Aber, und das ist mir sehr wichtig hier mitzuteilen: Mag zwar die äußerliche Transformation ein Teil dieses Weges sein, so geht es mir vor allem um die Veränderungen in mir, die dafür notwendig sind um diesem Weg zu gehen. Und zwar mit Freude, Spaß und Begeisterung, denn das ist es, was ich leider bei vielen Athletinnen vermisse. Ich möchte hier jedoch keine Vorwürfe machen, denn wer nicht um die Wirkmechanismen unseres Gehirn, allem voran um das Belohnungszentrum weiß, der wird auch nicht verstehen, wie ihm geschieht. Ich werde  über mein Training, meine Ernährung, meine mentalen Werkzeuge berichten, aber auch darüber, warum ein Wettkampf nur Teil des Weges sein sollte und nicht das Ziel. Für mich ist es eine Zwischenstation auf einer Reise, die mir dazu verhilft Erfahrungen und Kenntnisse zu sammeln. Somit also Mittel zum Zweck. Ich muss allerdings auch zugeben, dass ich heute sehr von meinem Alter profitiere, denn mit 20 habe ich das ganz anders gesehen. So kann ich vielleicht einigen dazu verhelfen, sich besser zu verstehen und liebevoller mit sich umzugehen.

Das ist es was ich heute sagen wollte. Mehr dann morgen. Ich möchte jetzt jeden Tag einen Beitrag posten und wenn die Zeit nicht langt, dann zumindest aufzeigen, was ich gegessen habe. Ich habe die letzten Wochen schon ein bisschen im Defizit gegessen, aber nicht ausschließlich. Doch ab Mittwoch beginnt für mich meine offizielle Wettkampfvorbereitung und somit wird sich auch in meiner Ernährung noch etwas ändern. Aber halt, nicht der Klassiker. Ich komme aus der roh/veganen Ernährungsszene. Diesen Weg habe ich vor fast 24 Jahren beschritten, und in den letzten Monaten entgültig verlassen.

Ich ernähre mich also nicht mehr ausschließlich roh, auch nicht mehr ausschließlich vegan, wenngleich ich vieles, was ich auch heute noch für gut befinde in meine Ernährung integriert habe. Dazu zählen Sprossen, Gemüsesafte, Salate und noch einiges mehr, was ich hier aufzeigen werde. Und um gleich einen guten Anfang zu machen, das gab es heute zu essen:

Frühstück: Saft einer Grapefrucht, Orange, Zitrone, ein Stück Ananas vermixt mit 30 g Bio Whey-Protein. Danach 1 Banane. (Anmerkung: Obst habe ich in den letzten Monate fast überhaupt nicht gegessen)

Zwischenmahlzeit: Magerquark mit Mandelmus und Stevia-Flavdrops, 2 Stück 99 % Schokolade. Eine Ecke Proteinpfannkuchen von Karsten probiert.

Zwischenmahlzeit: ein kleines Stück Tiramisu meiner Tochter probiert.

Abendessen: 350 ml Gemüsesaft frisch gepresse aus Stangensellerie, Fenchel, rote Beete, Möhre, etwas Apfel. Danach einen Salat aus Feldsalat, Zwiebel und Paprika mit ganz viel Sprossen. Heute Bockhornklee, schwarze und braune LInsen. Dazu zwei Scheiben Chia-Dinkelbrot, eine davon mit Avocado.

2032 kcal – 165 g Protein – 189 g Kohlenhydrate – 66 g Fett.

Da ich mir selbst eine Woche trainingsfrei auferlegt hatte, kein Training, aber etwas Streching, Blackroll und Posing und einen schönen Spaziergang gab es dennoch.

Liebe Grüße an euch

Eure Petra

Deshalb macht Schokolade nicht glücklich

Oder präziser, Schokolade ist keine Lösung sondern lässt uns den Schmerz vergessen, aber leider auch unser Ziel, welches meistens noch in der Zukunft liegt.

Die Tage sprach ich davon, dass dieser Schmerz auf dem Markt zu stehen in diesem Jahr sehr schlimm ist, vor allem weil mir die Kälte und Nässe in diesem Winter extrem zu schaffen macht. Auch das mit dem mitten in der Nacht aufstehen hat schon besser geklappt. Nun könnte ich ja einfach liegenbleiben und den Markt – Markt sein lassen. Doch der Preis, den ich dafür zahlen müsste, wäre kein Einkommen mehr zu haben. Also stehe ich auf und leide, zumindest ein bisschen, denn leider bin ich Mentaltrainerin. Leider? Ja, manchmal würde ich auch gerne einfach nur Jammern und Klagen. Aber ich weiß es ja besser. Ich kann an dieser Situation ja etwas ändern. Was ich ja auch schon getan habe, doch dann hat das vermeindliche Schicksal, dass es in meinem Modell von Welt nicht gibt zugeschlagen.

Für mich gibt es nur Ursache und Wirkung und das Schicksal, wie wir es nennen, ist für mich die Wirkung auf eine Ursache, die ich in der Vergangenheit gesetzt habe. Fakt ist, ich habe zur Zeit nicht den finanziellen Spielrahmen, um mir die Marktzeit zu verkürzen oder eben auch einmal frei zu nehmen. Das zu verändern hat bis vor kurzem für mich Schmerz bedeutet, weil ich dafür einiges loslassen und einiges neu angehen musste.

Praktisch wieder ganz bei Null anfangen, und da dieses bei Null anfangen nicht das erste Mal ist, habe ich mich damit schwer getan denn es war ja ganz gut, so wie es war. Ab und zu mal ein Coaching geben, und den Rest auf ein anderes Mal verschieben.

Das was passiert war, hat mich sehr heftig erwischt und aus einer Abwärtsspirale herauszukommen ist immer eine Herausforderung.

Dabei lief alles so gut an die letzten Jahre, denn immerhin hatte ich schon einmal alles verloren und mich wieder aufgestellt. Doch diesmal traf es mich abermals heftig und ich kam einfach nicht mehr in meine Kraft.

Schlussendlich hat die Entscheidung als Bikini Athletin auf die Bühne zu gehen alles verändert. Das hätte ich mir nicht vorstellen können. Aber mein Wunsch ist so groß, dass ich bereit bin jetzt endlich die erforderlichen Schritte zu tun, die notwendig sind, mir den Freiraum zu schaffen, einerseits auf die Bühne zu gehen, aber andererseits auch wieder mehr in meinem Beruf zu arbeiten. Ich habe da auch einen Plan, denn es muss nicht immer heißen entweder oder, sondern es gibt auch ein sowohl als auch. Dieser große Schritt, dieser Bereich, der mich unfassbar viel Kraft gekostet hat liegt im privaten Bereich. Und wie sicherlich einige von euch wissen, sind gerade Familienangelegenheiten und Beziehungen oft sehr emotionale Herausforderungen, die einen Menschen schon zu Fall bringen können.

Die gute Nachricht, ich habe gesiegt und das Leben hilft mir dabei, weil der Schmerz alles beim Alten zu belassen mittlerweile größer geworden ist, als neue Wege zu gehen. Und das ist gut so, wenn auch nicht unbedingt angenehm. Wenngleich ich zugeben muss, jetzt wo ich in der Spur bin und begonnen habe, die Weichen neu zu stellen ist es schon einfach geworden.

Vielleicht spreche ich etwas in Rätseln, das liegt daran, dass ich noch unschlüssig bin, wie offen ich über bestimmte Dinge schreiben möchte wo außer mir noch andere Personen beteiligt sind. Da bin ich noch am überlegen.

Achso, beinahe hätte ich es vergessen, was hat das jetzt mit Schokolade zu tun. Ganz einfach, wenn ich das Ziel habe meine Figur zu optimieren, dann braucht das seine Zeit und das Endergebnis liegt in der Zukunft. Die Schokolade aber direkt vor mir und die Vorstellung auf diesen leckeren zarten Schmelz, der mich für einen kurzen Augenblick alles vergessen lässt verzichten zu müssen ist sehr groß und was tue ich dann? Nun ganz ehrlich, ich tue mal das eine, mal das andere. Es sollte nur nicht zur Gewohnheit werden. Denn ständiger Verzicht, führt zu Dogmatismus und Verbitterung, aber immer nachgeben, wird mich mein Ziel nicht erreichen lassen.

Euch allen eine schöne Zeit

Eure Petra

Sind wir nicht alle ein bisschen Cinderella

Als Kind wollte ich an Fasching immer ein Indianer sein, und auch später kann ich nicht wirklich von mir behaupten den Prinzessinen Look gelebt zu haben. Heute bin ich ein Mensch der die Natur liebt, sich einfach ernährt, einfach und bequem kleidet und meistens Sportkleidung an hat. Schminken kommt für mich nurzu bestimmten Anlässen in Frage, von Nagellack und gekonnten Frisuren brauchen wir schon einmal überhaupt nicht anzufangen. Ich bin kein Modepüppchen. Und alleine dieser Satz hat irgendwie schon einen negativen Subtext. Was fast schon ein sicheres Zeichen dafür ist, dass ich da einen Schatten in mir habe, der beachtet und gelebt werden möchte.

Ich liebäugele ja schon seit einiger Zeit damit als Bikini Athletin auf die Bühne zu gehen, aber dieses ganze „Tingeltangel“ und „Drumherumgehabe“ hat mich doch sehr abgeschreckt. Doch dann kam die große Erkenntnis. Gemessen an meinen Erfolgen und Leistungen der vergangenen Jahre komme ich leider überhaupt nicht mehr in meine Kraft und Stärke wie ich es von mir kenne und auch gewohnt bin. Die meiste Zeit meines Lebens war ich eine Kämpferin und leider kam da die Prinzessin, die auch in mir ist zu kurz. Wir leben in einer Welt der Polarität und möchten aber immer nur gerne die gute Seite haben. Gesundheit, Schönheit, Reichtum, Frieden, Sonne, schönes Wetter usw. Wir wollen die Krankheit, die Häßlichkeit, die Armut, den Krieg, den Regen, ja noch nicht einmal ein bisschen schlechtes Wetter nicht haben.

Ich als Mentaltrainerin weiß aber, dass da so nicht geht. Das eine wächst im Schatten immer mit. Gerade im Bereich Gesundheit habe ich da sehr schlimm Lerngeld zahlen müssen, weil ich mich mit meiner Lebensweise glaubte über die Krankheit erheben zu können, ja sogar andere Menschen verurteilt habe, weil sie sich nicht richtig um ihre Gesundheit gekümmert haben.

Dieser kleine Schwank ins Mentaltraining soll heute aber reichen. Zurück zu Cinderella. Ich bin bereit, sie frei zu lassen. Sie hat es verdient zu leben und genau deshalb habe ich mich heute auch riesig gefreut, als meine Posing Schuhe geliefert worden. Leider etwas zu groß, wie unten auf dem Foto zu sehen ist. Was die Fotos angeht, so werde ich erst nach den Feiertagen dazu kommen, das anders hinzubekommen. Hauptsache ich blogge und gut. Wie gehabt, geht der Text unter dem Foto  weiter.

Jetzt kann ich endlich das Posing mit hohen Schuhe üben. Das macht sogar richtig Spaß. Leider muss ich mich kurz davon trennen, weil sie eben etwas zu groß sind. Irgendwie haben diese Schuhe etwas magisches für mich, denn wenn auch nicht aus Glas, so sehen sie zumindest so aus und erinneren mich deshalb an Cinderella. Und genau das meine ich mit dem Titel: Sind wir nicht alle ein bisschen Cinderella. Ich bin davon überzeugt, dass in jedem von uns Anteile sind, die unterdrückt werden, die nicht gesehen werden wollen und da macht es Sinn einmal genauer hinzuschauen. Wer sich jetzt fragt, wie das denn mit der Krankheit aussieht? Ich habe gelernt meine Gesundheit wertzuschätzen und behalte die Krankheit immer im Auge. Ich weiß, sie ist da und hat auch ihre Berechtigung, denn manchmal trägt sie dazu bei, dass ein Mensch mit ihrer Hilfe sein Leben grundlegend verändert und dadurch verbessert. In diesem Sinne bis zum nächsten Mal und sorry, mein Beitrag über den Schmerz als Antreiber folgt noch.

Liebe Grüße Eure Petra