Sind wir nicht alle ein bisschen Cinderella

Als Kind wollte ich an Fasching immer ein Indianer sein, und auch später kann ich nicht wirklich von mir behaupten den Prinzessinen Look gelebt zu haben. Heute bin ich ein Mensch der die Natur liebt, sich einfach ernährt, einfach und bequem kleidet und meistens Sportkleidung an hat. Schminken kommt für mich nurzu bestimmten Anlässen in Frage, von Nagellack und gekonnten Frisuren brauchen wir schon einmal überhaupt nicht anzufangen. Ich bin kein Modepüppchen. Und alleine dieser Satz hat irgendwie schon einen negativen Subtext. Was fast schon ein sicheres Zeichen dafür ist, dass ich da einen Schatten in mir habe, der beachtet und gelebt werden möchte.

Ich liebäugele ja schon seit einiger Zeit damit als Bikini Athletin auf die Bühne zu gehen, aber dieses ganze „Tingeltangel“ und „Drumherumgehabe“ hat mich doch sehr abgeschreckt. Doch dann kam die große Erkenntnis. Gemessen an meinen Erfolgen und Leistungen der vergangenen Jahre komme ich leider überhaupt nicht mehr in meine Kraft und Stärke wie ich es von mir kenne und auch gewohnt bin. Die meiste Zeit meines Lebens war ich eine Kämpferin und leider kam da die Prinzessin, die auch in mir ist zu kurz. Wir leben in einer Welt der Polarität und möchten aber immer nur gerne die gute Seite haben. Gesundheit, Schönheit, Reichtum, Frieden, Sonne, schönes Wetter usw. Wir wollen die Krankheit, die Häßlichkeit, die Armut, den Krieg, den Regen, ja noch nicht einmal ein bisschen schlechtes Wetter nicht haben.

Ich als Mentaltrainerin weiß aber, dass da so nicht geht. Das eine wächst im Schatten immer mit. Gerade im Bereich Gesundheit habe ich da sehr schlimm Lerngeld zahlen müssen, weil ich mich mit meiner Lebensweise glaubte über die Krankheit erheben zu können, ja sogar andere Menschen verurteilt habe, weil sie sich nicht richtig um ihre Gesundheit gekümmert haben.

Dieser kleine Schwank ins Mentaltraining soll heute aber reichen. Zurück zu Cinderella. Ich bin bereit, sie frei zu lassen. Sie hat es verdient zu leben und genau deshalb habe ich mich heute auch riesig gefreut, als meine Posing Schuhe geliefert worden. Leider etwas zu groß, wie unten auf dem Foto zu sehen ist. Was die Fotos angeht, so werde ich erst nach den Feiertagen dazu kommen, das anders hinzubekommen. Hauptsache ich blogge und gut. Wie gehabt, geht der Text unter dem Foto  weiter.

Jetzt kann ich endlich das Posing mit hohen Schuhe üben. Das macht sogar richtig Spaß. Leider muss ich mich kurz davon trennen, weil sie eben etwas zu groß sind. Irgendwie haben diese Schuhe etwas magisches für mich, denn wenn auch nicht aus Glas, so sehen sie zumindest so aus und erinneren mich deshalb an Cinderella. Und genau das meine ich mit dem Titel: Sind wir nicht alle ein bisschen Cinderella. Ich bin davon überzeugt, dass in jedem von uns Anteile sind, die unterdrückt werden, die nicht gesehen werden wollen und da macht es Sinn einmal genauer hinzuschauen. Wer sich jetzt fragt, wie das denn mit der Krankheit aussieht? Ich habe gelernt meine Gesundheit wertzuschätzen und behalte die Krankheit immer im Auge. Ich weiß, sie ist da und hat auch ihre Berechtigung, denn manchmal trägt sie dazu bei, dass ein Mensch mit ihrer Hilfe sein Leben grundlegend verändert und dadurch verbessert. In diesem Sinne bis zum nächsten Mal und sorry, mein Beitrag über den Schmerz als Antreiber folgt noch.

Liebe Grüße Eure Petra

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