Deshalb macht Vergleich dick

Wir können noch so viel abgenommen und unsere Figur optimiert haben, sogar mit unserem Spiegelbild in Frieden sein, doch das Ende all dieser Zufriedenheit ist der Vergleich. Sobald wir uns anfangen zu vergleichen, nach anderen zu schauen, die besser, schöner, reicher sind als wir führt das zu Unzufriedenheit. Und gerade Social Media ist da sicherlich sehr hilfreich, was unsere Unzufriedenheit angeht. Es soll sogar wissenschaftlich bewiesen sein, dass Facebookbenutzer unzufriedener sind, wie Menschen, die offline leben. Ich habe hier jetzt keine Studien zur Hand, kann dies aber aus eigener Erfahrung bestätigen. Dies war auch mit einer der Gründe, warum ich damit aufgehört hatte und offline gegangen bin. Jetzt traue ich mir aber zu anders damit umgehen zu können. Ich werde berichten, sollte das nicht so sein.

Zurück zu der Figur. Ich kann von mir behaupten, dass mich die tollen Fotos auf Social Media schon sehr beeindruckt haben. Und das schlimme daran war, dass es offensichtlich alle anderen besser drauf hatten als ich. Nicht nur im Figurbereich. Das hat oft dazu geführt, dass ich frustriert war und darauf hin natürlich mein Dopamin in den Keller gesunken ist. Mein Belohnungszentrum hat dann nach einer Droge gesucht, um dies wieder in Ordnung zu bringen . Bei mir ist das Essen und Training gewesen. Doch ein Zuviel von beiden ist nun einmal nicht gesund und erschöpft meine körpereigenen Dopaminvorräte nur noch mehr. Und es macht auf Dauer dick, nicht nur durch das zuviel an Essen, sondern durch den Stress, den wir uns da selbst machen.

Leider wird durch diese permanente Überstimmulierung des Belohnungszentrum auch die Ausschüttung von GABA (das wir zur Entspannung und Zufriedenheit brauchen) vermindert. So weit hier nur mal als kleinen Exkurs. Mehr zu gegebener Zeit auf meinem YouTube Kanal. Wo ist hier nun die Lösung?

Keine Vergleiche mehr. Einfach sein Ding durchziehen, ohne nach recht oder links zu schauen. Hier eine kleine Analogie, die nicht von mir ist, aber es doch sehr gut auf den Punkt bringt.

Eines Tages entschieden die Frösche, einen Wettlauf zu veranstalten. Um es besonders schwierig zu machen, legten sie als Ziel fest, auf den höchsten Punkt eines großen Turms zu gelangen. Am Tag des Wettlaufs versammelten sich viele andere Frösche, um zuzusehen. Dann endlich “ der Wettlauf begann.

Nun war es so, dass keiner der zuschauenden Frösche wirklich glaubte, dass auch nur ein einziger der teilnehmenden Frösche tatsächlich das Ziel erreichen könne. Statt die Läufer anzufeuern, riefen sie also “Oje, die Armen! Sie werden es nie schaffen!” oder “Das ist einfach unmöglich!” oder “Das schafft Ihr nie!” Und wirklich schien es, als sollte das Publikum Recht behalten, denn nach und nach gaben immer mehr Frösche auf. Das Publikum schrie weiter: “Oje, die Armen! Sie werden es nie schaffen!” Und wirklich gaben bald alle Frösche auf “ alle, bis auf einen einzigen, der unverdrossen an dem steilen Turm hinaufkletterte“ und als einziger das Ziel erreichte.

Die Zuschauerfrösche waren vollkommen verdattert und alle wollten von ihm wissen, wie das möglich war.

Einer der anderen Teilnehmerfrösche näherte sich ihm, um zu fragen, wie er es geschafft hätte, den Wettlauf zu gewinnen. Und da merkten sie erst, dass dieser Frosch taub war! Verfasser unbekannt.

In unserem obigen Beispiel braucht es noch nicht einmal die Zuschauer, die es natürlich in unserem Leben auch oft zu Hauf gibt. Nein, bei uns langt schon der innere Kritiker, dem wir sogar viel mehr glauben, als allen Zuschauer da draußen. Ich habe gelernt mit diesem inneren Kritiker in Frieden zu kommen. Dennoch vergeht kein Tag, wo er mir nicht versucht etwas zu verkaufen, was ich weder möchte, noch was gut für mich ist. Meistens gewinne ich das Verkaufsgespräch, aber nicht immer. Die gute Nachricht, ich bleibe dennoch dran, wenn mir etwas wirklich wichtig ist.

Und noch eine gute Nachricht. Mein erstes Video ist jetzt online. Auf online klicken und anschauen. Und nun noch mein Essen von gestern:

kcal 1866 – Protein 175, 7 g – KH 151,8 g – Fett 58,8

Gewicht: 62,5 – Also 3 kg weniger seit letzen Monat, obwohl ich nur auf das Defizit geachtet habe. Sonst braucht es auch nicht wirklich mehr, um abzunehmen. Da ich jedoch auch gut dabei aussehen möchte, achte ich jetzt auch wieder mehr darauf, was ich inhaltlich esse. Wobei bei mir sowieso nie wirklich von einer schlimmen Ernährung die Rede sein kann, außer ich hänge irgend einer Ernährungsideologie an.

Frühstück: Ober leckere Suppe aus Zucchini, Möhre, Petersilienwurzel, Lauch, 10 g Butter, 10 g Kollagen Protein. Gemüseanteil waren 850 g. Danach ein Protein mit Mandelmilch.

Mittag gab es nur ein paar Reiswaffeln. Ich war am Arbeiten und hatte keinen Hunger. Allerdings habe ich auch sehr spät gefrühstückt.

Abends: Noch einmal die leckeren Zuckerhutwraps mit Forellenfilet, Frischkäse, Spinatfüllung. Sprossensalat. 250 g Quark mit 35 g Mandelmus.

Vor dem Schlafen ein Bedtime Protein.

Das war es für heute.

Liebe Grüße Petra

2 Antworten auf „Deshalb macht Vergleich dick“

  1. ….wunderbar: Keine Vergleiche mehr!

    Das ist eine Steilvorlage.
    Schwierig, aber nicht unmöglich.

    Die kleine Frosch-Geschichte kenne ich auch – ja, es kann
    so einfach sein im Leben. Und doch ist es oft das Einfache,
    was schwer zu machen ist. Zumindest scheinbar.

    Herzlichen Dank für den Beitrag!

    Abendliche Grüße aus der Ferne,
    Gabi

    1. Ich glaube im Grunde ist die Lösung immer einfach. Doch leider scheint es
      nicht einfach zu sein, immer sofort auf die Lösung zu kommen. Liebe Grüße
      Bernburg und danke für dein Feedback.

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