Es(s)kalation – Meine größte Herausforderung auf meinem Weg

Unfassbar. Jetzt kann ich mir gleich am 2. Tag im neuen Jahr die Blöße geben und mich hier ausmären, über meine größte Herausforderung auf dem Weg zur Bühne.

Der Markt.  Unser Markt, Karsten und mein Markt für biologisches Obst und Gemüse. Zweimal die Woche. An und für sich eine ganz gute Sache, aber ich bekomme es diesen Winter nicht auf die Reihe. Weder das frühe Aufstehen, noch die Kälte und da eskaltiert halt ab und zu mein Essverhalten. Während der Massephase waren das meine 4000 kcal Tage. Kein Problem. ABER, das geht jetzt nicht mehr. Morgen beginnt meine Vorbereitung für meinen Wettkampf im Mai und ich dachte ich hätte das im Griff. Hatte ich ja auch, solange die Plane rund um unseren 12 m Stand zu war. Doch heute war sie auf und ich hatte kalt und es war Wind, viel Wind und es kamen zunächst so gut wie keine Kunden und da haben wir derzeit die leckeren Datteln am Stand. Zusammen mit einer Tasse heißem Tee, genial um auch bei solchen Bedingungen durchzuhalten. Und Datteln haben ganz viel Kohlenhydrate, was an und für sich kein Problem ist, aber ich habe ohne Hunger gegessen. Das ist das Problelm. Mein Belohnungszentrum hatte mich im Griff.

Was habe ich getan? Hier erst einmal meine Offenbarung.

2875 kcal – 135 g Protein – 396 g KH – 72 g Fett.

675 kcal zuviel. Ich habe mich auf 2.200 kcal eingestellt. Damit nehme ich ganz langsam ab. Doch noch viel schlimmer ist, was ich gegessen habe. Völlig untypisch für mich. Und ja, ich weiß, dass ich an Marktagen einen Verbrauch von 3.500 kcal habe. Das habe ich in den letzten Monaten herausgefunden. Ist körperliche Arbeit. Auf- und Abbau, Verkauf, das frühe Aufstehen 12 Stunden Tag, wenn es langt usw. Doch das sind Ausreden. Die Wahrheit ist:

Ich hatte es nicht im Griff. Und das war gut so. Warum? Weil ich jetzt weiß, dass dies meine größte Schwachstelle in meiner Vorbereitung ist. Nicht, dass ich das nicht schon vorher gewusst hätte, doch bis Samstag werde ich alle nur erdenklichen Maßnahmen ergreifen, dass mir das nicht noch einmal passiert. Was habe ich gegessen?

Frühstück: Whey Protein 30 g – Mandelmilch 150 ml – Kakao 4 g, Chiabrötchen mit 100 g Harzer.

Snack:  1 veganer Bio-Donut, Datteln ganz viel Datteln

Mittagessen: 250 g Magerquark mit Flavdrops

Snack: 1 Brezel, 1 Pudding-Berliner, 1 Wickel-Mohn-Brötchen

Abendessen: Wieder „on point“ 250 ml Gemüsesaft, Feldsalat mit Sprossen und eine halbe Scheibe Chia-Dinkel-Brot

Liest sich so harmlos. Ist auch nicht wirklich schlimm. Aber der Grund, warum ich das gegessen habe und die Art wie ich es gegessen habe, das ist es, was es zu beachten gilt. Daheim war ich zunächst erst einmal wütend. Auf was und wen weiß ich nicht alles. Ja, das ist auch als Mentaltrainerin möglich. Doch dann kam ich ins Handeln.

Ich habe mir einiges an Proteinpulvern und Nahrungsergänzungen im Internet bestellt. Meine Vorräte sind nahezu leer. Ich tue mich damit immer noch etwas schwer, was verständlich ist für eine ehemalige Rohkösterlin.

Ich habe meinen Termin für meinen Bikini fest gemacht. Im Februar. Ich lasse mir nämlich einen nähen. Ich habe drei Kinder gestillt und Brust-OP kommt nicht in Frage, also brauche ich einen guten Bikini von einer Profifrau. Mehr dazu wenn es dann soweit ist.

Ich habe beim Verband angerufen und mich danach sofort schriftlich angemeldet.

Ich habe lange Zeit nichts, dann meine proteinreiche Rohkost gegessen. Für mich ganz wichtig: einfach normal weitermachen, wenn es mal „entartet“ und eben nicht nach dem Motto: jetzt ist sowieso alles egal.

Ich habe mir notiert, was ich ändern bzw. beachten muss, damit ich vorbereitet bin und ich muss mir etwas anderes für mein Belohnungszentrum suchen. Dieser Punkt ist noch in Arbeit. Und eines werde ich morgen ganz bestimmt nicht tun:

Auf die Waage steigen. Das mache ich erst am Donnerstag. Da gibt es dann auch Formcheck. Morgen gibt es jetzt weniger als 2.200 kcal. Hauptsache die Wochenbilanz stimmt. Offizieller Start ist sowieso morgen.

Und ich gehe gleich noch in die warme Badewanne. So, meinen 2. Beitrag im Jahr habe ich auch geschrieben. Jetzt sind es nur noch 363.  🙂

Morgen geht es dann weiter. Und ins Training geht es dann auch wieder. Ich fand die Pause jetzt nicht so toll. Ich glaube ich hätte besser moderater trainiert, statt ganz ausgesetzt. Ich bin völlig verspannt. Die Arbeit auf dem Markt funktioniert nur, weil ich trainiere. Sonst wäre das so überhaupt nicht möglich. Und ganz ehrlich, immer möchte ich das in diesem Umfang nicht machen. Da ist auch noch Handlungsbedarf.

Liebe Grüße Petra

2 Antworten auf „Es(s)kalation – Meine größte Herausforderung auf meinem Weg“

    1. Sorry, dass ich jetzt erst antworte. Mir wurden die Kommentare erst jetzt angezeigt. Vielen Dank
      für dein Feedback und deinen Kommentar. Liebe Grüße Petra

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