Der Körper – die Bühne der Gefühle

Da ich nicht mehr wusste, von wem dieses Zitat stammt, dass es nicht besser auf den Punkt bringen kann, habe ich nachgeschaut. Es stammt von dem Hirnforscher Antonio Damasio.

Ich werfe jetzt einfach einmal eine Frage in den Raum. Magst du deine negativen Gefühle? Ich bin da die meiste Zeit meines Lebens nicht mit zu Recht gekommen und hätte gerne, wie die meisten Menschen, zumindest die, wo ich kennengelernt habe, nur positive Gefühle gehabt. Das mag sicherlich mit ein Grund gewesen sein, warum ich nicht nur Fitness- und Gesundheitstrainerin, sondern auch Persönlichkeits- und Mentaltrainerin geworden bin. Auf diesem Weg bekam ich nämlich Werkzeuge, die mir die Ohnmacht vor diesen manchmal doch sehr heftigen Gefühlen, die ich im Laufe meines Lebens erfahren habe, zu nehmen. Jetzt bin ich noch ein Stück schlauer, und habe eine neue Einsicht bekommen, die für mich wie ein Befreiungsschlag war.

Ich höre meinen Gefühlen jetzt ganz genau zu und kümmere mich auf eine völlig neue Weise um sie und somit auch um mich. Wie bereits geschrieben wurde ich mit massiven Gefühlen von Trauer, Traurigkeit, Überforderung und Ohnmacht konfrontiert, wie ich es mir hätte nicht noch einmal vorstellen können. Und erst als ich diese ganz und gar zuließ, kam Erleichterung. Das hat mich veranlasst zu recherchieren. Zum Einen habe ich mich auf die Suche gemacht was das Leben nach dem Tod angeht, weil mich das doch sehr beschäftigt hat, zum anderen habe ich geschaut, was das biochemisch überhaupt mit uns macht und warum, wenn ein Mensch, der uns nahestand stirbt und ich wollte erneut wissen, wie es möglich ist, dass negative Gefühle so kraftvoll sein können. Um es abzukürzen, ich bin wieder gefestigt worden in meinem Glauben, dass es ein Leben nach dem Tod gibt und ich bin wieder mit dem Gesetz der Polarität, präziser der Schattenarbeit konfrontiert worden.

Ich muss zugeben, dass ich vor etlichen Jahren schon einmal im Rahmen einer meiner Ausbildungen mit dem Schattenprinzip konfrontiert wurde und vor noch viel mehr Jahren auch etliche Bücher darüber gelesen habe. Ich war fasziniert von dieser Arbeit und sie hat einiges dazu beigetragen, dass sich für mich und auch für meine damaligen Klienten vieles zum guten gewandelt hat.

Ich bin jedoch in eine Falle getappt: Energie folgt der Aufmerksamkeit und so dachte ich, dass wenn ich mich soviel mit Schatten beschäftige, dann werden es immer mehr. Das war ein Trugschluß. Sie sind mehr geworden, weil ich mit dieser Arbeit wieder damit aufgehört hatte. Mag das Gesetz des Fokus auch für alles andere gelten, aber nicht für die Schatten. Denn was heißt das überhaupt: Schatten?

Bezogen auf mich heißt das, dass ich Aspekte von mir nicht sehe, weil sie im Schatten (im Unterbewusstsein bzw. der unbewussten Inkompetenz liegen). Ich weiß meistens noch nicht einmal etwas davon. Oder etwa doch? Und da kommen die Gefühle ins Spiel. Denn die negativen Gefühle sind wie ein Meditationsgong, der mich wieder ins Hier und Jetzt zurückführt. Die Gefühle sind der Gong, der mich aufmerksam sein lassen sollte. Doch was machen wir Menschen, wenn dieser Gong ertönt? Wir lenken uns in der Regel ab, mit was das ist sehr individuell. Bloß schnell weg mit diesen unangenehmen Gefühlen. Aber das Gefühl möchte uns ja etwas mitteilen und das ist sehr wichtig.

Bei meiner Recherche bin ich u. a. auf eine ganz besondere Frau gestoßen, und es ist mir fast peinlich zu sagen, dass diese schon einmal vor ein paar Jahren durch eine Bekannte kurz mein Bewusstsein gestreift hat, ich da aber anscheinend noch nicht in Resonanz mit dem was sie tut gegangen bin. Teal Swan.

Als jemand auf seinem Blog Teal Swan erwähnte ertönten alle Alarmglocken in mir, und ich wusste ich komme der Antwort, was in mir dafür verantwortlich für diese schmerzhaften Erfahrungen im Außen war. Ich laß ihre Bücher, machte einen online Kurs und ich begann mit der Arbeit an mir selbst. Da ich ja auch noch meine eigene Werkzeugkiste hatte, kam ich nahezu schon fast wie mit Zauberhand aus dem Loch, diesem Kokon in den ich mich hinbegeben hatte, wieder heraus. Im Rahmen dieser Arbeit machte ich Bekanntschaft mit einigen Persönlichkeitsanteilen von mir, die schon lange im Schatten verborgen waren. Diese Arbeit war mir zwar nicht ganz neu, wusste ich doch den Tag würde es nicht geben ohne die Nacht. Und die Liebe nicht ohne die Angst. Was ich jedoch bisher immer getan hatte, war diese vermeintlich negativen Emotionen wegzuklopfen, zu transformieren, zu wandeln, doch das war keine dauerhafte Lösung.

Die Lösung heißt Integration und mit jedem Teil den ich mir anschaute und von dem ich mir bewusst machte, dass er für mich und nicht gegen mich war, eröffnete sich mir auch das Potenzial das auf der anderen Seite lag, den Teil von mir, der als Kind nicht sein durfte. Und das haben wir alle, auch wenn wir eine vermeintlich unbeschwerte Kindheit hatten. Um es noch etwas deutlicher zu machen.

Ich schaute mir den Aspekt von mir an, der verantwortlich dafür war, dass ich die von mir gewünschte Lebensfreude nicht erfahren konnte. Denn irgendwie hatte ich da ja einen heftigen Widerstand dagegen. Und genau diesen Widerstand schaute ich mir an. Wie das genau geht erkläre ich in einem extra Beitrag, nur soviel es ist eine Art channeln, aber nicht das klassische channeln von z. B. Verstorbenen oder dem höheren Selbst, sondern von diesen Aspekten von mir. Und ich muss sagen, ich war verblüfft. Das mag jetzt zwar alles etwas verrückt klingen, doch das funktioniert in der Tat und ist nicht nur faszinierend, sondern sehr aufschlussreich.

Wenn ich nun also diesen Widerstand angehört/geschaut habe, schaue ich mir auch den Teil, der dem gegenübersteht an. Nachdem auch dieser gesprochen hat, ist es meine Aufgabe eine Lösung zu finden, in der Beide berücksichtigt werden, wo also das höhere Wohl von Beiden erfüllt werden sollte und so entsteht etwas neues, was mir dient, statt gegen mich zu arbeiten. Ich war der Lebensfreude einen bedeutenden Schritt näher. Wie gesagt, ich werde das noch ganz genau beschreiben, kann jedoch an dieser Stelle die Bücher von Teal Swan jedem, der sich mit so etwas beschäftigt empfehlen. Ich vermische das zwar ein bisschen mit meinen eigenen Werkzeugen, aber ich gebe ihrer Arbeit eindeutig ein Prädikat wertvoll.

Jetzt sind natürlich Gefühle jeder Art willkommen, was nicht heißt, dass ich negative Gefühle jetzt als angenehm empfinde, aber ich fühle mich ihnen nicht mehr ausgeliefert und ich bin noch eine Lernende oder besser Dazulernende, was diese Integrationsarbeit angeht.

Fazit: Jedes Gefühl ist eine Botschaft. Und fühlen tun wir nun einmal mit unserem Körper, ohne ihn wäre das überhaupt nicht möglich. Jetzt gilt es nur herauszufinden, ob unser Körper, die Bühne unserer Gefühle ein Trauerspiel, Drama, eine Komödie, eine lovestory oder was auch immer aufführt. Die gute Nachricht, wir können da Einfluß drauf nehmen.

Aber das muss erlernt werden, wie eine Sprache oder ein Beruf. Aber es ist möglich. Und es nimmt mir, gerade auch in Zeiten wie diesen, das Gefühl der Machtlosigkeit. Mehr dazu in vielen weiten Beiträgen.

Liebe Grüße und wieder einen Strauß bunte Blumen aus meinem Herzen

Petra

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.