Achtung Alibi: Nicht gut genug

Kennst du das, du glaubst noch nicht gut genug zu sein und fängst deshalb nicht an das zu tun, was du eigentlich möchtest? Ich bin noch nicht schlank genug für diesen Bikini, ich bin noch nicht gut genug, um mich für diesen Job zu bewerben. Ich bin noch nicht gut genug, um mein Business zu starten, noch nicht gut genug, um auf die Bühne zu gehen, als Bikini Athletin, wie ich zum Beispiel. Nun kann es natürlich sein, dass du in der Tat noch nicht so weit bist, aber in der Regel und das erlebe ich bei meinen Kunden im Coaching und mir recht oft, ist das nicht so.

Ich habe deshalb für mich die Entscheidung getroffen, es zu tun, auch wenn ich noch nicht gut genug bin. Denn wenn ich nicht anfange, kann ich auch nicht besser werden, in was auch immer. Ich gehe auf die Bühne. Ich zeige mich schon jetzt halb nackt im Bikini, obwohl ich noch Makel habe, zumindest für mein Vorhaben. Ich stehe zu mir. Und das ist für mich ein großer Schritt, denn ich habe schon einmal besser ausgesehen, meine Form war in einem top Zustand. Doch das liegt lange zurück und spielt jetzt keine Rolle mehr. Außer für meinen inneren Kritiker, der mit dafür verantwortlich ist, dass genügend Dopamin ausgeschüttet wird, damit ich motiviert und leistungsfähig bin. Und genau das wird nicht passieren, wenn ich ihm gestatte bei mir Gehör zu finden.

Das Problem ist, dass ich bereits einmal sehr viel Dopamin ausgeschüttet habe, als ich schon einmal in Shape war und beim ersten Mal ist es eben immer am schönsten. Der erste Schuss sozusagen und alles was danach folgt ist nicht mehr so und das treibt uns dazu immer mehr zu wollen und zu tun. Ganz fatal wird es nach einem Scheitern. Ich kann da aus eigener Erfahrung sprechen. Bin ich doch Scheiter-Experte und habe das schon in allen Lebensbereichen erfahren. Da wieder rauszukommen ist ganz schön schwierig. Das nennt sich Looserfalle. Eben wegen der Dopamingeschichte im Gehirn. Natürlich spielen da noch andere Botenstoffe eine Rolle, aber ich führe diese wichtige jetzt nur einmal als Beispiel an. Und um eben genau dieses Scheitern zu vermeiden, ist das Alibi: „Ich bin nicht gut genug“ sehr willkommen. Schmerz vermeiden, statt Lust gewinnen. Aber nicht mit mir. Nicht mehr, denn eine Weile habe ich mich nicht mehr gewagt, raus zu kommen. Doch ich habe die Pause genutzt um emotional zu wachsen. Bewusstseinsarbeit ist auch Arbeit. Also Fazit für dich: Schaue, dass du mit dem „ich bin nicht gut genug“ nicht vielleicht unbewusst ein Alibi am Laufen hast, um dich vor Schmerz zu schützen. Wenn ja, dann tue es trotzdem, auch wenn du glaubst noch nicht gut genug zu sein.

Liebe Grüße Petra

Wertschätzung macht Sinn

Heute war also Markttag und es hat geregnet und gestürmt. Der Aufbau an sich war schon eine Herausforderung, aber die Vorstellung, dass dieses Wetter unsere Kunden davon abhalten könnte auf den Markt zu kommen, machte mir schon ein wenig Sorge. Denn wir garantieren unseren Kunden nicht nur Qualität, sondern auch Frische. Was habe ich getan, um diese Sorgen aus meinem Kopf zu vertreiben?

Ich habe mich bei jedem Kunden der kam bedankt, dass er trotz des Wetters zu uns gekommen ist. Karsten tat es mir gleich und siehe da, es kamen immer mehr Kunden. Dies wiederum führte dazu, dass ich immer mehr gerührt war von der Treue unserer Kunden, aber auch von den Menschen, die das erste Mal an unserem Stand waren und somit dem Markt insgesamt gleichfalls ihre Wertschätzung zum Ausdruck gebracht haben. Fazit: Wir haben nahezu alles verkauft, der Umsatz war sehr gut und wir waren an diesem Tag erfüllt von Freude. Warum? Weil der Fokus auf Wertschätzung lag und nicht etwa auf Sorgen, Frust und Ärger über das schlechte Wetter und die fehlenden Kunden.

Wichtig, diese Wertschätzung sollte von Herzen kommen, und nicht aufgesetzt sein. Das merkt dein Gegenüber. Das was der Mund sagt ist nicht entscheidend. Der Körper spricht immer mit und sicherlich hast du das selbst schon erfahren. Es fühlt sich dann einfach nicht stimmig, nicht ehrlich an, auch wenn dein Gegenüber noch so freundlich und nett tut.

In diesem Sinne, einen wunderschönen Tag und auch wenn es draußen stürmt, du kannst entscheiden, was du in deinem Herzen trägst.

Liebe Grüße Petra

Was haben Rauchen und gesunde Ernährung gemeinsam?

Der Raucher ist der Überzeugung, dass er die Zigarette braucht, um zu entspannen. Ich bin der Überzeugung, dass ich mich gesund ernähren sollte, um gesund und gut drauf zu sein. Beides sind Überzeugungen und dienen einem ganz bestimmten Zweck. Nun mag auf Dauer vielleicht das Rauchen krank machen und die Ernährung einen gesund erhalten, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass gesunde Ernährung sowohl krank, als auch dick machen kann. Das Rauchen jetzt im Rückschluß gesund erhält, möchte ich jetzt so nicht stehen lassen, aber es gibt durchaus Exemplare, die rauchen und nicht krank sind.

Enscheidend ist jedoch, dass es beides Überzeugungen sind. Und Überzeugungen mögen zwar manchmal gut sein, aber in der Regel grenzen sie ein. Für mich war das lange Zeit so, dass ich glaubte nur wenn ich 100 % roh essen, vegan und bio, dann tue ich das richtige. Habe ich dagegen verstoßen, so kann das ja fatale Folgen haben. Außerdem fühlte ich mich dann wie ein Versager. Das ist keine gute Einstellung. Heute esse ich roh, weil ich es einfach liebe, das zu tun. Aber es kann heute genauso gut sein, dass ich mit Freude und Begeisterung eine Brezel esse und das tut mir dann mehr gut, als unter Zwang nur roh zu essen. Zumindest habe ich das für mich herausgefunden.

Ein Raucher wird sich sicherlich nicht als Versager fühlen, wenn er mal nicht raucht. Spaß muss sein. Ein Raucher befriedigt mit dem Rauchen ein Bedürfnis und da stellt dich die Frage, wie kann er dieses Bedürfnis auch ohne die Zigarette befriedigen, vielleicht gibt es da ja ein nette Variante. Der Körper braucht die Zigarette nicht, auch wenn uns das oft anders verkauft wird. Doch emotional da hängt der Raucher an dieser Zigarette. Diese Verknüpfung gilt es zu lösen. Ist auch machbar, wenn der Raucher das dann auch möchte.

Doch zurück zu meiner Ernährung. Sobald ich also etwas tue, nur um damit etwas bestimmtes erreichen zu wollen, hat Ernährung keinen Selbstzweck mehr und das ist nicht sehr empfehenswert. Heute tue ich es, weil ich es liebe und toll finde. Und genauso möchte ich das jetzt auch in anderen Lebensbereichen tun. Mir ist gerade heute bewusst geworden, dass ich die letzten Jahre sehr viel an mir gearbeitet habe. Keine Arbeit da draußen, sei es der Markt, die Arbeit als Coach oder auch das Betreiben meines Fitness Studios vor Jahren hat mich so viel Kraft und Anstrengung gekostet. Dafür kann ich heute sagen, dass die Lücke zwischen meinem Innen-Ich, das was ich bin und dem was ich als Außen-Ich lebe schon sehr viel kleiner geworden ist. Ganz angekommen bin ich da noch nicht, dass beides eins ist. Aber meine Überzeugungen und Glaubenssätze zeigen mir auf, wo ich stehe und in was für Schubladen ich mich noch immer packe.

Ich muss nicht Rohköstlerin sein, um roh zu essen. Ich bin Marktfrau an den Tagen, wo ich mit auf den Markt fahre, aber wenn ich jetzt gleich ins Training fahre, dann trainiere ich als Athletin. Ich bin alles das. Bunt. Und genauso sollte das Leben sein. Bunt und voller Freude, aber auch mit Momenten der Melancholie und Traurigkeit. Empfinde ich mein Leben als farblos, liegt das zu einem großem Anteil an meinen Überzeugungen, was ich darf, was ich bin, was ich tun sollte und was nicht.

Es gibt soviele Menschen, die können es kaum erwarten Feierabend zu haben, damit sie endlich das tun können, was sie wirklich wollen. Ja, es ist wichtig, das zu tun, was wir lieben, aber es macht auch Sinn, das zu lieben und gerne zu machen, was wir gerade tun. Wütend auf den Chef oder die Kollegen zu sein, nur weil wir Angst davor haben den Job hinzuwerfen wäre nicht fair. Denn es liegt an uns zu erkennen, dass unser Job uns all das ermöglicht, was wir gerade tun und wie wir leben. Also wo sind deine Überzeugungen und machen sie dein Leben bunt oder eher farblos?

Liebe Grüße Petra

Deshalb machen Diäten dick! Diät versus Lifestyle

Ich habe jetzt genug von der Wettkampfvorbereitungsdiät. Deshalb höre ich damit auch auf. Eine gute Entscheidung. Denn alleine das Wort Diät ruft in meinem Belohnungszentrum schon das Gefühl von Mangel auf. War ja ein netter Versuch und wenn ich ganz ehrlich bin, hatte ich das ja auch schon befürchtet. Da ich diese Vorbereitung jedoch dazu nutzen möchte um genau hinzuschauen, was passiert denn da eigentlich emotional und mental bin ich dennoch zufrieden mit dieser Erfahrung.

Auch wenn ich in meinem Leben schon dick und dünn war, so habe ich das nicht wirklich mit einer Diät erreicht, sondern mit einem bestimmten Lifestyle. Und das hört sich doch schon ganz anders an. Oder? Am Freitag und heute lief mein Training auch wieder besser. Kraft war trotz des Körpergewichtverlustes wieder da. Ich bin ja auch nicht mehr auf Diät. Das einzige worauf ich achte ist, dass ich genug Eiweiß, genug Nährstoffe und ein bisschen Kaloriendefizit habe. Der Rest – ship happens. Gestern habe ich 2433 kcal gegessen und heute dafür nur 1806. Gestern war aber auch ein mega anstrengender Markttag und heute hatte ich nur Brust/Schulter Training. Markttage sind anstrengender als Training und da ist es völlig in Ordnung mehr zu essen. Allerdings auch das richtige, nichts mit Dattel Es(skalation).

Ich habe ja in der ersten Hälfte 2017 gesehen was dabei rauskommt, wenn ich zuwenig Kalorien und zu wenig Eiweiß esse. Gewicht runter, aber Muskeln auch weg und der Körperfettanteil war zwar für den Alltagsgebrauch in Ordnung, aber nicht für auf die Bühne. Also was möchte ich nun? Ich entwickle gerade einen für mich gehbaren Lifestyle, der mir entspricht. Rohkost, Sprossen, Säfte, viel pflanzliche Nahrung, aber auch gekochtes, mal eine Brezel, was süßes oder eben etwas tierisches. Und vor allem Eiweiß.

Der Weg der Mitte halt. Einzige Ausnahme werden die letzten Wochen vor dem Wettkampf sein. Da macht es Sinn noch einmal etwas zu verändern. Doch mit Diät und hungern, und jammern, weil die Kraft weg geht ist jetzt Schluß. Ich mache das ja um Spaß zu haben, und nicht um mich 4 Monate zu quälen, um dann ein paar Tage gut auszusehen. Mein Ziel ist in diesem Fall auch nicht das Siegertreppchen, sondern das dabei sein, auf ein Ziel hinarbeiten und auf diesem Weg Spaß haben. Meinen Lifestyle leben halt.

Hier jetzt mal ein Bild von heute:

Läuft doch. Am 12.05.2018 ist der Wettkampf. Noch genug Zeit, um mein Körperfett noch weiter zu senken. Immerhin habe ich mir ja auch ein halbes Jahr einiges davon wieder drauf gefuttert. Ich habe übrigens den Eindruck, dass eine Massephase eine Lizenz zum Fressen ist. Möchte ich so nicht mehr. War eine gute Erfahrung, doch wenn ich jetzt in Shape bin, dann gehe ich nach dem Wettkampf nur wenige Kilo nach oben. Was machbar sein wird, denn ich bin jetzt ja nicht mehr auf Diät. Ich kreiere mir meinen eigenen Lifestyle, nach meinen neuen 70/30 Kriterien. Hier übrigens ein Bild vom Sommer 2016, als ich gerade dabei war mir wieder etwas draufzufuttern.

Nicht mehr viel mit Muskeln, und da war ich noch blond oder besser ungefärbt. Leicht habe ich mich da schon gefühlt, doch ich stehe nun mal auf Muskeln und am meisten auf die bei mir selbst. Also hoch lebe der Lifestyle, das ist doch ein ganz anderes Lebensgefühl. Fazit: Unterschätzt nicht die mentale Komponente. Diät erzeugt Mangel und Mangel führt irgendwann dazu, dass das große Fressen kommen muss. Überlegt euch also gut, wie ihr eurem Körper was und wie verkauft. Ich werde weiter berichten. In diesem Sinne guten Appetit.

Eure Petra

Erwartungshaltungen und Glücksempfinden

Unzufriedenheit ist der Lohn der Erwartungshaltung

Ist das wirklich so? In meinem Modell von Welt und mit der Summe meiner Erfahrungen kann ich das mit einem „ja“ beantworten. Ähnliches gilt für die Aussage:

Erwarte nichts und du wirst reich beschenkt werden

Es  gibt Tage, da wache ich morgens auf und bin unzufrieden. Bei näherem Hinschauen stelle ich jedes Mal fest, dass in der Tat eine meiner Erwartungshaltungen nicht erfüllt wurde. In meinem Fall in der Regel meine eigene Erwartungshaltung an mich selbst. Irgendwie bedauerlich, dass ich als Coach keine Erwartungshaltungen mehr an andere haben kann. Das war wirklich viel einfacher. Die Verantwortung abschieben und dem anderen die Schuld für das eigene Missempfinden geben können. Andererseits macht es natürlich auch keinen Sinn eine Erwartungshaltung an sich selbst zu haben, denn im Grunde habe ich mir ja etwas vorgenommen und mich offensichtlich nicht daran gehalten oder ich erwarte vom Gesetz des Wachstums, dass es schneller geht, will heißen ich möchte etwas ernten, was noch überhaupt nicht reif ist. Sprich ich bin ungeduldig. Und ich glaube, dass ist bei mir in den meisten Fällen meiner Unzufriedenheit der Fall.

Allerdings kann ich mir auch die Frage stellen, was ich jetzt tun kann, damit es mir besser geht? Oder welche Kleidung könnte ich anziehen, damit ich mich wohl fühle? Kluge Fragen bringen klugen Antworten. Frage ich mich allerdings, warum ich jetzt gerade so unzufrieden bin, dann bekomme ich auch ausreichend Antworten, die jedoch dazu führen werden, dass ich mich alles andere als besser fühle. Das waren dann keine klugen Fragen. Fragen sollten hinzu Lösungen und Verbesserungen führen. Das ist mein heutiges Fazit und damit habe ich etwas aus meinen Trainer-Nähkästchen geplaudert.

Liebe Grüße Eure Petra

Entschleunigung statt Weiterentwicklung?

Manchmal kann ich das Wort Weiterentwicklung nicht mehr hören, sehen und auch lesen. Ich kann von mir sagen, dass ich mein gesamtes Leben getan habe was mir möglich war, um mich weiterzuentwickeln. Seminare, Kurse, Ausbildungen, Qualifikationen, von den vielen Büchern, die ich regelrecht verschlungen habe fange ich erst garnicht an. Und jetzt gerade bin ich an einen Punkt angekommen, wo ich glaube, dass es Sinn macht zu entschleunigen.

Wenngleich ich mich schon zu den Menschen zählen darf, die nicht nur Wissen ansammeln, sondern auch sehr viel davon umsetzen, so glaube ich, dass es jetzt erst einmal reicht, mit dem noch weiter Wissen ansammeln. Ich habe diese Entscheidung gestern getroffen weil ich merke, dass mein Kopf nicht mehr richtig frei wird, mein Geist nicht mehr zur Ruhe kommt und ich nicht mehr in mir ruhe. Das war schon anders und ist auch wieder notwendig, wenn ich zum einen besser schlafen möchte, und zum anderen auch gesund bleiben will. Allerdings ist das auch wieder so eine Art Entzug und mein Lustzentrum ist damit überhaupt nicht einverstanden. Ich merke das an der Unruhe, die mich seit gestern befallen hat, weil ich  eine Art Diät auf geistiger Ebene gestartet habe.

Weiterhin habe ich mich entschieden bei Instagram nur noch einmal die Woche ein Bild hochzuladen. Das ist nicht meine bevorzugte Plattform. Ich finde Instagram sehr oberflächlich und unrealistisch. Ich war ja schon einmal dort und bin deshalb gegangen. Jetzt gibt es ein paar nette Menschen, die ich teilweise auch persönlich kenne und abundzu schaue ich da gerne mal rein was die so machen. Fertig. Bloggen und filmen das passt für mich, da kann ich mich zum Ausdruck bringen und üben. Und genau das ist es, was jetzt ansteht, mich zum Ausdruck bringen, kreativ sein in dem was mir Spaß macht, aber auch mit Maß und Ziel. Auch beruflich habe ich mächtig abgespeckt, denn rückblickend kann ich sagen, habe ich immer durchgearbeitet. Sicherlich gibt es da noch viel zu sagen, doch ich gehe jetzt zu Bett, zur Ruhe kommen Baldriantee trinken, evtl. noch meinen Bedtime Shake, der auch schon gemixt auf meinem Nachtisch steht schlürfen, und endlich mit meiner schon lange nicht mehr durchgeführten Einschlafmeditation beginnen. In diesem Sinne bis bald, ich bin morgen auf dem Markt, deshalb um 03.27 Uhr aufstehen.

Eure Petra

Transformation oder Ausdruck meiner selbst?

Seit ein paar Tagen habe ich weniger Energie, die Gewichte im Training sind schwerer und mein Schlafrthymus eskaliert hin zu immer später ins Bett, weil vorher nicht müde und zu später ausstehen. Das bringt nicht nur meinen Tagesablauf durcheinander, sondern die Markttage werden dadurch immer schwieriger für mich, weil mein Frühaufstehmodus völlig weg ist. Ergo stimmt da gerade etwas nicht und ich glaube es hat mich Social Media zu tun. Ich habe unbewusst angefangen da in eine bestimmte Richtung zu gehen, die mir nicht wirklich entspricht und jetzt da ich es gemerkt habe, stelle ich fest, dass ich nicht in eine Rolle schlüpfen möchte, die mir Energie nimmt. In diesem Zusammenhang ist mir auch klar geworden, dass ich mich nicht in einer, wie zunächst angenommen, Transformation befinde, sondern dass alles, was ich jetzt lebe schon immer da wahr. Verdrängt.  Tief in mir als Schatten. Ich habe bereits darüber geschrieben, dass ich die Prinzessin in mir unterdrückt und verdrängt habe. Sie darf jetzt leben. Aber es gibt da noch mehr in mir, dass schon immer da war und auch das hat das Recht da zu sein und zum Ausdruck gebracht zu werden. Mein Blog und YouTube sind zwei Plattformen, die mir jetzt dabei helfen eben genau das zum Ausdruck zu bringen.

Ich bin ein sehr hellfühliger Mensch und merke sowohl an mir, als auch an anderen, wenn etwas nicht stimmt. Früher bin ich damit oft haushalten gegangen. Heute trage ich das eher still in mir, außer in einem Coaching. Um jetzt auf mein Energiedefizit zurückzukommen. Das kommt daher, weil es gerade nicht stimmig ist. Und erkannt gebannt. Ich bringe mich hier zum Ausdruck und werde das immer wieder nachkorrigieren, wenn ich in alte Verhaltensmuster „Du kannst doch nicht“, Du darfst doch nicht“ etc. verfalle.

Ich bin gespannt, wie sich das in den nächsten Tagen wieder verändern wird. Ich werde berichten. So gesehen bin ich alles, was ich derzeit lebe, sei es die Marktfrau, der Coach, die Speakerin, die Bikini Athletin und noch vieles mehr.

Liebe Grüße Eure Petra

Damit Siege nicht vergessen gehen

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich mir die Frage gestellt, ob es Sinn macht, meinen Weg zur Bühne als Bikini Athletin öffentlich zu machen. Immerhin bin ich noch ein ganzes Stück von dem entfernt, wo ich in den nächsten Jahren hinkommen möchte. Macht es Sinn zu zeigen, wie ich beim Posing noch völlig ungeübt und ohne wirkliche Anspannung dabei bin meinen Stil zu finden? Macht es Sinn überschüssiges Fett, Cellulite und blasse Haut real und ohne Filter darzustellen? Macht es Sinn mit youTube zu starten und einfach zu reden, wonach mir der Schnabel gewachsen ist, noch unsicher und ungeübt, weil ich statt in das Gesicht eines Menschen in das Auge einer starren Kamera schauen muss? Ist so etwas nicht peinlich und beschämend?

NEIN! Es macht Sinn genau das zu tun. Zum einen für mich, um meinen Weg zu dokumentieren, aber vielleicht auch für dich. Denn in der Regel sehen wir immer nur das Endergebnis von Erfolg und vielleicht ein paar Vorher/Nachher Fotos. Doch das was auf diesem Weg passiert ist individuell und es gibt Rückschlage, Tränen, Wut, emotionale Herausforderungen und Zweifel.  Und genau das alles gilt es zu überwinden. Um dann den Weg mit Freude und Spaß zu gehen. Aus Selbstkritik wird Bewunderung über sich selbst. Aus Angst wächst Vertrauen.

Der Weg zum Erfolg ist immer genau da, wo die Angst am größten ist

Das sagte bereits Mark Twain und er hatte Recht. Doch was heißt Erfolg für mich? In diesem Fall, mir einen Wunsch zu erfüllen und jeden meiner Schritte festzuhalten, öffentlich zu machen, denn es geht nicht darum wie ich JETZT aussehe, wie ungeschickt  ich mich jetzt anstelle, welche Fehler ich auf diesem Weg noch machen werde, es geht einfach darum es zu tun. Wie ein Kind, dass immer genau das tut und ist, was es sich gerade vorstellt.

Wenn wir eine kleine Prinzessin sein wollten, dann waren wir genau das, und wenn wir wie Supermann über die Däche flogen, dann waren wir auch genau das. In uns allen liegen noch immer unsere Wünsche und Träume verborgen und warten nur darauf wiederentdeckt und gelebt zu werden. Ich tue das gerade, was daraus noch alles entsteht weiß ich nicht. Doch ich werde jeden Moment davon genießen und nicht nur die paar Minuten, die ich dann auf der Bühne stehen werde.

Und ich werde zurückschauen können, welchen Sieg ich in Wirklichkeit errungen habe. Denn der wahre Sieg ist der, sich der Angst zu stellen, dem eigenen Kritiker ein Schnäppchen zu schlagen und es einfach zu tun. In diesem Sinne bis zum nächsten Mal.

Eure Petra

Eine Reise zum Mond und zurück

Als ich vor 35 Jahren das erste mal ein Fitness Studio betrat, hätte ich mir nicht träumen lassen, wie kurven- und facettenreich mein Ernährungsweg verlaufen wird. Und wenn ich so zurückschaue, weiß ich trotz all meiner Ausbildungen und Jahre an Erfahrungen mit Klienten und vor allem mir selbst im Grunde überhaupt nichts. Allerdings glaubte ich immer wieder mal auf diesem Weg ganz genau Bescheid zu wissen, erhob mich über jene Unwissenden, die offensichtlich überhaupt keine Ahnung hatten.

Richtig spannend war es allerdings zu den Zeiten, als es noch kein Internet gab und aufwendig auch. Alleine der Aufwand den ich betrieben habe, um an Informationen rund um die Rohkost und vegane Ernährung zu kommen. Und heute „klick“ und schon hast du das wonach du gesucht hast.

Rückblickend kann ich sagen, dass ich mich an alle Ernährungsformen gewöhnt habe mit der Zeit. Mir ist gelungen über Wochen nichts zu essen. Da habe ich gefastet. Ich bin mit wenig Kalorien zu Recht gekommen, aber auch mit sehr viel. Ich habe mit wenig Kalorien zugenommen, bin mit gesunder Ernährung krank geworden, aber so richtig und habe mit viel Kalorien abgenommen. Natürlich hat bei all dem auch meine Tätigkeit und mein emotionaler Zustand ein Rolle gespielt, auch war es von Bedeutung, ob ich schwanger, eine stillende und sporttreibende Mutter war, ob ich Wettkämpfe bestritten habe, ob ich glücklich oder unglücklich war. Ob ich viel oder weniger Stress hatte. Gefühlt hatte ich den irgendwie immer, genauso wie zu wenig Schlaf. Als dreifache Mutter, die ein Fitness Studio betrieben hat, die sich ein Imperium aufgebaut und wieder zerstört hat. Klar waren es die Umstände, doch ich habe mich da ja irgendwie hineingebracht. Was ich eigentlich sagen möchte, wie soll da bitte schön irgend jemand wissen was für mich, meine Lebensumstände und meinen Körper gut und richtig ist?

Ich Trottel habe mich mit so vielen Ernährungsformen und Diäten beschäftigt, dass ich hier wahrlich einen Expertenstatus habe, was aber bei alledem verloren gegangen ist, und das habe ich doch in der Tat einmal richtig gelernt. Ist?

Wie funktioniert mein Körper? Die beste Diät der Welt nützt nichts, wenn du nicht weißt, wie dein Körper funktioniert und was er braucht. Und zwar dein Körper, bzw. in meinem Fall meiner. Jede Diät wird auf die eine oder andere Art Erfolg bringen, doch wie sehen die Menschen ein Jahr später aus? Oder drei Jahre später? Mir liegt so etwas am Herzen. Ich frage da nach. Ich selbst war bereits so dünn, dass ich wirklich wie magersüchtig aussah. Aber ich habe auch einmal aus mir zunächst unerklärlichen Gründen bei gesunder Ernährung bis auf 80 kg zugenommen und hatte alle Mühe das wieder loszuwerden. Die Ursache war emotionaler und mentaler Stress. Ich hatte mir ein „Sch….“ Muster zugelegt, was meine Biochemie völlig hat durchdrehen lassen. Dein Wunsch ist mir Befehl, so mein Körper.

Auf den Punkt gebracht, ich kann das jetzt beeinflussen, mit dem Ab- und Zunehmen. Was allerdings seine Zeit braucht, ist das Bindegewebe. Da ich über zwanzig Jahre extrem wenig Eiweiß, wirklich extrem wenig Eiweiß gegessen habe, zahle ich jetzt den Preis. Aber auch das wird, wenn auch recht langsam. Ich bin gespannt, was da noch geht.

Das war jetzt einfach mal so frei von der Leber weggeschrieben. Heute habe ich übrigens 2393 kcal gegessen. Es war auch Markttag, aber ich bin sauber geblieben. Bei der Wochenbilanz sind 1940 kcal rausgekommen. Etwas zu wenig. Ich wollte ja bei 2.200 kcal bleiben. Da wird das Gewicht zu schnell runter rutschen. Immerhin bin ich bei 3.600 – 3.800 kcal gestartet. Mal schauen, was die Waage am Sonntag sagt. Muskelkonturen kommen auch wieder etwas besser. Wieder ein spannende Reise.

Aber was hat das jetzt mit dem Mond zu tun? Ich komme mir manchmal vor, wie Siddhartha, zumindest, was die Ernährung angeht. Eine lange Reise und ich bin wieder da, wo ich begonnen habe. Nur weiß ich heute, dass ich nichts weiß, sondern jeder Tag anders ist. Und genau den einen gilt es zu erfahren. Nun ja, ein bisschen Ahnung habe ich dennoch, ich will mich jetzt ja nicht allzu schlecht da stehen lassen.

Liebe Grüße Petra

Deshalb macht Vergleich dick

Wir können noch so viel abgenommen und unsere Figur optimiert haben, sogar mit unserem Spiegelbild in Frieden sein, doch das Ende all dieser Zufriedenheit ist der Vergleich. Sobald wir uns anfangen zu vergleichen, nach anderen zu schauen, die besser, schöner, reicher sind als wir führt das zu Unzufriedenheit. Und gerade Social Media ist da sicherlich sehr hilfreich, was unsere Unzufriedenheit angeht. Es soll sogar wissenschaftlich bewiesen sein, dass Facebookbenutzer unzufriedener sind, wie Menschen, die offline leben. Ich habe hier jetzt keine Studien zur Hand, kann dies aber aus eigener Erfahrung bestätigen. Dies war auch mit einer der Gründe, warum ich damit aufgehört hatte und offline gegangen bin. Jetzt traue ich mir aber zu anders damit umgehen zu können. Ich werde berichten, sollte das nicht so sein.

Zurück zu der Figur. Ich kann von mir behaupten, dass mich die tollen Fotos auf Social Media schon sehr beeindruckt haben. Und das schlimme daran war, dass es offensichtlich alle anderen besser drauf hatten als ich. Nicht nur im Figurbereich. Das hat oft dazu geführt, dass ich frustriert war und darauf hin natürlich mein Dopamin in den Keller gesunken ist. Mein Belohnungszentrum hat dann nach einer Droge gesucht, um dies wieder in Ordnung zu bringen . Bei mir ist das Essen und Training gewesen. Doch ein Zuviel von beiden ist nun einmal nicht gesund und erschöpft meine körpereigenen Dopaminvorräte nur noch mehr. Und es macht auf Dauer dick, nicht nur durch das zuviel an Essen, sondern durch den Stress, den wir uns da selbst machen.

Leider wird durch diese permanente Überstimmulierung des Belohnungszentrum auch die Ausschüttung von GABA (das wir zur Entspannung und Zufriedenheit brauchen) vermindert. So weit hier nur mal als kleinen Exkurs. Mehr zu gegebener Zeit auf meinem YouTube Kanal. Wo ist hier nun die Lösung?

Keine Vergleiche mehr. Einfach sein Ding durchziehen, ohne nach recht oder links zu schauen. Hier eine kleine Analogie, die nicht von mir ist, aber es doch sehr gut auf den Punkt bringt.

Eines Tages entschieden die Frösche, einen Wettlauf zu veranstalten. Um es besonders schwierig zu machen, legten sie als Ziel fest, auf den höchsten Punkt eines großen Turms zu gelangen. Am Tag des Wettlaufs versammelten sich viele andere Frösche, um zuzusehen. Dann endlich “ der Wettlauf begann.

Nun war es so, dass keiner der zuschauenden Frösche wirklich glaubte, dass auch nur ein einziger der teilnehmenden Frösche tatsächlich das Ziel erreichen könne. Statt die Läufer anzufeuern, riefen sie also “Oje, die Armen! Sie werden es nie schaffen!” oder “Das ist einfach unmöglich!” oder “Das schafft Ihr nie!” Und wirklich schien es, als sollte das Publikum Recht behalten, denn nach und nach gaben immer mehr Frösche auf. Das Publikum schrie weiter: “Oje, die Armen! Sie werden es nie schaffen!” Und wirklich gaben bald alle Frösche auf “ alle, bis auf einen einzigen, der unverdrossen an dem steilen Turm hinaufkletterte“ und als einziger das Ziel erreichte.

Die Zuschauerfrösche waren vollkommen verdattert und alle wollten von ihm wissen, wie das möglich war.

Einer der anderen Teilnehmerfrösche näherte sich ihm, um zu fragen, wie er es geschafft hätte, den Wettlauf zu gewinnen. Und da merkten sie erst, dass dieser Frosch taub war! Verfasser unbekannt.

In unserem obigen Beispiel braucht es noch nicht einmal die Zuschauer, die es natürlich in unserem Leben auch oft zu Hauf gibt. Nein, bei uns langt schon der innere Kritiker, dem wir sogar viel mehr glauben, als allen Zuschauer da draußen. Ich habe gelernt mit diesem inneren Kritiker in Frieden zu kommen. Dennoch vergeht kein Tag, wo er mir nicht versucht etwas zu verkaufen, was ich weder möchte, noch was gut für mich ist. Meistens gewinne ich das Verkaufsgespräch, aber nicht immer. Die gute Nachricht, ich bleibe dennoch dran, wenn mir etwas wirklich wichtig ist.

Und noch eine gute Nachricht. Mein erstes Video ist jetzt online. Auf online klicken und anschauen. Und nun noch mein Essen von gestern:

kcal 1866 – Protein 175, 7 g – KH 151,8 g – Fett 58,8

Gewicht: 62,5 – Also 3 kg weniger seit letzen Monat, obwohl ich nur auf das Defizit geachtet habe. Sonst braucht es auch nicht wirklich mehr, um abzunehmen. Da ich jedoch auch gut dabei aussehen möchte, achte ich jetzt auch wieder mehr darauf, was ich inhaltlich esse. Wobei bei mir sowieso nie wirklich von einer schlimmen Ernährung die Rede sein kann, außer ich hänge irgend einer Ernährungsideologie an.

Frühstück: Ober leckere Suppe aus Zucchini, Möhre, Petersilienwurzel, Lauch, 10 g Butter, 10 g Kollagen Protein. Gemüseanteil waren 850 g. Danach ein Protein mit Mandelmilch.

Mittag gab es nur ein paar Reiswaffeln. Ich war am Arbeiten und hatte keinen Hunger. Allerdings habe ich auch sehr spät gefrühstückt.

Abends: Noch einmal die leckeren Zuckerhutwraps mit Forellenfilet, Frischkäse, Spinatfüllung. Sprossensalat. 250 g Quark mit 35 g Mandelmus.

Vor dem Schlafen ein Bedtime Protein.

Das war es für heute.

Liebe Grüße Petra