Achtung Alibi: Nicht gut genug

Kennst du das, du glaubst noch nicht gut genug zu sein und fängst deshalb nicht an das zu tun, was du eigentlich möchtest? Ich bin noch nicht schlank genug für diesen Bikini, ich bin noch nicht gut genug, um mich für diesen Job zu bewerben. Ich bin noch nicht gut genug, um mein Business zu starten, noch nicht gut genug, um auf die Bühne zu gehen, als Bikini Athletin, wie ich zum Beispiel. Nun kann es natürlich sein, dass du in der Tat noch nicht so weit bist, aber in der Regel und das erlebe ich bei meinen Kunden im Coaching und mir recht oft, ist das nicht so.

Ich habe deshalb für mich die Entscheidung getroffen, es zu tun, auch wenn ich noch nicht gut genug bin. Denn wenn ich nicht anfange, kann ich auch nicht besser werden, in was auch immer. Ich gehe auf die Bühne. Ich zeige mich schon jetzt halb nackt im Bikini, obwohl ich noch Makel habe, zumindest für mein Vorhaben. Ich stehe zu mir. Und das ist für mich ein großer Schritt, denn ich habe schon einmal besser ausgesehen, meine Form war in einem top Zustand. Doch das liegt lange zurück und spielt jetzt keine Rolle mehr. Außer für meinen inneren Kritiker, der mit dafür verantwortlich ist, dass genügend Dopamin ausgeschüttet wird, damit ich motiviert und leistungsfähig bin. Und genau das wird nicht passieren, wenn ich ihm gestatte bei mir Gehör zu finden.

Das Problem ist, dass ich bereits einmal sehr viel Dopamin ausgeschüttet habe, als ich schon einmal in Shape war und beim ersten Mal ist es eben immer am schönsten. Der erste Schuss sozusagen und alles was danach folgt ist nicht mehr so und das treibt uns dazu immer mehr zu wollen und zu tun. Ganz fatal wird es nach einem Scheitern. Ich kann da aus eigener Erfahrung sprechen. Bin ich doch Scheiter-Experte und habe das schon in allen Lebensbereichen erfahren. Da wieder rauszukommen ist ganz schön schwierig. Das nennt sich Looserfalle. Eben wegen der Dopamingeschichte im Gehirn. Natürlich spielen da noch andere Botenstoffe eine Rolle, aber ich führe diese wichtige jetzt nur einmal als Beispiel an. Und um eben genau dieses Scheitern zu vermeiden, ist das Alibi: „Ich bin nicht gut genug“ sehr willkommen. Schmerz vermeiden, statt Lust gewinnen. Aber nicht mit mir. Nicht mehr, denn eine Weile habe ich mich nicht mehr gewagt, raus zu kommen. Doch ich habe die Pause genutzt um emotional zu wachsen. Bewusstseinsarbeit ist auch Arbeit. Also Fazit für dich: Schaue, dass du mit dem „ich bin nicht gut genug“ nicht vielleicht unbewusst ein Alibi am Laufen hast, um dich vor Schmerz zu schützen. Wenn ja, dann tue es trotzdem, auch wenn du glaubst noch nicht gut genug zu sein.

Liebe Grüße Petra

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